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Regional Bonenberg’scher Energy-Drink für Staffelleiter
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21:01 11.07.2011
Sorgenkind „Schiedsrichterwesen“: Im Fußball-Kreis lassen sich immer weniger Fußball-Interessierte zu Referees ausbilden.
Sorgenkind „Schiedsrichterwesen“: Im Fußball-Kreis lassen sich immer weniger Fußball-Interessierte zu Referees ausbilden. Quelle: Pförtner
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„Vor einem Jahr habe ich an gleichen Stelle noch betont, dass sich der Fußballkreis Göttingen unter Wert schlägt. Durch den triumphalen Aufstieg des RSV 05 in die Oberliga verlieren meine damaligen Worte heute völlig an Bedeutung, wenngleich die SVG und bedauerlicherweise Holtensen keine Rolle mehr spielen“, eröffnete Bonenberger. Zugleich mahnten sowohl er als auch Kreis-Vorsitzender Hans-Jürgen Lotz die rückgängigen Mannschaftszahlen an. „In der kommenden Saison treten 15 Teams weniger im Kreis an und die Prognosen sehen weitere Rückgänge vor“, so Lotz. Sind diese kommende Spielserie besonders durch das Ausscheiden der Damen-Teams aus Thüringen und Osterode bedingt, bereiten den Funktionären vor allem die sinkenden Meldungen im Jugendbereich Sorgenfalten. 35 Teams weniger als in der abgelaufenen Serie nehmen am Spielbetrieb teil. „Ab 2013 fusionieren wir in diesem Bereich mit dem Fußballkreis Osterode“, informierte Lotz, ehe ihm das nicht sonderlich kooperationsfreudige Mikrofon abermals versagte.

Viel Lob zollte hingegen Kreis-Lehrwart Thomas Hellmich seinen Mitstreitern. Die Trainerfortbildungen werden gut angenommen, Pilot-Projekte mit der Universität und der JVA Rosdorf steigern mediales Interesse. „Dennoch müssen wir in Göttingen noch mehr daran arbeiten, junge Spieler in den fußballerischen Grundlagen zu entwickeln“, erklärte Hellmich. Gegensätzliches hatte der Schiedsrichter-Beauftragte Christian Rahlfs zu berichten. Die Beteiligung an den Lehrabenden ließe zu Wünschen übrig. „Die Vereine kümmern sich auch zu wenig um ihre eigenen Referees. Da gibt es teilweise horrende Kommunikationsprobleme“, kritisierte der Seulinger.

Und als hätte er ein gesondertes Gespür, erstickte Alfred Bonenberger, die nach Rahlfs Vortrag aufkommende Unruhe im Keim. Beim Batteriewechsel des unwilligen Mikros, ließ er eine der kleinen Duracell-Kapseln ins Colaglas von Staffelleiter Carsten Jahns fallen, was Stefan Kanbach unter schallendem Gelächter mit einem „wir haben einen neuen Energy-Drink“ quittierte.

Aufgemuntert vom Running Gag des Tages lauschten die Geladenen den Ausführungen vom Sportgerichts-Vorsitzenden Jürgen Treidler im Fall der SG Lenglern. „Ein abschließendes Urteil wird hoffentlich am Donnerstag gefällt“, erläuterte Treidler. „Im schlimmsten Fall wird sich der Saisonstart in der Kreisliga dadurch sogar verzögern“, ergänzt Hans-Jürgen Lotz.
Definitiv auf Mittwochabend, 14. September, vorgezogen wird der zwei Tage später terminierte Spieltag im Kreis, aufgrund einer Partie der U-17-Auswahlen von Italien und den Niederlanden im Jahnstadion am 16. September. „Wir wollen dieses Spiel einem möglichst großem Publikum bieten“, begründet Lotz die Entscheidung. Einen Auftritt der U-21 oder gar der Damen-Nationalelf an der Leine erwartet der Münder hingegen nicht in absehbarer Zeit. „Das fehlende Flutlicht im Jahnstadion schließt solche Spiele in Anbetracht der späteren Anstoßzeit wohl aus“, so der Kreis-Vorsitzende.

Im Rahmen der Staffeltagung wurde die SG Bühren/Scheden als Fairplay-Sieger ausgezeichnet. Mit einem herausragenden Fairness-Quotienten von lediglich 0,61 erhielt der 3. Kreisklassist einen Satz Wendeshirts. Die Goldene Ehrennadel des Kreises als höchste Ehre wurde Manfred Förster, Hans Kolter sowie Günter Welge für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zuteil. Zudem erhielten die Staffelsieger ihre Urkunden aus den Händen von „Energy-Braumeister“ Bonenberger, der die Tagung nach der Auslosung der 1. Runde im Kreispokal (12./14. August) ganz ohne obligatorisches Glöckchen schloss.