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Regional Challenge Roth Triathlon 2013: Daniel Hublitz denkt ans Aufgeben
Sportbuzzer Sportmix Regional Challenge Roth Triathlon 2013: Daniel Hublitz denkt ans Aufgeben
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21:22 15.07.2013
Von Vicki Schwarze
Daniel Hublitz, Ingo Degener, Julia Deppe und Jens Würriehausen starten beim Iron-Man in Roth (v.l.).
Daniel Hublitz, Ingo Degener, Julia Deppe und Jens Würriehausen starten beim Iron-Man in Roth (v.l.). Quelle: Lüder
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Roth/Eichsfeld

Aber der 33-jährige Marktmanager bei Ottobock war am Ende keineswegs traurig über sein Ergebnis. „Nach einem solchen Verlauf bin ich einfach nur froh, es geschafft zu haben“, berichtete ein unglaublich erschöpfter, aber nicht unzufriedener Daniel Hublitz.

Die Hitze war absolut kräftezehrend im bayrischen Roth, wobei der Wettbewerb für den Eichsfelder ganz gut begann. Nach 1:07 Stunden und 3,8 Kilometern im Main-Donau-Kanal stieg er nach einem schnellen Wechsel aufs Rad, fuhr eine überragende erste Runde mit einem 36er Schnitt. Die zweite Runde wurde dann schon ein wenig langsamer, trotzdem waren 5:15 Stunden für die anspruchsvolle Strecke eine sehr gute Leistung. Unvergesslich war für ihn erneut der Solarer Berg. „Da peitschen einen zwischen 20 000 und 25 000 Zuschauer den Berg hoch, da vergisst du alle Schmerzen“, berichtete er.

Seitenstiche und Magenschmerzen

Die aber wiederkommen sollten, und zwar schneller, als ihm lieb war. Bereits nach 3000 Metern machte sich in seinem Kopf der Gedanke ans Aufgeben breit. Seitenstiche und Magenschmerzen versüßten ihm die folgenden Kilometer nicht gerade. „Bei Kilometer sieben musste ich sogar eine Gehpause machen“, erinnert er sich nur ungern an diese Schwächeperiode. Bei Kilometer 18 standen dann seine Begleiter aus dem Eichsfeld, inklusive Freundin Jana Klingebiel, und trieben ihn noch einmal an.

„Bei der nächsten Versorgungsstation habe ich von Powerriegeln, Bananen über Wasser und Cola alles zu mir genommen, was ich kriegen konnte, und dann ging es auch recht gut. Ich habe dann praktisch die siebte, achte Luft bekommen. Es war die härteste Finisher-Medaille, die ich mir je erkämpft habe“, so Hublitz, der sich jetzt erst einmal auf eine Woche Sonne und Nichtstun auf Mallorca freut. Und in nächster Zeit bestimmt keinen Iron-Man-Triathlon bestreiten wird.

Laufstrecke am Main-Donau-Kanal

„Es reicht jetzt erst einmal“, war der Extremsportler angesichts der Strapazen bedient. So erging es offensichtlich auch ganz vielen Mitstreitern. „Ich habe noch nie so viele Teilnehmer gesehen, die so kaputt und mit ihren Kräften am Ende waren wie in diesem Jahr“, berichtete der 33-Jährige. „Man musste schon ganz schön leiden, denn beispielsweise die Laufstrecke führte am Main-Donau-Kanal in praller Sonne entlang.“

Davon konnte auch Ingo Degener aus Rhumspringe ein Lied singen. Er gehörte gemeinsam mit Jens Würriehausen und Julia Deppe zu der Eichsfelder Staffel, die in Roth am Start war. Für Degener war es der erste Marathon überhaupt. Von daher konnte er mit seiner Zeit von 3:57 Stunden ausgesprochen gut leben. Sehr zufrieden war auch Schwimmer Jens Würriehausen, der nach 1:24 Stunden das Ziel erreichte. „Er hat seine Sache wirklich  gut gemacht“, lobte Hublitz. „Ich habe mich super gefühlt“, freute sich Julia Deppe, die die 180 Kilometer in 5:44 Stunden absolvierte. „Die Stimmung war einfach phantastisch“, beschrieb sie die Atmosphäre.

Am Abend waren sich dann alle einig, einen tollen Tag verlebt zu haben und feierten, sofern es die müden Beine zuließen, ausgelassen. „Dieser Film ist während des Laufens immer in meinem Kopf abgelaufen. Alle feiern, und du hast das Ziel nicht erreicht, wenn du jetzt aufgibst“, erinnerte er sich an seine schwachen Momente in Roth.

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