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Regional Auf Silvesterlauf soll Abendlauf folgen
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18:43 03.01.2011
Von Michael Bohl
Los geht‘s: Mit Vollgas begeben sich die Teilnehmer am Schülerlauf auf die einen Kilometer lange Wendepunktstrecke.
Los geht‘s: Mit Vollgas begeben sich die Teilnehmer am Schülerlauf auf die einen Kilometer lange Wendepunktstrecke. Quelle: Pförtner
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„Der Erfolg einer Veranstaltung misst sich nicht nur an der Teilnehmerzahl“, stellte Hartmut Hublitz, der Vorsitzende der Leichtathletik-Gemeinschaft Eichsfeld (LGE), nach dem elften Silvesterlauf rund um den Seeburger See fest. Auch ohne neue Starter- und Streckenrekorde war Hublitz rundum zufrieden. Angesichts der ungünstigen Wetterbedingungen bewertete er Beteiligung und Zuschauerresonanz als sehr gut und freute sich sowohl über die starken Leistungen der heimischen Läuferinnen und Läufer sowie das Lob der Aktiven aus Nah und Fern über die gelungene Organisation.

Zuversichtlich blickt Hublitz deshalb auch bereits dem nächsten Projekt entgegen: Im Sommer will die LGE in Duderstadt – als Nachfolgeveranstaltung zum ehemaligen City-Lauf – einen Abendlauf ins Leben rufen. Der City-Lauf war vor zehn Jahren eingestellt worden, weil der organisatorische Aufwand für die wenigen Mitstreiter zu hoch war. Mit der neuen Technik, erklärte Hublitz, sei die Abwicklung aber kein Problem mehr.

Die Organisation beim Silvesterlauf klappte jedenfalls reibungslos: Ausdrückliches Lob ernteten die Veranstalter am Silvestertag für die Präparation der Strecke. Die Helfer hatten sich sogar darum bemüht, den Aufstieg aus dem Wäldchen bei Seeburg auf die Kreisstraße nach Bernshausen in Handarbeit „begehbar“ zu machen. „Die Laufspur war gut“, lobte Daniel Hublitz, Neffe des Cheforganisators und Triathlet aus Duderstadt. Gerade die Kurven seien gründlich abgestreut gewesen, berichtete der Zehnte des 10 000-Meter-Laufes.

Nur leise kam Kritik an den Bodenverhältnissen auf, die auch die vorausfahrenden Radsportler des Velo-Clubs Eichsfeld (Lothar Klein, Manfred Klingebiel, Volker Gieseler) zur Verwendung von Spikes zwangen. „Man hatte nur die schmale Laufspur und konnte kein Vollgas geben“, wies der Duderstädter Daniel Hohenstern auf Probleme beim Überholen hin. Und die Ex-Seniorenweltmeisterin im Marathonlauf, Elisabeth Gebauer aus Tiftlingerode, verzichtete sogar auf den Start. Aus gesundheitlichen Gründen hatte sie sich erst gar nicht angemeldet, erinnerte sich aber daran, dass sie bei Eis und Schnee schon einmal beim Silvesterlauf gestürzt war: „Das brauche ich nicht nochmal.“

Aus Gebauers Heimatort Tiftlingerode kam eine der größeren Gruppen, die an der Umrundung des Seeburger Sees teilnahmen. Elf Aktive hatte die Laufgruppe des TT Tiftlingerode aufgeboten, wurde dieses Mal jedoch von anderen Vereinen deutlich übertroffen. Die meisten Teilnehmer stellte die Betriebssportgemeinschaft der Sparkasse Duderstadt mit 43 Sportlerinnen und Sportlern. Die Sparkassenmitarbeiter machten sich für einen guten Zweck auf den Weg: Den Tod eines Kollegen nahmen sie zum Anlass, zu Gunsten der Göttinger Palliativstation zu laufen. Und für jeden absolvierten Kilometer spendete der Sparkassen­vorstand nach Auskunft von BSG-Sprecher Wolfgang Engelhardt einen Euro.

Je einen Kilometer galt es für die Schülerinnen und Schüler zurückzulegen. Wegen Glätte auf dem Pfad unterhalb der Mehrzweckhalle verlegten die Organisatoren den Lauf ganz auf die Straße. Dort trug die Duderstädterin Rebecca Maria Schütte einen klaren Start-Ziel-Sieg davon. Dass der erst siebenjährige Bastian Kurth (LGE) bei den Jungen Vierter wurde, fand Hartmut Hublitz ebenfalls beeindruckend. Eindruck hinterließ bei ihm auch Yannik Engelhardt: Der neunjährige LGE-Läufer mischte bei den Großen mit und kam im Fünf-Kilometer-Lauf nach gut 21 Minuten praktisch zeitgleich mit Trainer Michael Glorius ins Ziel.