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Bilshäuser landet bei Etappenlauf durch die Alpen im Vorderfeld

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16:14 23.07.2021
Matthias Schwarze beim "Salomon 4 Trails" in den österreichischen Alpen.
Matthias Schwarze beim "Salomon 4 Trails" in den österreichischen Alpen. Quelle: Matthias Schwarze
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Göttingen

Traumwetter, spektakuläre Strecken und beeindruckende Landschaften haben die Teilnehmer an den „Salomon 4 Trails“ über 108 Kilometer und 6740 Höhenmeter in den österreichischen Alpen erlebt. Dabei ging es von Imst über Wenns/Pitztal, Ried/Oberinntal und Pfunds bis zum Finalort Nauders. Auch drei Sportler aus der Region waren dabei: Matthias Schwarze aus Bilshausen sowie Nadine Grüneberg und Sebastian Jägerfeld aus Hörden.

Bei den Männern setzte sich nach den vier Trails (Wege, Strecken) Korbinian Lehner (Erlangen/Salomon Running Team Deutschland) in der Gesamtzeit von 10:13:37 Stunden vor seinem Teamkameraden Lukas Sörgel (Weißenburg) und dem Österreicher Matthias Mattle durch. Bei den Frauen dominierte die Münchnerin Kim Schreiber (Adidas Terrex/Suunto) mit vier Tagessiegen in 11:39:40 Stunden vor Lena Laukner aus Dresden und Aoife Quigly aus Heidelberg.

Grüneberg etablierte sich mit konstanter Leistung im Mittelfeld, Schwarze und Jägerfeld landeten im Gesamtklassement in den Top 30 von rund 340 Athleten Schwarze schaffte dabei auf Etappe drei einen Podiumsplatz, belegte in seiner Altersklasse der Master Men den dritten Rang.

340 Athleten aus 17 Nationen sind dabei

Die letzte Etappe verlangte den 340 Athleten aus 17 Nationen noch einmal alles ab: Als der Pfundener Bürgermeister das Feld auf die 27,7 Kilometer lange Strecke in Richtung Süden schickte, lagen die Temperaturen im Tiroler Oberland bereits bei weit über 20 Grad. „Die Schlussetappe mit der Überquerung des 2397 Meter hohen Zadresjochs war wunderschön, hatte es aber nochmal in sich“, berichtet Schwarze. „Das Spitzentrio machte im steilen Aufstieg mächtig Druck, blieb aber zusammen und lief sogar gemeinsam über die Ziellinie.“

Spätestens am Nachmittag erreichten auch die letzten Trailrunner und Hiker (Wanderer) das Ziel Ortsmitte von Nauders. Der 1394 Meter hoch gelegene Ort hatte sich mächtig ins Zeug gelegt für ein emotionales Finale der Veranstaltung. Hiker waren erste zum zweiten Mal in der Geschichte der „Salomon 4 Trails“ an den Start gegangen.

„Es gab tollen Spitzensport über vier Tage, dazu eine große Menge von Anfängern, Familien und Paaren, die gekämpft haben und schließlich total glücklich waren, das Ziel in Nauders zu erreichen“, verdeutlicht Schwarze, für den die Trail-Veranstaltung eine „gelungene Mischung aus Spitzen- und Breitensport“ darstellte.

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An sämtlichen vier Wettkampftagen sei die 2000-Meter-Grenze überschritten worden. „Die Trails waren wunderschön, nicht zu technisch, sondern genau richtig ausgewählt“ schwärmt Schwarze. Im nächsten Jahr startet der Etappenlauf in Nauders und wird wahrscheinlich um das Vinschgau führen. „Ziel ist es, in den nächsten drei Jahren auf immer neuen Trails in Richtung Gardasee zu laufen“, berichtet Schwarze.

Bei der diesjährigen Ausgabe sei die Corona-Pandemie ein Faktor gewesen, so Schwarze weiter. So sei die Durchführung bis wenige Wochen vor dem Start noch nicht gewiss gewesen, sämtliche Starter hätten vor dem Start und auf jeder Etappe einen Test absolvieren oder Impf- oder Genesenennachweis mit sich führen müssen. Darüber hinaus hätte es – auch an den Verpflegungsstationen – ein Hygienekonzept gegeben, und das allabendliche Strecken- und Wetterbriefing sowie die Bilder und Videos des Tages seien online übermittelt worden.

Von Eduard Warda