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Regional Betreiber weist Kritik an Sparkassen-Arena zurück
Sportbuzzer Sportmix Regional Betreiber weist Kritik an Sparkassen-Arena zurück
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19:50 08.09.2011
Bundesligataugliche Halle mit kleinen Problemen: die Sparkassen-Arena am Opening Day der Basketballer. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Auch die überwiegende Mehrheit der knapp 1200 Besucher war angetan von den räumlichen Gegebenheiten und der Qualität der künftigen Heimspielstätte der Göttinger Erstliga-Korbjäger. Nach wie vor gibt es aber offenbar Zuschauer, die die Halle in Bausch und Bogen ablehnen und den Umzug aus der Lokhalle als Zumutung empfinden. Doch die Zahl der Pauschalkritiker sei deutlich zurückgegangen, so der Eindruck von GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey und seines S5-Kollegen Marc Franz.

Beschwerden über konkrete Mängel und beim Opening Day aufgetretene Unannehmlichkeiten nehme er durchaus ernst, versichert Frey. Wenn möglich, würden Defizite abgestellt. Die Kritik habe sich auf drei Punkte konzentriert: schweißtreibende Temperaturen inklusive stickiger Luft, unbequemes Sitzen auf Holzbänken und schlechte Sicht aufs Spielfeld von einigen oberen Tribünenplätzen. „Die schlechte Luft in der Halle hing mit den 30 Grad Außentemperatur zusammen“, erläutert Frey. „Aufgrund der Wetterprognosen haben wir die Halle über Nacht geöffnet, um kühle Luft reinzulassen, und sie morgens geschlossen, um die Temperatur zu halten. Irgendwann war aber der CO2-Gehalt so hoch, dass wir wieder aufmachen mussten, so dass die heiße Luft hereinströmte. So hohe Temperaturen dürften während der Basketball-Saison die Ausnahme sein. Falls wir die Erfahrung machen, dass die natürliche Belüftung nicht ausreicht, wird zur nächsten Saison eine Klimaanlage installiert. Gekühlt wird dann kostengünstig und umweltfreundlich mit Leinewasser. Vorgerüstet dafür haben wir. Aus Kostengründen war die zwischen 60    000 und 80    000 Euro teure Installation noch nicht möglich.“

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Die Sichteinschränkungen sollen verbessert werden, verspricht Frey, mit den Holzbänken müssten die Zuschauer allerdings leben. „Wenn wir durchgehend Einzelsitze eingebaut hätten, hätte die Halle bei der jetzigen Platzkapazität mehrere Meter breiter werden müssen. Dann wäre sie aber um einen siebenstelligen Betrag teurer geworden. Mehr als die sieben Millionen Euro, die wir investiert haben, waren einfach nicht drin“, unterstreicht Frey. „Ich denke, die Leute sind gut beraten, sich zu bescheiden. Wer hochklassigen Basketball in Göttingen sehen will, muss halt seinen Beitrag leisten. In der Godehardhalle sind wir 38 Jahre lang mit Holzbänken gut gefahren.“

Forderungen, wegen des gegenüber der Lokhalle geringeren Komforts die Eintrittspreise zu senken, erteilt Marc Franz eine deutliche Absage. „Die Preise sind ein wichtiger Teil unserer Finanzierung. Wir zahlen zwar weniger Miete als die 200     000 Euro für die Lokhalle, aber immer noch einen sechsstelligen Betrag. Die Aufbaukosten werden höher sein, da wir wegen des Schulsports 17-mal auf- und abbauen müssen, neben dem Parkett auch jedes Mal die Tribünen. Man muss aber auch die Vorteile gegenüber der Lokhalle sehen. Wir können erstmals einen zuverlässigen Terminplan mit fast ausschließlich Wochenendspielen anbieten. Und wem die Holzbänke zu unbequem sind, der kann sich ein Sitzkissen mitbringen oder im BG-Shop eines mit Veilchen-Logo kaufen“, schlägt der S5-Geschäftsführer vor. „Im Fußball ist das ein fast unentbehrlicher Fan-Artikel.“