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Regional Damenvolleyball: Tuspo Weende verliert zum Auftakt
Sportbuzzer Sportmix Regional Damenvolleyball: Tuspo Weende verliert zum Auftakt
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16:18 23.09.2013
Streckt sich umsonst: Weendes Maren Schmeling (r.) unterliegt mit ihrem Team Aufsteiger SV Bad Laer II mit 1:3. Quelle: Pförtner
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Weende

„Ich kann nicht gut verlieren, also wurmt mich die Niederlage gegen einen wirklich starken Gegner. Aber richtig unzufrieden kann ich nicht sein, meine Mannschaft hat über weite Strecken ein tolles Spiel gezeigt, das Positive überwiegt eindeutig“, sagte Harms nach dem Match.

Lob für die Weenderinnen kam auch von Gästetrainer Stefan Bertelsmann: „Bei Weende haben mir Claudia Rausch, Katinka Rinke, Christina Kruse und Olga Moser außerordentlich gut gefallen. Unser bestes Element war die Feldverteidigung. Das war der Schlüssel für unseren Sieg. Mit der gezeigten Leistung werden beide Teams sich sicher am Ende der Saison im vorderen Tabellenbereich wiederfinden.“

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Zu Spielbeginn war Tuspo anzumerken, dass die Regionalliga für einige Spielerinnen sportliches Neuland ist. Die Gastgeberinnen agierten nervös und begangen unnötige Fehler. Auch die zurückgekehrten Routiniers Rausch und Rinke sorgten noch nicht für die nötige Ruhe und Stabilität.

Anfangsnervosität wie weggeblasen

Das junge Team aus  Bad Laer – die Gäste haben ein Durchschnittsalter von 18 Jahren – spielte dagegen beeindruckend abgeklärt und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent aus. So kamen am 25:15-Satzgewinn nie Zweifel auf. Doch Heier und Harms bauten ihre Damen beim Seitenwechsel mit den richtigen Worten wieder auf.

Ihre Sechs erwischte einen Blitzstart in den zweiten Satz, führte rasch mit 6:2 und zog über 13:6 auf 16:9 davon. Die Anfangsnervosität war wie weggeblasen.

Als dann Zuspielerin Moser ihre Mittelangreiferin Kruse mit dem spektakulärsten Ball des gesamten Spiels durch einen Überkopfpass freispielte, und Kruse den Ball mit Wucht im gegnerischen Feld versenkte, schien der Bann gebrochen.

Beherzt und schwungvoll

Mit der 17:9-Führung im Rücken gelangen tolle Offensivaktionen, Weende spielte variabel wie lange nicht mehr: Rückraumangriffe von Rinke und Rausch, Schnellangriffe durch die Mitte und aggressive Außenangriffe begeisterten das Publikum. Mit 25:13 fuhr Weende den Satzausgleich locker ein.

Doch die Gäste ließen sich durch den klaren Satzverlust nicht irritieren. Die Damen von Bertelsmann legten in der Defensive sogar noch eine Schippe drauf und zogen so den Weender Angreiferinnen den Zahn.

Der Tuspo griff zwar auch in Durchgang drei beherzt und schwungvoll an, doch Bad Laer bekam in der Abwehr fast immer noch einen Arm an den Ball und hatte meist die bessere Antwort in der Offensive. Die Vorentscheidung fiel, als sich Bad Laer von 12:10 auf 17:10 absetzte.

Schöner Offensivvolleyball

Weende fightete zwar, betrieb bis zum 20:25 aber nur noch Ergebniskosmetik. In Satz vier waren dann bei einigen Weenderinnen die Akkus leer, auch die Konzentration ließ in der Annahme nach, sodass die Gäste mit 25:14 den 3:1-Erfolg am Ende ohne größere Gegenwehr einfuhren.

„Bei uns kommen bis zum nächsten Spiel noch Katrin Wendling, Alexa Rüther, Caren Bartsch und Mannschaftsführerin Antonia Winkler ins Team zurück, dann haben wir noch mehr Alternativen. Wir haben schönen Offensivvolleyball geboten, nun müssen die Ergebnisse noch folgen.

Aber wenn wir so auftreten wie speziell im zweiten Satz, dann haben wir demnächst nach dem Spiel auch Punkte auf dem Konto und erhalten nicht nur Komplimente für ein schönes Spiel“, sagte ein optimistischer Heier nach der Partie.

Von Peter König