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Regional Basketball-Länderspiel: Deutschland gegen Portugal in der Sparkassen-Arena
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18:13 26.07.2013
Kapitän des deutschen Nationalteams gegen Portugal: Neu-Münchener Heiko Schaffartzik.
Kapitän des deutschen Nationalteams gegen Portugal: Neu-Münchener Heiko Schaffartzik. Quelle: DBB/Camera 4
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Göttingen

Am Sonnabend um 19.30 Uhr trifft das Team von Cheftrainer Frank Menz und seiner Assistenten Harald Stein, Mladen Drijencic und Helmut Wolf in der Göttinger Sparkassen-Arena auf die portugiesische Auswahl.

Das Match gegen die Südeuropäer ist der Auftakt des Vorbereitungs-Marathons auf die vom 4. – 22. September laufende Europameisterschaft in Slowenien.

Nach Göttingen folgen ein Test gegen Vize-Europameister Frankreich am 6. August in Mannheim, ein hochkarätig besetztes Turnier in Straßburg (9. – 11. August), ein Vergleich mit Europameister Spanien in La Coruña (17. August) und der vom Deutschen Basketball-Bund (DBB) ausgerichtete 25. Supercup in Ulm (23. – 25. August) mit Griechenland, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina. Den Abschluss bildet ein Test gegen Schweden am 30. August in Bamberg.

Portugal gehört nicht zu den Schergewichten

Frank Menz weiß natürlich, dass Portugal nicht zu den Schwergewichten im europäischen Basketball zählt. Der Bundestrainer führt aber nachvollziehbare Gründe ins Feld, warum der 44. der Weltrangliste beim aktuellen Vorbereitungsstand seiner Mannschaft genau der richtige erste Prüfstein für den Weltranglisten-Dreizehnten ist.

„Portugal ist in der Vorbereitung schon erheblich weiter als wir“, erinnert Menz daran, dass die Mannschaft seines Kollegen Mário Palma nach verpasster EM-Qualifikation ohne Sieg bereits am 4. August in die vorgezogene Qualifikation für die EM 2015 einsteigt. Vorrundengegner sind Estland und die Niederlande.

Während Menz, der in Göttingen neben Schröder, Harris und Benzing auch auf Heckmann (Fußverletzung) und Mönninghoff (Pause nach Universiade) verzichten muss, alle Hände voll zu tun hat, seine Mannschaft mit vielen jungen Spieler zur schlagkräftigen Einheit zu formen, haben die Portugiesen seit Mitte Juli bereits fünf Testspiele bestritten: gegen Österreich (78:61/ 62:65), Weißrussland (81:68/ 67:71) und Rumänien (83:77).

Bisher stets siegereich

Dass die DBB-Auswahl in den bislang zwölf Vergleichen mit den Portugiesen seit 1951 stets als Sieger vom Parkett gegangen ist – so auch am 26. Februar 1997 mit 73:66 beim Länderspiel-Debüt des damals 18-jährigen Dirk Nowitzki –, ist für den Bundestrainer kein Grund, das Team um die korbgefährlichen Joao Gomes (Point Guard), Claudio Fonseca (Center) und Joao Santos (Forward) zu unterschätzen.

„Das letzte Spiel haben wir vor einem Jahr bei einem Turnier in Österreich erst nach Verlängerung mit 79:77 gewonnen“, erinnert sich Menz. Damals saß er als Kotrainer von Svetislav Pešić auf der deutschen Bank.

Dennoch gehe er zuversichtlich in die heutige Partie, weil die 16 Akteure, die sich bis gestern im Trainingslager abgerackert haben, hoch konzentriert und motiviert arbeiteten. Bereits bei den beiden deutlichen Siegen in den inoffiziellen Tests gegen die Slowakei hätten sie sich als schon gut funktionierendes Team präsentiert und ihr Potenzial in gelungenen Defensiv- und Offensivaktionen aufblitzen lassen.

Nur ein Spiel in Göttingen verloren

Göttingen scheint zudem ein gutes Pflaster für die DBB-Auswahl zu sein. Von ihren bislang fünf Länderspielen hat sie nur eines verloren: am 20. April 1983 mit 74:91 gegen die Sowjetunion. Siege gab es 1982 gegen Polen (73:69), 2001 in der EM-Qualifikation gegen Irland (85:77) und 2002 gegen Estland (75:66).

Menz lässt keinen Zweifel daran, dass er aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung im Nachwuchsbereich mit beachtlichen Erfolgen (unter anderem zweimal EM-Fünfter mit der U 20) der Richtige sei, aus wenigen Routiniers und vielen jungen Spielern ein schlagkräftiges Nationalteam aufzubauen. Zu ihm könnten, so Menz, auch bald der zu Alba Berlin gewechselte Ex-BGer Akeem Vargas und der künftig bei den Baskets Bonn spielende Göttinger Enosch Wolf gehören.

„Beide haben eine hervorragende Saison gespielt und müssen jetzt beweisen, dass sie sich auch in der ersten Liga durchsetzen können. Ich werde sie im Auge behalten“, verspricht er. Obwohl der Bundestrainer auf die erfahreneren Spieler wie Kapitän Heiko Schaffartzik (71 Länderspiele), Lucca Steiger (69), Tibor Pleiß (66), Per Günther (49) und Philip Zwiener (44) baut, stellt er klar, dass es eine Stammplatz-Garantie nicht gibt.

Entsprechend hoch ist der Konkurrenzdruck, denn bis zur ersten EM-Partie  – am 4. September um 21 Uhr gegen Frankreich – muss der Kader auf zwölf Spieler reduziert werden.

Tickets für Deutschland – Portugal gibt es online unter bggoettingen.de sowie ab 18  Uhr an der Abendkasse der Sparkassen-Arena.

Von Michael Geisendorf