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Regional Bovenden kassiert in 45 Minuten fünf Gegentore
Sportbuzzer Sportmix Regional Bovenden kassiert in 45 Minuten fünf Gegentore
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23:15 07.11.2010
Kurz vor dem Hakenschlagen: Sparta-Torschütze Iwan Yousif (links) im Zweikampf mit dem Bovender Daniel Vollbrecht.
Kurz vor dem Hakenschlagen: Sparta-Torschütze Iwan Yousif (links) im Zweikampf mit dem Bovender Daniel Vollbrecht. Quelle: Theodoro da Silva
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Eigentlich sollte die Partie in Bovenden ausgetragen werden, der Platz dort war jedoch unbespielbar. Noch am Sonnabend hatten die Bovender deswegen mit einer Spielabsage geliebäugelt. Schließlich sprach sich BSV-Trainer Wolfhard Kratzert für den Tausch des Heimrechts und damit den Anpfiff am gestrigen Sonntag bei Sparta aus. „Wir wollen im Tritt bleiben, und einmal müssen wir ja doch gegen Sparta spielen“, sagte Kratzert.

BSV-Keeper Fahlbusch fiel wegen des 65. Geburtstags seiner Mutter aus, für ihn hütete Maximilian Nagels das Bovender Gehäuse. Gleich in der 1. Minute hatte er Gelegenheit, sich auszuzeichnen, als er einen Stehl-Schuss reflexartig mit dem Fuß abwehrte. Nicht so gut lief es für Nagels dann in der 14. Minute, als er einen 20-Meter-Schuss von Weska unter dem Körper durchrutschen ließ – die Führung für Sparta.

In der Folge klappte in der BSV-Defensive fast gar nichts mehr. Stellungsfehler wechselten sich mit unnötigen Ballverlusten ab, und die Spartaner kombinierten sich immer wieder sehenswert vor das Bovender Tor. Vor allem der agile Weska sorgte für Gefahr. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause erhöhten Matezki und Yousif, der den rotgesperrten Zackenfels vertrat, auf 5:0, und der BSV konnte froh sein, dass er nicht noch mehr Gegentreffer kassiert hatte.

In der Halbzeit stellte Kratzert um und brachte Burkhardt für Möller. Bovenden stand nun kompakter, Sparta machte allerdings auch nicht mehr als nötig. In der BSV-Offensive zog nun der stärker werdende Dellemann die Fäden. „Willi“ leitete auch die beste Bovender Chance ein, als er gefühlvoll auf Koch flankte, der jedoch am langen Pfosten den Ball volley über die Latte jagte (72.). Ein Foul an Weska kurz vor Spielende und der Treffer zum 6:0 durch den Gefoulten, der selbst schoss, sorgten schließlich für den Endstand (88.).

„Der Schuss zum 1:0: Das kann passieren. Danach haben wir allerdings den Faden verloren“, resümierte Kratzert. Nach der Pause habe sein Team zwar aggressiver gespielt, Sparta aber auch einen Gang zurückgeschaltet. Sein Gegenüber Heiko Bause war mit der ersten Hälfte seines Team „hochzufrieden“, wegen der zweiten jedoch „stinksauer“: Bause vermisste Laufbereitschaft, außerdem seien Zweikämpfe nicht angenommen worden. Einer, der zukünftig nicht mehr für Sparta aufläuft, ist Marjan Petkovic. Weil er momentan keine Perspektive mehr habe, sei die Trennung einvernehmlich gewesen, unterstrich Bause.

Sparta: Feddern (68. Zöllner) – Preis – Huck, Sen (57. Buermann) – Pochopien, Jasarov – Stehl, Muratovic, Matezki – Weska, Yousif. – BSV: Nagels – Möller (46. Burkhardt), Koch, Vollbrecht, Kürzinger – Krake, Schulz, Ha. Noureddine, Hähnel – Hichert, Dellemann. – Tore: 1:0 Weska (14.), profitiert von Nagels-Patzer; 2:0 Stehl (16.), überlupft den BSV-Keeper nach Weska-Zuspiel; 3:0 Stehl (25.), trifft nach Steilpass von Yousif; 4:0 Matezki (42.), ist nach Weska-Querpass mit der Pike erfolgreich; 5:0 Yousif (43.), trifft umringt von BSV-Defensivspielern ins Netz; 6:0 Weska (88./FE), trifft per Strafstoß nach Foul an ihm selbst.

Von Eduard Warda