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Regional Dragos Negovan: Versuchen, etwas zu holen
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19:09 03.11.2011
Gesunde Härte: Auf Streicheleinheiten braucht der TV Jahn, hier Nerijus Kesilis (Mitte), gegen die HSG Gensungen, nicht zu hoffen. Quelle: AT
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Gensungen.

Die Eichsfelder haben zuletzt 6:0 Punkte eingefahren, die Nordhessen hingegen zwei Niederlagen in Folge kassiert. Und wenn es am Sonnabend in der Sporthalle „Auf der Klappe“ (18 Uhr) nach den Vorstellungen der Hausherren geht, dann haben sie das Heimspiel gegen die HSG Gensungen-Felsberg vor Augen, das sie am 4. Dezember 2010 klar mit 37:30 gewannen.

Noch schwer im Magen liegt der HSG Gensungen-Felsberg die jüngste 29:33-Niederlage vor über 800 Zuschauern gegen die Eintracht aus Baunatal, die sich vor diesem Nordhessen-Duell überraschend von Trainer Goran Suton getrennt und erfolgreich auf die Motivationskünste des neuen (alten) Trainerduos Kauffeld/Horstmann gesetzt hatte. „In der zweiten Halbzeit haben wir fast alles falsch gemacht“, haderte der 37-jährige HSG-Chefcoach Dragos Negovan noch bis in die Woche hinein mit dem Schicksal. „Somit werden wir in den Duderstadt kein Favorit sein. Wir versuchen aber, etwas zu holen.“

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Und was wird ausschlaggebend für den Ausgang des Spiels sein? „Die Tagesform der Abwehrreihen und der Torhüter“, ist sich Negovan sicher, der den 30-jährigen Top-Torjäger Carsten Göbel schmerzlich vermisst. Der hat sich nach vielen teils schweren Verletzung zum Saisonende 2010/11 vom Leistungshandball verabschiedet, auch der Familie und des Berufes wegen. Ob er doch noch einmal in den Kader der HSG zurückkehrt und dem Team zu besseren Zeiten verhilft? Dies beantwortet Trainer Negovan mit einem klaren „Nein“.

Mit teils zweitligaerfahrenen Spielern wie Linksaußen Stephan Untermann (50/22), Rückraumspieler Mariko Schanze (49), Kreisläufer Michael Viehmann und Linkshänder Steffen Ober (beide 46) sowie Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther (38) Tore) verfügen die Mannen von Trainer Dragos Negovan in allen Mannschaftsteilen über torgefährliche Akteure. Im Tor der Gäste steht mit Michael Stahl ein erfahrener und routinierter Mann. Allerdings waren die Nordhessen nur mäßig erfolgreich in die Saison gekommen. Zwei Unentschieden in den ersten beiden Partien gegen Spitzenreiter HSC Bad Neustadt und in Pirna folgte eine knappe Auswärtsniederlage in Münster.

Dann zündeten die Nordhessen eine Rakete mit vier Siegen in Folge, ehe die Euphroie mit zuletzt zwei Niederlagen beim Zweitliga-Absteiger HSC 2000 Coburg und am vergangenen Wochenende zu Hause gegen Eintracht Baunatal schnell wieder verpuffte. „Die Liga ist eben deutlich ausgeglichener geworden. Da kann fast jeder jeden schlagen“, beschreibt der 37-jährige Trainer Dragos Negovan sein Wechselbad der Gefühle vor dem Auftritt in Duderstadt. „Wir müssen uns jedenfalls warm anziehen. Seit Ekki Loest das Ruder übernommen hat, wartet Duderstadt mit einem Lauf auf“, zeigt der Trainer der Nordhessen gehörigen Respekt vor dem Team der Eichsfelder.

Von Ferdinand Jacksch