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Regional American Football: Von BG Göttingen Generals an Highschool nach Virginia
Sportbuzzer Sportmix Regional American Football: Von BG Göttingen Generals an Highschool nach Virginia
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18:16 31.07.2014
Geht keinem Zweikampf aus dem Weg: Tim-Marlow Gawor (3.v.l) aus dem Junior-Team der BG 74 Generals. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

Dort wird der 17-Jährige versuchen, sich einen Platz im Team der Black Hawks zu erkämpfen, im Football-Team seiner High School. Ob er das schafft und wenn, wie viele Einsätze er bekommen wird, kann der Gieboldehäuser überhaupt nicht einschätzen: „Ich bin gespannt darauf, zu sehen, wie gut die Amerikaner sind und ob und bis zu welchem Grad ich mit ihnen mithalten kann.“

Eins steht außer Frage: der 1,80 Meter große und 76 Kilo schwere Modellathlet, der regelmäßig Gewichte stemmt, hat eine Menge Talent. Er ist schnell, kontrolliert den Ball gut und verfügt sowohl über die Physis als auch die Einstellung, noch den einen oder anderen Meter zu machen, selbst wenn die gegnerischen Abwehrspieler bereits an ihm dran hängen.

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Mit der Muttermilch aufgesogen

Tim-Marlow Gawor.

Aber: Er wird sich gegen Spieler durchsetzen müssen, die den Football sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen haben. Die nicht zweimal die Woche abends trainieren, sondern sich jeden Montag bis Freitag direkt nach Schulschluss auf den Football-Platz begeben.

Und die immer wieder auf der gleichen Position eingesetzt werden, während Tim-Marlow bei den Generals in verschiedenen Rollen – sowohl als Defensive Linebacker in der Abwehr als auch als Running Back im Angriff – eingesetzt wird.

Der Absolvent der BWS II, der nach seiner Rückkehr aus den USA an der IGS sein Abitur machen und anschließend vielleicht Sportwissenschaften studieren möchte, geht die Sache aber ganz locker an: „Ich weiß nicht, wie gut ich im Vergleich zu den Amerikanern bin. Allerdings gehe ich davon aus, dass sie aufgrund ihrer Erfahrung gegnerische Spielzüge besser antizipieren können als ich.“

Coach sei ganz angetan gewesen

Andererseits sei auch nicht jeder US-Boy ein künftiger NFL-Star, sagt der Eichsfelder keck. Er hat den Black Hawks ein Video von sich geschickt, der Coach sei ganz angetan gewesen. Darum wird er auch schon drei Wochen früher als notwendig – das Schuljahr beginnt erst Ende August – über den großen Teich jetten, um an den Try-Outs, dem Auswahlverfahren für die anstehende Saison, teilnehmen zu können.

Neben dem Sport an der High School wird Tim-Marlow auch den ganz großen Football kennenlernen. Seine Gasteltern, ein Lehrer und eine Zivilangestellte der Army, haben schon Karten für das NFL-Spiel Washington Redskins gegen Baltimore Ravens besorgt. Ihr Ziehsohn hat bereits Gastgeschenke gekauft, vor allem Süßigkeiten, denn eine gewöhnliche Tafel Milka-Schokolade bedeutet für die Amerikaner den Geschmacks-himmel auf Erden.

Ein ganz klein wenig nervös ist der junge Deutsche schon: „Wie werden die Kids an der High School mich wohl aufnehmen?“ Doch seine Schwester Line, die gerade von ihrem Austauschjahr in Wisconsin zurückgekehrt ist, kann ihren Bruder beruhigen: „Die Amerikaner sind sehr gastfreundlich – es wird ein wunderbares Jahr für dich werden.“

Von Hauke Rudolph

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