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Regional Belgier im Schmier-Parcours am standfestesten
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18:45 08.08.2011
Von Michael Geisendorf
Zur Einheit verschmolzen: Maxime Warenghien, Nacht-Trial-Sieger aus Belgien, auf seiner spanischen GasGas 300.
Zur Einheit verschmolzen: Maxime Warenghien, Nacht-Trial-Sieger aus Belgien, auf seiner spanischen GasGas 300. Quelle: Spannuth
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Dauerregen und knöcheltiefer Matsch hielten rund 1000 Motorsport-Enthusiasten nicht davon ab, das vom MSC Weser-Solling wieder perfekt organisierte Spektakel zu verfolgen und die elf Spitzenfahrer aus fünf Nationen anzufeuern. Die mussten ihr ganzes Können aufbieten, um den extrem schwierigen und schmierigen Hindernis-Parcour zu bewältigen. „Ich liebe Dreck“: Der auf dem T-Shirt des 22-jährigen Christian Kregeloh prangende Schriftzug dürfte das Motto der meisten Starter sein. Alle elf Fahrer überquerten die Ziellinie schmutzverkrustet und bis auf die Haut durchnässt.

Kregeloh sorgte für ein besonderes Highlight: Als einziger schaffte er es, die schmierige Reifensektion ohne die höchste Fehlerpunktzahl zu bewältigen. Den Sieg aber machten Warenghien und Kammel, die beide einer spanische GasGas 300 vertrauten, unter sich aus. Während der Belgier die einzelnen Geländeabschnitte zügig durchfuhr und dabei eindrucksvolle Spuren zog, ohne die Füße auf den Boden zu setzen, nahm sich der Deutsche Meister ausgiebig Zeit, die Hindernisse zu begutachten, damit aber auch das Risiko auf sich, das Zeitlimit von zweieinhalb Stunden zu überschreiten. In der letzten von vier Runden sprintete Kammel dann regelrecht durch den Parcours, kam wenige Sekunden vor Ablauf der erlaubten Zeit ins Ziel und hätte es fast noch geschafft, seinen Kontrahenten zu überflügeln.