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Regional Bosnischer U-19-Nationalspieler hält sich momentan bei Sparta fit
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11:43 27.01.2011
Im Einsatz für Sparta, Sehnsucht nach dem Profifußball: Mahir Karic nach dem Testspiel gegen den RSV 05.
Im Einsatz für Sparta, Sehnsucht nach dem Profifußball: Mahir Karic nach dem Testspiel gegen den RSV 05. Quelle: Theodoro da Silva
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Mahir Karic ist U-19-Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina und einer von unzähligen osteuropäischen Nachwuchsakteuren, deren Wunsch ein Profivertrag im Westen ist – ein schwieriges Vorhaben.

Karic hat Verwandte in Göttingen, lebt momentan bei seinem Cousin. Fit hält er sich bei Sparta – naheliegend, zumal Spielertrainer Esmir Muratovic selbst Bosnier ist und dadurch dolmetschen kann. Zustande kam der Kontakt über den Veranstalter des Lokhallen-Turniers Lutz Renneberg sowie Nachwuchstrainer Dieter Fischbach, unter dem einst Karics Cousin trainiert hat.

„Erst mal sehen, was er so drauf hat“, sagte sich Renneberg, als die Anfrage kam, ob er behilflich sein könne. Ein Test bei Prof. Jürgen Freiwald aus dem Betreuerstab von 96-Trainer Mirko Slomka, dessen Manager Renneberg ist, verlief gut, sein Auftritt für den HSV in der Lokhalle weniger. Ein Magen-Darm-Infekt behinderte den 18-Jährigen, und in der jüngeren HSV-Mannschaft, die in der Zwischenrunde ausschied, vermochte er kaum aufzufallen.

Aber aufgeben gilt nicht, und so steht in dieser Woche ein Probetraining beim SC Freiburg und Anfang Februar eins beim FC Fulham auf dem Programm. Für Sparta wäre der Offensivspieler eindeutig eine Verstärkung, Karic sei jedoch zu Höherem geboren, unterstreicht Muratovic. „Er hat Qualität und Potenzial für mehr in seinem Leben, aber es macht Spaß, ihn im Training zu sehen“, sagt der Spartaner. „Ich hoffe, dass er es schafft.“

Das Problem: Die Kontingente der Nachwuchsteams von Profiklubs haben in der Regel die Höchstgrenze an Nicht-EU-Ausländern erreicht, was auch für England gilt. Und Karic ist bereits 18 Jahre alt. Er sei „für alles offen“, sagt der Bosnier, nachdem er gegen den RSV 05 nur hin und wieder, etwa mit einem Doppelpass, sein Können aufblitzen ließ. „In Bosnien kennt man nur eine Richtung – nach vorn. In Deutschland wird viel mehr Wert auf die Defensive gelegt“, sagt er schmunzelnd.

Von Eduard Warda