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Beim TSV Obernjesa wird seit dem Frühjahr Beachtennis gespielt

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14:00 20.10.2021
Fabian Flügel (l.) wird mit seinem Bruder Marvin und Tina und Heike Hellmann ein Show-Mixed spielen.
Fabian Flügel (l.) wird mit seinem Bruder Marvin und Tina und Heike Hellmann ein Show-Mixed spielen. Quelle: r/privat
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Obernjesa

Mit Boris Becker begann in den 1980er Jahren der Tennisboom in Deutschland, damals entstanden in vielen Dörfern Tennisanlagen – auch in Obernjesa. Drei Plätze wurden gebaut und mit der Zeit aber immer weniger bespielt. Im Frühling dieses Jahres hat der Verein mit dem Bau eines Beachtennisplatzes begonnen. Nach der Fertigstellung soll die Anlage am kommenden Sonnabend der Öffentlichkeit vorgestellt werden – mit vielen Gelegenheiten, sich im hellen Quarzsand einmal selbst auszuprobieren.

„Der Platz ist schon seit Anfang Mai fertig, wir haben den Sommer über schon darauf gespielt“, berichtet Fabian Flüge, Vorstandsmitglied des TSV. Entstanden ist die Idee schon im vergangenen Jahr, da wurden bereits Fördergelder beantragt. „Dieser dritte Platz hat seit vier Jahren brach gelegen, da sind schon kleine Büsche drauf gewachsen“, berichtet der Jugendwart. Die Zahl der aktiven Tennisspieler sei immer kleiner geworden, es gebe für den Nachwuchs noch drei Trainingsstunden pro Woche, außerdem nutzen einige wenige Gruppen die beiden Sandplätze zum freien Spiel. „Auf dem Beachplatz war in diesem Sommer schon mehr los als auf den normalen Tennisplätzen“, berichtet Flügel.

Im Frühling 2021 begannen die Bauarbeiten an der etwa 20.000 Euro teuren Anlage, von dessen Gesamtsumme der Verein etwa die Hälfte aus eigener Kasse bezahlt hat, die andere Hälfte wurde durch Fördergelder abgedeckt. Der helle Quarzsand war der größte Kostenfaktor. „Der ist so hell, da braucht man im Sommer bei Sonnenschein eine Sonnenbrille“, erzählt Flügel, der seit einigen Jahren regelmäßig in Göttingen überregionale Beachtennis-Turniere organisiert, die Spieler aus ganz Deutschland anlocken.

Der Platz wurde zunächst etwa 40 Zentimeter ausgekoffert, die abgetragene Schicht hat der Verein entsorgen lassen. Nachdem ein Trennvlies gelegt wurde, begann die Anlieferung von elf Lkw-Ladungen Quarzsand, der vor der Sporthalle abgekippt wurde. „Mit einem Radlader wurde der Sand dann auf dem Platz aufgebracht, außerdem wurde eine Netzanlage, die für Tennis und Volleyball gleichermaßen genutzt werden kann, installiert. Anschließend ist für uns Mitglieder noch viel Arbeit geblieben, um die Fläche zu ebnen“, berichtet Flügel. Mit einem einzigen Handgriff sei das Netzt schnell zu verstellen. „Andere nehmen das Netz ganz raus und spielen Fußball im Sand. Die passenden Tore hat die VR Bank Mitte gesponsert“, so das TSV-Vorstandsmitglied. Zuletzt wurden noch die Zäune fertig gestellt. Im Winter kann der Platz mit einer Plane abgedeckt werden, um den Sand vor den fallenden Blättern der um die Anlage stehenden Bäume zu schützen.

Ein Viertel des Platzes ist genutzt worden, um eine Bouleanlage zu errichten. Diese ist erst kürzlich fertig geworden. „Bislang wurde darauf noch nicht gespielt, aber wir hoffen, dass sich im Ort jemand findet, der vielleicht die Senioren motiviert und anleitet, diese öffentliche Anlage zu nutzen“, sagt Flügel.

Die Volleyballer und Tennisspieler haben das Spiel im Sand über die Sommermonate schon genossen, auch Gruppen aus anderen Vereinen der Umgebung können den Platz buchen. Das ist über die Homepage des TSV Obernjesa möglich, über die Interessierte direkt auf das Buchungsportal gelangen. Flügel hat festgestellt, dass inzwischen viele sportliche Quereinsteiger Spaß am Beachtennis gefunden haben.

Das Programm zur offiziellen Eröffnung der Anlage am kommenden Sonnabend beginnt um 11 Uhr mit einem Volleyball-Speed-Turnier, Tennis-Schnuppertraining und einem ersten Boule-Wettkampf. Um 13 Uhr wird es durch einige Grußworte und ein Tennis-Showmatch, bei dem Fabian Flügel und sein Bruder Marvin mit Tina und Heike Hellmann ein Mixed spielen werden, unterbrochen. Anschließend geht es sportlich weiter. Ab 16 Uhr wird Beach-Soccer und anderer Trendsport im Sand (Spikeball, Speedminton, Ultimate Frisbee) angeboten. Und weil Sport hungrig und durstig macht, ist für die Versorgung der Sportler und Gäste auch gesorgt.

Von Kathrin Lienig