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Regional Darum freut sich Bennet Hundt auf den Saisonstart mit der BG Göttingen
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08:25 25.09.2019
Bennet Hundt und seine Freundin Olivia in Amsterdam. Quelle: R
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Göttingen

Von Berlin nach Bovenden, von ALBA zu den Veilchen: Der Unterschied könnte größer nicht sein, Bennet Hundt macht er nichts aus. Mit Kyan Anderson ist der 21-Jährige der kleinste Spieler im Team des Basketball-Bundesligisten BG Göttingen, in der Vorbereitung hat er aber schon groß aufgespielt und die Herzen der Veilchen-Fans erobert.

„Mit Schuhen bin 1,80 Meter groß. Ich war immer der Kleinste, werde oft unterschätzt, aber ich habe auch Vorteile gegenüber den großen Spielern.“ Hundt wird immer wieder darauf angesprochen, dass er in der Welt der langen Basketballer zu den kürzeren Spielern gehört, seinem Selbstbewusstsein ist das keinesfalls abträglich. Im Gegenteil: Mit dem jungen in Berlin geborenen Basketballer macht es Spaß zu plaudern, er hat viel zu sagen, ist im Gespräch ebenso sympathisch wie er auf dem Feld rüberkommt.

Abnabeln vom Elternhaus

Für Hundt ist Göttingen der zweite Schritt, sich abzunabeln vom Elternhaus in Berlin-Lichterfelde. Ein Highschool-Jahr hat er in Dalton/Georgia bei einer Gastfamilie in den USA verbracht. „Schulisch hat dieses Jahr überhaupt nichts gebracht, sprachlich natürlich eine Menge. Hemmungen, Englisch zu sprechen, habe ich nicht mehr.“ Ein Vorteil im englischsprachigen Basketball-Geschäft der Bundesliga.

Bei TuS Lichterfelde hat der Berliner erstmals mit sechs Jahren in einer Mannschaft gespielt, Basketball war schon viel früher wichtig. Er sei gemeinsam mit seinem zwei Jahre älteren Bruder Jannes an den Wochenenden in der Sporthalle groß geworden, weil seine Mutter (1. Liga) und sein Vater (2. Liga) Basketball gespielt haben. Nebenbei habe er viel ausprobiert – von Tennis, über Fußball, Badminton und Tischtennis reicht sein sportlicher Erfahrungsschatz. „Am Ende bin ich aber immer wieder beim Basketball gelandet, weil dieser Sport mir am meisten Spaß gemacht hat.“

Beim Miniturnier erfolgreich

Dreimal war er mit dem TuS Lichterfelde beim Miniturnier der BG 74 dabei. Nur gute Erinnerungen hat er an die FKG-Halle: Nach einem vierten Platz bei der ersten Teilnahme, folgten zwei Siege und eine Erwähnung damals im Tageblatt: „Erst ab der 18. Minute gewann Lichterfelde um seinen starken Spielmacher Bennet Hundt wieder die Oberhand und zog bis auf 41:34 (21.) davon“, hieß es damals. „Da war sogar ein Foto von mir in der Zeitung. Das war dann auch das erste Foto von mir, das im Internet zu finden ist“, erzählt der Protagonist.

Über JBBL und NBBL-Einsätze hat sich Hundt für die Nationalteams in den verschiedenen Altersklassen empfohlen. Von der U16 bis zur U20 war er international aktiv und bei Europa- und

Weltmeisterschaften am Start. Zuletzt wurde er Dritter bei der U20-EM in Chemnitz.

Nach seinem Highschool-Jahr hat sich der Basketballer ALBA Berlin angeschlossen und einen dreijährigen Ausbildungsvertrag erhalten. Zwei Jahre hat er mit den Profis trainiert, hatte – auch internationale – Einsätze für die Albatrosse, meistens lief er jedoch für LOK Bernau in der Pro B auf. Als der Vertrag jetzt auslief, beschloss Hundt, dass es Zeit werde, der Heimatstadt einmal den Rücken zu kehren.

Bennet Hundt beim Miniturnier-Finale in der Göttinger FKG-Halle. Quelle: Alciro Theodoro da Silva

Wahl zwischen mehreren Vereinen

Die Wahl fiel – unter mehreren Angeboten – schließlich auf die BG Göttingen. „Ich fühle mich hier extrem wohl. Es fällt nicht auf, dass die BG kleiner ist als ALBA.“ Der Standort, das Trainingszentrum, die Organisation seien sehr professionell und vergleichbar.

Unvergleichbar sind für den gebürtigen Berliner die kurzen Wege. Er wohnt in Bovenden, hat die Wohnung bezogen, in der zuletzt Stephan Haukohl gewohnt hat. „Erst dachte ich, ich bin auf dem Dorf gelandet. Aber ich habe kurze Wege: eine Minute zum Einkaufen, acht Minuten bis zum Training.“ In Berlin hatte er Anfahrten von bis zu einer Stunde, um in die Trainingshalle zu kommen.

Die Göttinger Innenstadt hat der 21-Jährige auch schon erkundet, war einige Male, wenn er Besuch hatte, in Restaurants zum Essen – hauptsächlich italienisch. „Dabei habe ich gar kein Lieblingsessen. Ich koche selbst, probiere vieles aus. Aber alles, was meine Mama kocht, schmeckt besser. Sogar ihr Rührei“, gibt Hundt zu. Er bekommt auch immer wieder Besuch von seiner Freundin Olivia. Die 20-jährige Berlinerin studiert in Münster im dritten Semester Psychologie.

„Überwältigt von allem“

Basketballerisch ist er „überwältigt von allem“. Der Trainingsalltag gefalle ihm sehr gut, die Teameinheiten am Vormittag seien sehr intensiv. „Ich kann viel lernen und viel ausprobieren. Die Stimmung im Team ist gut“, berichtet der Zweitjüngste im Kader. Zwischen den Spielern, die sich schon länger kennen und den Zugängen gebe es keine Spaltung. „Alle kümmern sich.“

Johan Roijakkers hat er bislang als einen sehr fokussierten, auf Details bedachten Trainer kennengelernt. „Ich kriege nach jedem Training ein Feedback, er schickt Videoclips, die zeigen, was ich falsch und was ich richtig gemacht habe. Jedes Mal will er, dass wir hundert Prozent geben.“ Es werde viel ausprobiert, noch immer sei das Team in der Findungsphase. „Wir haben in dieser Saison einige Leute, die das Spiel organisieren können. Das macht uns variabler. Ich hoffe darauf, dass ich Spielzeit bekomme. Aber das entscheidet am Ende der Coach.“

Auf die „kleine Halle“ in Göttingen freut sich Hundt, der auch schon vor vollen Rängen in der Berliner Mercedes-Benz-Arena (14500 Plätze) gespielt hat. „Ich mag es, wenn es voll ist und die Zuschauer nah dran sitzen.“ Und was sagt er zur Farbe Lila? „Die habe ich vorher noch nie getragen.“

Rickey Paulding beim Miniturnier in Göttingen: Der Basketballer stellte sich bereitwillig mit kleinen Fans – hier mit Luis – zum Foto auf. Quelle: Pförtner

Zwei Trainer sind jünger als der älteste Spieler Rickey Paulding

Die Zeit des Wartens ist vorbei: In der Basketball-Bundesliga wird wieder gespielt. Die Vereine haben investiert und viel trainiert. Jetzt gilt es, all das, was in der Vorbereitung ausprobiert, verändert und verbessert wurde, auf das Parkett zu bringen. Hier eine Bestandsaufnahme:

Die Liga

Die easyCredit Basketball Bundesliga geht mit nur 17 Teams an den Start. Aufsteiger Nürnberg Falcons BC hatte sich zwar sportlich für die 1. Liga qualifiziert, die Lizenzauflagen allerdings nicht erfüllen können. Am Ende der Saison 2019/20 wird es deshalb nur einen Absteiger geben. Der 34. Spieltag ist für Sonnabend, 2. Mai, terminiert. Dann tritt die BG Göttingen bei den MHP RIESEN Ludwigsburg an.

Die Favoriten

Titelverteidiger Bayern München ist der Topfavorit, als erster Herausforderer wird immer wieder ALBA Berlin genannt.

Der Aufsteiger

Die Hamburg Towers sind der einzige Neuling in der Liga, der das Potenzial hat, positiv zu überraschen. Zuletzt ist den Hanseaten mit der Verpflichtung von Heiko Schaffartzik noch ein echter Transfercoup gelungen. Der gebürtige Berliner kehrt nach drei Spielzeiten im Ausland (Frankreich) und einer Verletzungspause (Knie) nun in die Liga nach Norddeutschland zurück.

Die jungen Spieler

Bester deutscher U22-Spieler der vergangenen Saison war der erst 17-jährige Berliner Franz Wagner, der allerdings in dieser Saison nicht in der BBL mitmischt, sondern an die University of Michigan wechselte. Neben Jonas Mattiseck (ALBA Berlin) werden auch Veilchen-Neuzugang Bennet Hundt, Kostja Mushidi von den Basketball Löwen Braunschweig, Joshua Obiesie (s.Oliver Würzburg), Louis Olinde (Brose Bamberg) oder Philipp Herkenhoff, Leistungsträger in den zurückliegenden Playoffs bei RASTA Vechta, genannt.

Der älteste Spieler

Rickey Paulding ist inzwischen der Oldie und der treueste Spieler der Liga. Seit zwölf Jahren läuft der Amerikaner für die EWE Baskets Oldenburg auf – und er hat Fans an allen Bundesliga-Standorten. Mit seinen noch 36 Jahren (im Oktover wird er 37) ist Familienvater Paulding, der seinen elfjährigen Sohn Tre im Juni zum Miniturnier nach Göttingen begleitet hatte, älter als zwei Trainer in der Liga: Vechtas Headcoach Pedro Calles feierte erst im August seinen 36. Geburtstag und Frankfurts Chef an der Seitenlinie, Sebastian Gleim, ist 35 Jahre alt.

Das Wiedersehen

Sieben Akteure hatten die BG Göttingen am Ende der vergangenen Saison verlassen, um sich anderen Klubs anzuschließen. Mit zwei von ihnen wird es ein Wiedersehen geben: Derek Willis (ratiopharm ulm) und Joanic Grüttner Bacoul (medi bayreuth) kommen zurück in die Sparkassen-Arena – allerdings erst im Jahr 2020 am 25. Januar (Willis) und 14. März (Grüttner Bacoul). Spielmacher Michael Stockton wechselte zum französischen Erstligisten Cholet Basket. Penny Williams spielt dort eine Klasse tiefer für J.A. Vichy-Clermont Métropole. Drei weitere Akteure blieben in Deutschland: Stephan Haukohl schloss sich ProA-Ligist Nürnberg Falcons BC an. Lenny Larysz hat bei ProB-Ligist Dresden Titans unterschrieben und Jacob Albrecht läuft nun in der Regionalliga für den ASC 46-Gegner MTB Baskets aus Hannover auf.

Braunschweigs Scott Eatherton (hinten) und Göttingens Darius Carter haben vor einigen Jahren schon zusammen für die Veilchen gespielt Quelle: Swen Pförtner

Heimspiele in der Sparkassen-Arena

Mittwoch, 25. Oktober (20.30 Uhr): BG Göttingen – Basketball Löwen Braunschweig (Vorverkauf läuft)

Sonntag, 13. Oktober (15 Uhr): BG Göttingen – RASTA Vechta (Vorverkauf läuft)

Sonnabend, 26. Oktober (18 Uhr): BG Göttingen – MHP RIESEN Ludwigsburg (Vorverkauf läuft)

Sonntag, 10. November (15 Uhr): BG GöttingenEWE Baskets Oldenburg (Vorverkauf läuft)

Sonnabend, 23. November (18 Uhr): BG Göttingen – JobStairs GIESSEN 46ers (Vorverkauft läuft)

Sonnabend, 21. Dezember (20.30 Uhr): BG GöttingenTelekom Baskets Bonn

Sonntag, 5. Januar (15 Uhr): BG Göttingen – ALBA BERLIN

Sonnabend, 25. Januar: BG Göttingenratiopharm ulm

Sonnabend, 1. Februar: BG Göttingen – SYNTAINICS MBC

Dienstag, 11. Februar: BG GöttingenFC Bayern München

Sonnabend, 7. März: BG GöttingenHamburg Towers

Sonnabend, 14. März: BG Göttingen –medi byareuth

Mittwoch, 15. April: BG Göttingen – s.Oliver Würzburg

Dienstag, 21. April: BG Göttingen – HAKRO Merlins Crailsheim

Mittwoch, 29. April: BG GöttingenBrose Bamberg

Noch nicht terminiert ist die Hindrunden-Partie der BG gegen die FRAPORT SKYLINERS.

Tickets für die sich bereits im Vorverkauf befindenden Heimspiele sind erhältlich in den Tageblatt-Geschäftsstellen Göttingen (Wiesenstraße 1) und Duderstadt (Marktstraße 9). Wer sich spontan entscheidet, bekommt Tickets am Spieltag in der Sparkassen-Arena, die Tageskasse öffnet jeweils 90 Minuten vor Spielbeginn.

Wer früh kommt, kann gewinnen

Zur neuen Saison haben Zuschauer bei den Heimspielen der BG Göttingen die Chance ihre Eintrittskarte in Courtside-Plätze umzuwandeln. Das funktioniert so: Zuschauer, die ab Arena-Öffnung bis eine Stunde vor Spielbeginn ein Getränk kaufen, erhalten pro Getränk ein Los. Mit etwas Glück enthält das Los den Hauptgewinn: zwei Upgrades auf Courtside-Plätze für das jeweilige Spiel. Diese Plätze befinden sich unmittelbar am Spielfeldrand hinter Bande vor der Nord- oder Osttribüne. Aber auch Zuschauer, die das Upgrade nicht gewinnen, gehen nicht leer aus. Die anderen Lose enthalten Rabatte auf Getränke zwischen 50 Cent und 1,50 Euro. Wer rechtzeitig in der Sparkassen-Arena ist, gewinnt also auf jeden Fall.

Von Kathrin Lienig

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