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Regional Bovender SV unter Druck
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19:48 04.11.2010
Unterschiedliche Blickwinkel: Der BSV, hier beim Sparkassen-Cup 2009 mit Alaa Karim (hinten), schaut die Tabelle von fast ganz unten an, Sparta mit Marjan Petkovic von oben.
Unterschiedliche Blickwinkel: Der BSV, hier beim Sparkassen-Cup 2009 mit Alaa Karim (hinten), schaut die Tabelle von fast ganz unten an, Sparta mit Marjan Petkovic von oben. Quelle: Theodoro da Silva
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Bovender SV – Sparta. 1:1 gegen Schlusslicht Wulften – am vergangenen Wochenende zu wenig für den Gastgeber, der einen Platz und zwei Punkte vor den Abstiegsrängen rangiert. „Uns fehlt in dieser Situation die Kaltschnäuzigkeit. Gegen Ende des Spiels haben wir zwei große Chancen ausgelassen“, sagt Wolfhard Kratzert, Trainer des abstiegsbedrohten Teams. Aus drei Spielen gegen jene Mannschaften, die noch hinter dem BSV liegen, hat man somit nur zwei Punkte geholt. „Zu wenig“, sagt Kratzert.

Mit 15 Spielern sei sein Kader „einfach zu klein“, klagt der Coach. Außerdem hätten einige Spieler nicht das notwendige Niveau. „Die Mannschaft ist nicht gut für die Bezirksliga aufgestellt.“ Was sind die Gründe dafür? „Wir haben viele Spieler angesprochen, doch die haben sich für andere Klubs entschieden“, sagt Kratzert. Einige von ihnen seien auch schlicht und einfach zu teuer gewesen.
Abteilungsleiter Wolfgang Hungerland hat noch ein anderes Problem ausgemacht: „Bei einigen Leuten stimmt die Einstellung nicht“, sagt er. Außerdem seien viele junge Spieler relativ unerfahren – wenn sich nur zwei Spieler verletzen, muss Kratzert auf A-Junioren zurückgreifen. Hungerland: „Es kommt eins zum anderen.“

Dringend benötige man nun in der Winterpause zwei Stürmer, „die in der Saison auch mal zehn Tore schießen“, fordert der Trainer. Momentan setzt sich der BSV-Angriff aus Andreas Dellemann und Timo Hichert zusammen. Dellemann ist seit einiger Zeit hin und wieder beruflich verhindert, Hichert ist erst 18 Jahre alt. „Wir sind nicht ganz ohne Kohle, aber Riesensprünge können wir nicht machen“, sagt Hungerland. Das Problem bei Transfers in der Winterpause sei die momentane Situation der Bovender. „Die Leute sagen sich: Der BSV sucht. Da können wir verlangen, was wir wollen.“ Doch Hungerland hat „keine Lust auf Abzocker, denen der BSV scheißegal ist“. Ein „paar Kontakte“ gebe es bereits, Entscheidungen sind jedoch nicht vor Januar zu erwarten.

Gegen Sparta ist der Einsatz von Keeper Marcus Fahlbusch fraglich, dessen Mutter 65. Geburtstag feiert. Hassan Noureddine ist nach seinem Platzverweis für mindestens vier Wochen rotgesperrt, und Patryk Kowalski ist wegen Differenzen mit seinem Trainer nicht dabei. „Von meiner Seite aus lässt sich das ausräumen“, sagt Kratzert.

Bei Sparta fehlt der noch zwei Wochen gesperrte Benjamin Zackenfels, der Einsatz von Ali Nasreddine ist fraglich. Dafür ist Lukas Pochopien wieder dabei. „Wir werden alles dafür tun, einen Punkt zu holen“, unterstreicht BSV-Coach Kratzert, dessen Ziel mindestens fünf Punkte aus den vier Partien vor der Winterpause sind. „Am Sonntag könnten wir damit eigentlich anfangen“, sagt er.

FC Merkur Hattorf – SC Hainberg. War das die Wende zum Besseren? Das 1:0 gegen Bilshausen, vor dem Trainer Oliver Gräbel sein Team aufgefordert hatte, aus der „Komfortecke“ herauszukommen, dürfte den SC-Spielern Selbstvertrauen gegeben haben. Jetzt noch ein Erfolg in Hattorf, und man hat den Anschluss ans Mittelfeld geschafft.

TSV Bremke/I. – SCW. Der Aufsteiger hat sich oben festgesetzt, der Absteiger aus Weende hat zuletzt Landolfshausen durch ein 3:0 vom zweiten auf den dritten Platz geschubst – beste Voraussetzungen für eine packene Auseinandersetzung.

TSV Landolfshausen – Germania Breitenberg. Im Spitzenspiel empfängt der Dritte den Zweiten. Trotz zweier Niederlagen in Folge kann Trainer Martin Wagenknecht seinem Team bis auf die schlechte Chancenverwertung keinen Vorwurf machen. Außerdem nütze es nichts, „jetzt draufzuhauen“, schließlich habe man „nicht zweimal grottenschlecht gespielt“. Fragezeichen stehen hinter den erkrankten Verteidigern Dominic Busse und Robert Eschholz.

Von Eduard Warda