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Regional Drei neue Regionalverbände entstehen in Südniedersachsen
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06:01 18.04.2019
Herbert Hausknecht (Mitte) leitet grundlegende Veränderungen im Pferdesportverband ein, beteiligt sind auch Jörg Fredershausen (links) und Arnold Rittmeier. Quelle: Nachtwey
Göttingen

Der Strukturprozess unter dem Titel Pferdesportverband Hannover 2020 wird schon seit einigen Jahren in den Ausschüssen, Bezirken, Kreisen und Vereinen in die Wege geleitet. Die drei südniedersächsischen Kreisreiterverbände Göttingen, Osterode und Northeim-Einbeck haben 2017 beschlossen, sich ab 2019 in einem neuen gemeinsamen Pferdesportverband (PSV) Südniedersachsen zu organisieren.

Neue Verteilung der Verbands-Positionen nach der Umstrukturierung "Pferdesportverband Hannover 2020" Quelle: Erika PutensenErika Putensen

Im Zuge dieser umfassenden Umstrukturierung wurde zu Beginn 2019 auch der Bezirkspferdesportverband (BPSV) Braunschweig aufgelöst. Damit sollte es den noch verbliebenen Kreisverbänden im BPSV erleichtert werden, sich ebenfalls in neuen Regionalverbänden zusammenzuschließen. Die neuen Pferdesport-Regionen (PSR) Harzvorland und PSR Aller-Oker übernehmen zusammen mit dem PSV Südniedersachsen ab 2019 die bisherigen Aktivitäten des BPSV, dessen Vermögen ebenfalls an die neuen Regionalverbände ausgezahlt wird.

Probleme für kleine Kreisreiterverbände

Herbert Hausknecht, bisheriger Vorsitzender des BPSV und kürzlich zum Liquidator desselben gewählt, ist einer der Haupt-Initiatoren der Umstrukturierungen in Niedersachsen. „Mitte der 1970er Jahre wurden die Bezirksverbände den neuen Grenzen der Gebietsreform angepasst. Dadurch sind einerseits zu große Bezirksverbände entstanden, andererseits zu viele kleine Kreisverbände“, erklärt Hausknecht.

Im Laufe der Zeit seien durch diese Strukturen einige Probleme entstanden: Die kleinen Kreisverbände haben sich gegenseitig die Teilnehmer von Veranstaltungen und Lehrgängen abgezogen, es kam zu Terminüberschneidungen, Kosten und Aufwand für Meisterschaften wurden zu hoch, und die Startfelder der Meisterschaften blieben klein. Außerdem gebe es heute zu wenig Nachwuchs im Ehrenamt, klagt Hausknecht und verweist damit auf ein Problem, das die meisten Vereine betrifft.

Verband Braunschweig 1978 gegründet

Der Bezirkspferdesportverband Braunschweig, zu dem auch die Kreisverbände Göttingen, Osterode und Northeim-Einbeck gehörten, wurde 1978 gegründet und nach seinem 40-jährigen Bestehen aufgelöst. Das Gebiet erstreckte sich über 220 Kilometer von Hann. Münden bis Hankensbüttel.

Um die Jahrtausendwende waren dem Verband rund 22 500 Mitglieder und 180 Vereine angeschlossen. 2018 waren es noch etwa 18 500 Mitglieder, aber 220 Vereine. Den Mitgliederschwund in fast 20 Jahren begründet der ehemalige Vorsitzende Herbert Hausknecht einerseits mit dem veränderten Freizeitverhalten, andererseits wachse auch die Zahl der Reiter, die keinem Verein angeschlossen sind und nicht in sportlichen Wettkämpfen aktiv sind. ny

„Wir haben uns auch schon vor der Kreisfusion 2016 bemüht, die Kräfte in der Region zu bündeln, Termine und Lehrgänge mit den umliegenden Kreisverbänden und mit dem Bezirksverband abzusprechen“, erklärt Jörg Fredershausen, Vorsitzender vom Duderstädter Reitclub 78, der ebenso wie Arnold Rittmeier, Vorsitzender des Reitervereins St. Georg Nesselröden, zu den großen Turnierausrichtern in der Region gehört. Den Zusammenschluss der drei Kreisreiterverbände Göttingen, Osterode und Northeim-Einbeck begrüßen beide. „Da wir schon länger so arbeiten und kooperieren, ändert sich für uns nicht viel“, bestätigt Rittmeier.

Kompetenz-Teams in Pferdesportverbänden

Die Umstrukturierung des einst riesigen Bezirksverbands in drei regionale Verbände erleichtere die Transparenz, den Austausch auch mit kleineren Vereinen und einen Generationenwechsel in den Vorständen, erläutert Hausknecht. Um die Ehrenämter attraktiver und weniger arbeitsintensiv zu gestalten, sollen die Vorstände sowohl des Pferdesportverbands Hannover als auch der Regionalverbände weniger dauerhafte Positionen besetzen müssen.

Dafür können Kompetenz-Teams in Kraft treten, zum Beispiel zu Themen wie Therapeutisches Reiten, Voltigieren oder Tierschutz, die aber jederzeit wieder verändert oder nach Abschluss bestimmter Projekte aufgelöst werden können. „Auf diese Weise wollen wir die Strukturen der neuen Generation anpassen, die Digitalisierung nutzen, die Zusammenarbeit erleichtern und Nachwuchs für diverse Aufgaben motivieren, von der Vorstandsarbeit bis zu neuen Parcourschefs und Richtern“, erklärt Hausknecht. Ziel sei, möglichst viele Mitglieder in die Prozesse mit einzubinden.

Von Claudia Nachtwey

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