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Regional Brandes gibt gegen Schlusslicht sein Comeback
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14:54 22.03.2012
Comeback nach Daumenbruch: HG-Akteur Hubertus Brandes – hier gegen Dingelbes Kenny-Lutz Blotor – steht im Aufgebot.
Comeback nach Daumenbruch: HG-Akteur Hubertus Brandes – hier gegen Dingelbes Kenny-Lutz Blotor – steht im Aufgebot. Quelle: Pförtner
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Rosdorf

Der Coach hat ein mulmiges Gefühl, und der Gast reist mit einem bekannten Trainer an. „Mit knapp 48 Jahren ist es nun langsam an der Zeit, mich in anderer Funktion zu engagieren. Die vielen Jahre Leistungshandball haben doch ganze schöne Spuren bei mir hinterlassen, und montags ohne Schmerzen aufzuwachen hat auch seine Vorteile,“ erzählt der ehrgeizige Vollbluthandballer Goran Krka, der im vergangenen August seine Karriere beendet hat.

Der gebürtige Bosnier, der unter anderem bei Eintracht Hildesheim in der Bundesliga spielte, wechselte 2010 vom Landesligisten SVE Bad Salzdetfurth nach Himmelsthür und schaffte gleich im ersten Jahr den Aufstieg. Anfang Juni endet nun nach knapp zweijähriger Tätigkeit der Trainerjob beim TuS. In der kommenden Saison übernimmt Krka die Bundesliga A-Jugend des TSV Hannover-Anderten.

Zuvor gastiert Krka aber als Tabellenletzter in Rosdorf. Als Außenseiter – sollte man meinen. Doch Jaissle hat mächtig Bammel vor den Gästen, wenn immer er an das unglückliche 30:30 im Hinspiel und damit an die „gefühlte Niederlage“ denkt. Die HG hatte zuvor im Hildesheimer Ortsteil noch 24:21 und kurz vor dem Abpfiff noch 30:29 geführt. Schlechte Erfahrungen hat die HG mit einem Tabellenletzten zu Hause bereits schon einmal gemacht.

Vor dem Spiel der Spiele

Als Favorit im ersten Match des neuen Jahres gegen das damalige Schlusslicht SG Hohnhorst-Haste ins Spiel gegangen, hatten sich die Schützlinge von Trainer Jaissle am Ende mit einer 25:26-Niederlage kräftig blamiert. „Deswegen bin ich jetzt ein wenig unruhig. Wir stehen jetzt gegen Himmelsthür vor dem Spiel der Spiele. Gewinnen wir, dann haben wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun. Verlieren wir allerdings, dann rutschen wir wieder mitten ins Schlamassel.“ Und das will Jaissle verhindern. „Also muss ich die Mannschaft motivieren. Und das Team muss sich konzentrieren, damit wir eine Topleistung abrufen können.“ 

Und das mit Hubertus Brandes, der nach seinem Daumenbruch im Spiel gegen Hohnhorst-Haste erstmals wieder mit von der Partie ist. Dafür haben die Gäste einen schmerzlichen Verlust zu beklagen. Mit Sebastian Wellnitz hat sich bei der 25:31-Heimniederlage einer der Spielgestalter im Spiel gegen Alfeld den Ringfinger der Wurfhand gebrochen und fällt für vier bis sechs Wochen aus. Erfolgreichster Torjäger der Gäste ist Bastian Harendt (104/59). Und mit ihm wollen die Hildesheimer Vorstädter an das letzte Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten VfL Hameln anknüpfen, das zwar 22:28 verloren ging, dennoch Hoffnungen weckte: „Wenn wir so immer spielen würden, stünden wir in der Tabelle ganz wo anders,“ unterstreicht der Kroate Krka.

Von Ferdinand Jacksch