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Regional Beide Trainer fühlen sich „ein bisschen komisch“
Sportbuzzer Sportmix Regional Beide Trainer fühlen sich „ein bisschen komisch“
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19:09 01.09.2011
Von Michael Bohl
Packt sicher zu: Auf Bilshausens Torwart Fabian Paul (hier beim 2:5 im Mittwoch-Spiel in Weende) wartet auch im Derby Arbeit. Quelle: Vetter
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Bilshausen

Rüdiger Schmiedekind, der neue Teamchef der Blau-Weißen hat den SV Germania jahrelang betreut, und sein Breitenberger Kollege und Nachfolger Tobias Dietrich zählt zu seinen Freunden.

„Ein bisschen komisch ist das schon“, gibt Schmiedekind zu, der im Eichsfelder Prestigeduell mit seiner Mannschaft punkten will, um nicht weiter in untere Tabellenregionen gezogen zu werden. „Es wird aber schwer“, weiß Schmiedekind um die Personalprobleme im eigenen und die personellen Qualitäten im anderen Lager. Die Gäste verfügten sowohl über den größeren Kader als auch über die Favoritenrolle. Da er derzeit in jeder Begegnung eine andere Formation aufbieten müsse, könne sich auch seine Viererkette momentan noch nicht besser einspielen, erläutert er.

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„Wir werden alles geben“, verspricht der Bilshäuser Coach, wobei ihn im Vorfeld an der Motivation seiner Akteure allerdings etwas stört. „Die Jungs sind heiß auf das Derby, das ist auch richtig so. Ich würde mir jedoch wünschen, dass sie vor jedem anderen Spiel ähnlich heiß wären – das müsste immer so sein.“ Zu viel Konkurrenz, glaubt Schmiedekind, schade dem heimischen Fußball: „Wir Eichsfelder müssen mehr zusammenhalten“, mahnt er, registriert aber auch, dass sich die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen im Altkreis Duderstadt in jüngerer Vergangenheit bereits gebessert habe.

Dennoch will Schmiedekind am Sonntag alles versuchen, um seinem Ex-Klub ein Bein zu stellen. Auf Grund seiner Kenntnisse über das Gästeteam könne er seinen Schützlinge genaue Hinweise auf Stärken, Schwächen und Verhalten eines jeden einzelnen Gegenspielers geben, aber es bleibe natürlich abzuwarten, ob seine Männer diese in der Partie „auch gedanklich umsetzen“ könnten.

„Durchsetzen“ lautet unterdessen die Parole von Breitenbergs Coach Tobias Dietrich, der in Bilshausen auf Sieg setzt. Doch auch für ihn fühlt sich das bevorstehende Match „ein bisschen komisch“ an: „Das wird für uns beide nicht leicht,“ meint er mit Blick auf Schmiedekind, „aber auch wenn das Spiel hektisch wird, wird zwischen uns kein böses Wort fallen.“

Die Favoritenrolle, die im sein „gegnerischer“ Freund zugeschoben hat, nimmt der Germane an: „Nach der puren Tabelle sind wir Favorit.“ Das sei im Vergleich zwischen dem 13. und dem Tabellenzweiten nun einmal so, erklärt Dietrich, aber trotz des überraschend guten Saisonstarts laufe auch bei seiner verjüngten Mannschaft noch nicht alles rund. Als Beleg nennt er das Mittwoch-Spiel gegen GW Bad Gandersheim. Dietrich: „Da haben alle zu lange den Ball geführt. Passspiel, Bewegung – alles war ein Problem. Es war kein berauschendes Spiel von uns, aber Bad Gandersheim hat es uns auch schwer gemacht. Dass wir am Ende doch noch gewonnen haben, ist aber auch eine Qualität.“

Über die Vorzüge der Blau-Weißen ist Dietrich auch gut informiert. „Man kennt sich und weiß, auf wen man aufpassen muss“, betont der Breitenberger und weist vor allem auf Bilshausens aktuellen Toptorjäger Maximilian Maretschke hin. Ob er selbst seinen zuletzt geschonten Goalgetter Christian Kühne wieder aufbieten kann, bleibt abzuwarten. Verzichten muss Dietrich in jedem Fall auf Benedikt Mchalwat (gesperrt) und Sebastian Ibba (verletzt).