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Regional Basketball-Länderspiel: Zu hohe Temperaturen in der Sparkassen-Arena
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19:04 29.07.2013
Von Michael Geisendorf
Erhebender Augenblick: Die deutschen Nationalspieler lauschen gemeinsam mit Göttinger Einlaufkindern der pathetischen Interpretation der Nationalhymne.
Erhebender Augenblick: Die deutschen Nationalspieler lauschen gemeinsam mit Göttinger Einlaufkindern der pathetischen Interpretation der Nationalhymne. Quelle: Theodoro da Silva
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Göttingen

„Natürlich wäre es schön gewesen, wenn die Halle und das Hotel besser klimatisiert gewesen wären, um die extremen Temperaturen besser aushalten zu können“, schränkt Büker seine positive Einschätzung ein wenig ein. „Aber die Göttinger Organisatoren, die hervorragend gearbeitet haben und stets sehr hilfsbereit waren, können ja nichts für die Hitze, die auch wir bei einem Länderspiel so noch nicht erlebt haben.“

Besonders beeindruckt seien Mannschaft und Verantwortliche des DBB von den Besuchern in der Sparkassen-Arena gewesen. „Wir waren nicht nur erstaunt über den Sachverstand des Göttinger Publikums, sondern auch darüber, dass die Zuschauer für eine Superstimmung gesorgt haben, obwohl sie ja immer eine Hand brauchten, um sich Luft zuzufächeln“, zollt Büker dem Enthusiasmus der Fans seine Hochachtung.

Zu hohe Temperaturen

„Ob die Nationalmannschaft bald wieder ein Spiel in Göttingen bestreiten wird, liegt nicht in meiner Entscheidung. Ich glaube aber nicht, dass jemand im Präsidium dagegen wäre“, prognostiziert er. „Wir würden die Partie dann aber in eine Jahreszeit legen, in der nicht so hohe Temperaturen drohen.“

Das wünscht sich auch Frank Meinertshagen, Geschäftsführer des Länderspiel-Ausrichters Pro Basketball Göttingen (PBG). „Beim DBB hat man uns bestätigt, dass es eine sehr gelungene Veranstaltung in einem würdigen Rahmen war, und signalisiert, dass man sich eine Wiederholung gut vorstellen kann“, erzählt Meinertshagen.

„Wir sind gerne dazu bereit, allerdings nicht noch einmal im Hochsommer.“ Mit ungläubigem Staunen habe er im Tageblatt die Aussage von Alexander Frey, Geschäftsführer des S-Arena-Betreibers Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF), zur Kenntnis genommen, die Halle sei auf 29 Grad Celsius herunter gekühlt worden. „Ich weiß ja nicht, wo gemessen worden ist.

Frank Menz hat in Göttingen ein erfolgreiches Debüt als Basketball-Nationaltrainer mit einem souveränen 72:45-Sieg über Portugal gefeiert.  ©Theodoro da Silva

Aber schon als noch keine Zuschauer da waren, war es auf dem Spielfeld erheblich heißer und auf den Rängen unterm Dach bestimmt zehn Grad mehr“, schätzt der PBG-Geschäftsführer. Er sei froh, dass  es keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen aufgrund der Hitze gegeben habe.

Höchst erfreulich sei indes, dass Göttingen seinen Ruf als Basketball-Stadt eindrucksvoll untermauert und gezeigt habe, dass es sich lohne, ein Länderspiel in die Universitätsstadt zu vergeben. „Wir werden keine Spiele gegen Hochkaräter wie Frankreich oder Spanien bekommen. Dafür haben wir die Hallen-Kapazität nicht, aber für kleinere Gegner bietet sich Göttingen an.“

Göttingen bietet viele Zuschauer

Meinertshagen ist sich sicher, dass in den meisten anderen Städten vergleichbarer Größe keine 2600 Zuschauer für einen Test gegen Portugal mobilisiert werden könnten – schon gar nicht in den Ferien und bei solcher Hitze. „Selbst in Hannover wären wohl weniger als 2000 gekommen“, schätzt Meinertshagen, der mit seiner Familie in der Landeshauptstadt wohnt.

Erstaunlich sei, dass alle Karten im Vorverkauf abgesetzt wurden. Meinertshagen: „Wir haben kein einziges Ticket an der Abendkasse verkauft. Ich bin überzeugt, dass die Halle bei gemäßigten Temperaturen noch voller gewesen wäre.“ Der Geschäftsführer, dem noch keine Abrechnung vorliegt, glaubt nicht, dass die PBG mit der Partie gegen Portugal Gewinn erwirtschaftet hat.

„Darum ging es uns aber auch nicht“, versichert Meinertshagen. „Wir wollten den Göttingern ein weiteres sportliches Highlight bieten und unser Netzwerk in der deutschen Basketballszene noch enger knüpfen. Wir sind zufrieden wenn es kein Zusatzgeschäft wird.“