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Regional Beitragserhöhung kommt Jugendarbeit zugute
Sportbuzzer Sportmix Regional Beitragserhöhung kommt Jugendarbeit zugute
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15:04 27.03.2012
Von Kathrin Lienig
Tennis in der Schule: In Gieboldehausen gibt es vorbildliche Aktionen.
Tennis in der Schule: In Gieboldehausen gibt es vorbildliche Aktionen. Quelle: Thiele
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Göttingen

Lediglich 15 der 69 Vereine aus den Kreisen Göttingen, Northeim und Osterode hatten den Weg ins Burghotel Nörten-Hardenberg gefunden. Aus der Versammlung sei der Vorschlag gekommen, eine Strafe für Nichterscheinen zu verhängen. Beushausen denkt darüber nach, nennt es „Bearbeitungsgebühr“. „Viele Vereine sagen nicht einmal ab, andere bedanken sich telefonisch für die geleistete Arbeit. Die meisten wollen aber einfach nur ihre Tennispunktspiele spielen.“

Durch die Strukturreform in Niedersachsen fallen die bisherigen Bezirke und damit auch die Abgabe an diese (jährlich 1,50 Euro pro Vereinsmitglied)  für die Klubs weg. Der Niedersächsische Tennisverband (NTV) wird in Zukunft 4,50 Euro (statt vier Euro) verlangen, die Region Süd hat den Beitrag von 1,20 Euro auf 1,50 Euro erhöht. Damit sparen die Vereine immer noch 70 Cent pro Mitglied.

Einstimmig Entscheidung

Einstimmig wurde die Erhöhung von den Anwesenden beschlossen. „Das ist die erste Erhöhung seit der Gründung. Wir sind jetzt da, wo andere Regionen schon längst sind. Teilweise geht das sogar bis 2,50 Euro pro Vereinsmitglied“, berichtet Beushausen. Der Großteil der Einnahmen werde in die Jugendarbeit investiert. Nun habe man mehr Handlungsspielraum, die Defizite der vergangenen Jahre habe bislang immer der NTV ausgeglichen. „Damit ist eine faire Etatplanung ohne große Überraschungen zum Jahresende möglich“, sagt der Vorsitzende.

Bei den Wahlen wurden Angelika Riban (Osterode) und Denes von Kallay (Göttingen) als Verantwortliche für den Jugend- und Jüngstenbereich wiedergewählt. Die Pressearbeit für die Süd-Region hat Alexander Mostafa (Göttingen) übernommen. Kein Vorstandsmitglied wurde für den Bereich Schul- und Kindergartentennis gefunden. Mit Susanne Golenia (Gieboldehausen/Eichsfeld) und einem Spieler aus dem Bereich Osterode gibt es aber immerhin zwei Engagierte, die sich der Sache als Projekt in ihren Bereichen annehmen. Für Hann. Münden und Northeim-Einbeck werden noch Freiwillige gesucht. Gerade den Schultennis-Bereich betrachtet Beushausen als „wahnsinnig wichtig“. Die Kinderakquise könne nicht früh genug beginnen.

Alternative Challenge-Liga

Etwa 8000 Mitglieder haben die Vereine der Tennisregion Süd. „Noch immer sind die Zahlen leicht rückläufig, aber aus der Talsohle sind wir raus“, sagt der Vorsitzende. Er hat festgestellt, dass Vereine, die von jungen Vorstandsmitgliedern geführt werden, sich positiv entwickeln. Etwa 60 Prozent der Klubspieler bestreiten keine Punktspiele. Für sie gibt es als Alternative eine Freizeitliga, die in „Challenge-Liga“ umbenannt wurde. Die laufe, so Beushausen, in einigen Bereichen schon sehr gut. Überschaubare Entfernungen, selbst bestimmte Spieltage während der Woche, lockere Abschlussturniere und viel Geselligkeit kennzeichnen diesen Wettbewerb, der beispielsweise im Raum Osterode eine lange Tradition hat. „Wir spielen da auch mit, in diesem Jahr sogar mit zwei Mannschaften“, erzählt Beushausen, der gleichzeitig auch Vorsitzender des GTC an der Bismarckstraße ist.