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Regional Canberra macht Eichsfelder Pferdesportler stolz
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19:52 30.03.2012
Kathleen Fredershausen auf Canberra R: Schnappschuss vom M-Springen in Nesselröden.
Kathleen Fredershausen auf Canberra R: Schnappschuss vom M-Springen in Nesselröden. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Als  Fünfjährige war  Canberra R zu den Fredershausens gekommen. Zuerst saß Vater Jörg auf ihrem Rücken, dann übernahm Tochter Kathleen die Aufgabe. „Es war von vornherein der Plan, Canberra schön auszubilden und dann weiterzugeben“, erklärt Joachim Geilfuß (Duderstadt), Vorsitzender des Kreisreiterverbandes Göttingen und internationaler Richter, der Ende vergangenen Jahres auch den Kontakt zum neuen Besitzer Hans-Dieter Dreher herstellte. Dass dieser mit seiner Neuerwerbung in der Hallensaison 2011/12 auf Anhieb derart auftrumpfte, macht für Kathleen Fredershausen eins deutlich: „Canberra ist wirklich ein Ausnahmepferd.“

„Ich war noch nie so erfolgreich“

„Ich war noch nie so erfolgreich“, blickt die 22-jährige Arzthelferin auf ihre Zeit mit Canberra zurück. „Wir waren in der letzten Saison bei jedem M-Springen platziert, Zweite bei der Bezirksmeisterschaft  und Dritte beim Ruch-Cup“, zählt Fredershausen die gemeinsame Bilanz auf. Obwohl sie wusste, dass sie Canberra nur auf Zeit ritt, fiel ihr der Abschied von ihrer Sportpartnerin dann doch schwer: „Man hat ja eine Verbindung zu dem Pferd.“ Den Abgabetermin hätten ihr Vater und ihr Förderer Geilfuß gut gewählt, erzählt sie, und nach der Trennung sei es ein schönes Erlebnis gewesen, bei Canberras Debüt mit Dreher in Braunschweig live dabei sein zu dürfen: „Es war mir wichtig zu sehen, wie es Canberra geht.“

Dasselbe noch einmal

„Und dasselbe machen wir jetzt noch einmal“, kündigt Geilfuß schmunzelnd an. Er hat mit der fünfjährigen Coco und der ein Jahr älteren Cordella zwei Pferde von Ex-Weltmeister Franke Sloothaak ans Reitcenter Fredershausen vermittelt. Die Halbgeschwister von Canberra (ebenfalls Abkömmlinge des früheren Landbeschäler-Hengstes Cyrano de Bergerac) sollen jetzt über einen ähnlich langen Zeitraum wie vorher Canberra von Kathleen (Cordella) und ihrer Schwester Lena (Coco) ausgebildet werden. Kathleen Fredershausen will mit Cordella zunächst verstärkt bei Springpferdeprüfungen starten, anfangs nur für L-Springen melden und ab Mitte der Saison eventuell auch einmal ein leichteres M-Springen gehen.

Cordella soll, ihre Reiterin will sich während der Zusammenarbeit fortentwickeln. Wird die Duderstädterin selbst auch einmal international starten? Kathleen Fredershausen: „Dazu braucht man viele gute Pferde, außerdem ist es ein hoher Zeitaufwand. Da will ich mich nicht soweit aus dem Fenster lehnen.“

Von Michael Bohl