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Regional Bernburger Heimstärke schockt TV Jahn nicht
Sportbuzzer Sportmix Regional Bernburger Heimstärke schockt TV Jahn nicht
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20:31 11.11.2011
Männergespräch: „Wenn Du weiterhin so gut spielst, dann können wir auch gegen Bernburg gewinnen.“ Duderstadts Matthias Heim (re.) zu Neuzugang Grazvydas Sereicikas. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Die Halle, die sehr emotionalen Fans – in Bernburg herrscht ein ganz eigenes Klima, mit dem sich jedes Team erst einmal zurechtfinden muss. Dies weiß natürlich auch Jahn-Trainer Ekkehard Loest, der sich davon allerdings nicht beeindrucken lassen möchte und hofft, dass auch seine Jungs cool bleiben. „Bernburg ist eine Mannschaft, die traditionell immer unheimlich heimstark ist“, ist der Coach nicht überrascht angesichts der erzielten Ergebnisse des heutigen Kontrahenten.

Was für ihn allerdings nicht automatisch bedeutet, dort chancenlos zu sein. „Wir sind gar nicht in der Situation, eine Mannschaft auf die leichte Schulter nehmen zu können und werden dies auch keineswegs tun“, ist Loest davon überzeugt, dass die Duderstädter ihr eigenes Leistungsvermögen sehr wohl einordnen können.

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Fest steht, dass die heutigen Gastgeber einen ganz anderen Handball praktizieren als am vergangenen Wochenende die HSG Gensungen-Felsberg. „Die spielen eine äußerst robuste 6:0-Deckung. Da müssen wir eine Menge Geduld aufbringen, um die zu knacken“, zeigt sich der Duderstädter gut gewappnet. Darüber hinaus spielen die Bernburger eine ausgesprochen gute erste und zweite Welle, so dass die Eichsfelder auch diesbezüglich hellwach sein müssen. „Da müssen wir unseren Hintern schnell zurückbewegen, um nicht in Konter zu laufen“, hat der Verantwortliche sein Team auch für diesen Fall sensibilisiert.

Im vergangenen Jahr unterlagen die Jahner in Bernburg mit 22:26, holten sich die Punkte im Heimspiel beim 24:22 aber wieder. Nach Möglichkeit nicht so gönnerhaft wollen sich die Loest-Schützlinge heute im ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison zeigen. „Wir haben ordentlich trainiert“, zeigt sich Loest ganz sachlich, könnte über die verletzungsbedingten Ausfälle seiner Mittelleute Chris Meiser (Schulter) und Mark Tetzlaff (wurde gestern an der Leiste operiert) klagen, tut dies aber nicht.

„Wir müssen versuchen, mit den Leuten, die wir zur Verfügung haben, das Beste aus der Situation zu machen.“ Was ja zuletzt alles andere als schlecht klappte. Die Personalsituation ein wenig erfreulicher zu gestalten, indem man Spieler aus der Landesliga-Crew mit ins Boot holt, darüber hat Loest zwar schon nachgedacht, sich aber noch nicht endgültig entschieden. „Ich werde voraussichtlich niemanden mitnehmen, denn diejenigen, die sich anbieten würden, wären dann festgespielt“, hat er natürlich auch den Blick für die Reserve des Vereins, die in der Landesliga momentan ungeschlagener Spitzenreiter ist.

Doch es deutet sich an, als sollte es ein wenig Licht am Ende des Tunnels geben. Mittelmann Chris Meiser hat von seinen Ärzten grünes Licht bekommen, kann ganz langsam wieder mit dem Training anfangen. Dabei wird es allerdings noch eine Weile dauern, ehe er ins Mannschaftstraining einsteigen kann. „Wir machen mit ihm überhaupt keine Experimente. Die Zeit, die es dauert, dauert es eben“, möchte Loest nur einen absolut fitten Meiser einsetzen.

Außerdem spielen: TSG MünsterDJK Rimpar Wölfe (Sbd., 18 Uhr), HC Aschersleben Alligators –HSG Kleenheim (Sbd., 19 Uhr), HSG Gensungen-Felsberg – Dessau-Roßlauer HV, HSC Bad Neustadt – TG Münden, SG LVB Leipzig – ESV Lok Pirna (alle Sbd., 19.30 Uhr), HSC Coburg – GSV Eintracht Baunatal (So., 17 Uhr).

Von Vicki Schwarze