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11:17 30.11.2017
Harry Klameth vom TSV Ebergötzen erhält vom DFB den Ehrenamtspreis für sein Engagement im Verein.
Harry Klameth vom TSV Ebergötzen erhält vom DFB den Ehrenamtspreis für sein Engagement im Verein. Quelle: Mischke
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Ebergötzen

“Es macht mir nach so vielen Jahren immer noch Spaß“, sagt Klameth zu seinem Ehrenamt. Über Umwege kam der 63-Jährige zum TSV Ebergötzen: „Ich bin geborener Harzer.“ Aufgewachsen sei er in Wieda und habe beim SV Südharz mit sieben Jahren begonnen, Fußball zu spielen. 1970 begann er dann seine Ausbildung zum Fernmeldehandwerker. Anschließend absolvierte er in Berlin ein Studium zum Elektroingenieur. 1979 kam er wieder nach Göttingen. Ein Jahr lang sei er täglich von Wieda nach Göttingen gependelt. Nachdem er dann zunächst in der Universitätsstadt wohnte, habe er schließlich in Ebergötzen ein Haus gebaut.

Klar, dass der passionierte Fußballer bald in den TSV Ebergötzen eintrat und weiter auf seiner Position im defensiven Mittelfeld spielte. „Da ist Robustheit gefragt“, so der 63-Jährige. Eine seiner schönsten Erinnerungen an die eigene aktive Spielzeit: der Aufstieg des TSV in die Bezirksliga in der Saison 1985/86. „Das war ein Highlight für mich als Spieler“, sagt Klameth noch heute.

Sein ehrenamtliches Engagement in Ebergötzen begann Klameth 1983 als Jugendtrainer. Eine naheliegende Position für den 63-Jährigen, weil auch seine Kinder beim TSV spielten. Denen ist die Sportlichkeit sozusagen in die Wiege gelegt worden: „Meine Frau war auch sportlich aktiv.“ Unter anderem in der Fußball-Frauenmannschaft des TSV Ebergötzen. 1988 suchte der Verein einen Vereinsjugendleiter der Sparte Fußball – die Wahl fiel auf Klameth, und der sagte zu. 1990 übernahm er den Posten als Sportwart, den er heute noch inne hat. „Da habe ich wieder nicht nein gesagt“, stellt Klameth lachend fest. Auch wenn es manchmal recht zeitaufwendig sei, das Ehrenamt auszufüllen, zweifelt der Sportwart bis heute nicht an seinen Entscheidungen: „Ich habe noch keinen einzigen Tag bereut.“ Besonders die Arbeit mit den Jugendlichen habe ihm immer Freude bereitet. Um den Zusammenhalt im Team zu stärken, organisierte er in Kooperation mit seinem alten Verein in der Harzer Heimat Zeltlager für die Jugendlichen. Später seien sie auch in größeren Gruppen mit Spielern und deren Familien zu Ausflügen zum Beispiel nach Steinar gefahren.

Über die Wahl für den Ehrenamtspreis freut sich der Sportwart natürlich. „Es ist eine Bestätigung für die ganze Arbeit und Zeit.“ Ausgemacht habe es ihm nie etwas, Teile seiner Freizeit für den Verein zu geben. „So lange es Spaß macht, macht man lieber woanders Abstriche.“ Apropos Zeit: Bei jedem Blick auf seine Armbanduhr wird Klameth mit dem Vereinslogo auf dem Ziffernblatt an seine zweite Familie erinnert.

Der niedersächsische Ehrenamtspreis

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) verleiht 2017 zum 21. Mal den DFB-Ehrenamtspreis an engagierte Mitglieder von Vereinen aus ganz Niedersachsen. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) werden die Gewinner aus den 43 Kreisen des NFV ausgewählt. Die Ausgewählten nehmen vom 6. bis 8. April 2018 an einem Dankeschön-Wochenende des NFV im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen teil.

Mit dem Preis sollen nach Angaben des NFV die rund 400 000 Ehrenämtler und mehr als 1,2 Millionen Freiwillige aus über 25 000 Vereinen geehrt werden. Der Ehrenamtspreis wird deutschlandweit vergeben und richtet sich an Engagierte aus dem Bereich Fußball. fil

Auch in schweren Zeiten gab Klameth die Gemeinschaft im Verein Halt, vor allem nach dem frühen Tod seiner Frau. „Wie eine große Familie“, beschreibt er den Zusammenhalt.

Auch deshalb hat Klameth immer die Zukunft des Vereins im Blick: Zu seinen Aufgaben als Sportwart gehöre auch, neue Kursangebote zu etablieren. Über die Jahre haben sich die Aufgaben gewandelt. Heute müsse er sich mit ganz anderen Sportarten beschäftigten, als noch vor ein paar Jahren. „Man muss ab und zu mal was Neues anbieten“, sagt er. Vor allem Fitness-Kurse seien inzwischen sehr beliebt. „Das war schon eine Umstellung“, gibt Klameth zu. Doch der Erfolg scheint ihm recht zu geben: „Es läuft gut, und wir haben recht guten Zuspruch.“ Bei der mit dem Ehrenamtspreis gewonnnen Fahrt freut sich Klameth besonders auf den Austausch mit den anderen Gewinnern: „Dann kann man mal sehen, was die anderen so machen“, denn: „Es gibt immer was, das man besser machen kann.“

DFB-Ehrenamtspreis 2017

Der NFV-Kreis Göttingen-Osterode
hat auf Antrag einiger Fußballvereine ehrenamtlich tätige Mitglieder von Sportvereinen der Region mit dem DFB-Ehrenamtspreis 2017 im Seeburger Wellenreiter geehrt. Einleitend informierte Kreisehrenamtsbeauftragter Thomas Hellmich über die Bedingungen und Kriterien beim DFB-Ehrenamtspreis 2017. Er bedauerte, dass nur wenige Vereine Anträge stellen.

Für den DFB-Ehrenamtspreisträger 2017 des NFV-Kreises Göttingen-Osterode wurde Harry Klameth (TSV Ebergötzen) vom Kreisvorstand vorgeschlagen. Nach Aussage der Vereinsführung ist er eine Allzweckwaffe, über seinen Einsatz für den Sport hinaus hilft er wo Hilfe gebraucht wird. Alle DFB-Ehrenamtspreisträger 2017 erhalten als Dank und Anerkennung vom Verband ein Wochenende vom 06. – 08. April 2018 in Barsinghausen.

Für ihre ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen wurden mit der DFB-Uhr und einer DFB-Urkunde außerdem ausgezeichnet:

Thomas Baake gehört seit den frühesten Kindertagen dem TSV Jahn Hemeln an. 1977 zählte er zu den Initiatoren bei der Gründung der Fußballsparte im Verein. Bei der Gründungsversammlung im gleichen Jahr war er das jüngste Gründungsmitglied.

Kevin Bergmann vom TSC Dorste betreut seit zwei Jahren die F-Junioren der Jugendspielgemeinschaft Sösetal, die aus den Vereinen SV Förste und TSC Dorste hervorgeht. Hierbei engagiert er sich im besonderen Maße für seine Mannschaft und steht den Kindern nicht nur während der beiden Trainingseinheiten sowie dem Spiel, sondern auch jederzeit außerhalb von Trainings- und Spielzeiten als Ansprechpartner zur Verfügung.

Daniel Görlitz vom FC Westharz ist ehrenamtlich als Kinder- und Jugendtrainer tätig. Diese Aufgabe übt er nach eigener Aussage seit 17 Jahren aus. Zurzeit trainiert er die A-Junioren.

Martina Münster ist Mitglied bei der SG Lenglern. Gemeinsam mit ihrem Ehemann betreut sie den Sportplatzservice. Auch Sohn Nico unterstützt seine Eltern dabei.

Michael Nolte ist im SV Germania Breitenberg seit 2002 im Vorstand tätig. Nolte ist ehrenamtliches Vorstandsmitglied und regelt alles von Spielberichten, Spielverlegungen sowie sämtlichen Anforderungen, die der Verein verpflichtend in das SIS eingeben muss. Er ist bei allen Heimspielen der Herren, Frauen und Juniorinnen anwesend, um alles in Sachen PC zu regeln. Als Fußballobmann ist er für den SV Germania Breitenberg unersetzbar.

Michael Rudolph engagiert sich seit Jahren in den unterschiedlichsten Bereichen der Sparte Fußball des TSV Jahn Hemeln. Seit einem schweren Sportunfall Ende der 1990er-Jahre mit mehrfachem Schien- und Wadenbeinbruch spielt er nicht mehr selbst aktiv Fußball.

Michaela Schiele von der SG Lenglern ist die Mitgründerin der so genannten Kaffeetanten im Jahr 2011 und als einzige bis heute übergeblieben. Sie verkauft bei jedem Heimspiel der 1. Mannschaft, Kaffee und selbst gebackene Waffeln. Außerdem ist Michaela Schiele seit 2013 für die Trikotwäsche der ersten Mannschaft der SG Lenglern und seit 2014 für beide Teams von der SG Harste/Lenglern und Alten Herren verantwortlich.

Frank Streichert von der SV Viktoria Gerblingerode war im Jahre 2015 zweiter Vorsitzender und übernahm nach einer Pause wieder die Aufgaben des Fußballobmanns. Er nahm im Wesentlichen auf die Aufgaben des Fußball-Jugendwartes wahr. Besonders die Überführung der Jugendmannschaften der JSG Pferdeberg in den JFV Eichsfeld war äußerst arbeitsintensiv.

Thomas Streibel war Abteilungsleiter und Trainer der zweiten Mannschaft der SG Lenglern. 2014 gehörte er zu den Mitbegründern der neuen Spielgemeinschaft SG Harste/Lenglern, wobei er die erste Mannschaft trainierte und betreute. Thomas Streibel hat die Alten Herren Ü40 der SG 2015 wieder zum Leben erweckt. Seit 2017 spielen die Alten Herren Ü40 in der Punktrunde im Kreis Northeim/Einbeck erfolgreich mit.

Dominic Ude von der SVG Göttingen 07 ist Trainer der F- Junioren. Seit 2013 ist er Schiedsrichter. In den letzten beiden Jahren zählte er im Kreis Göttingen-Osterode zum Schiedsrichter mit den meisten Spielen in einer Saison, es waren jeweils über einhundert Einsätze. Zurzeit leitet er Spiele der 1. Kreisklasse und ist Assistent in der Landesliga. Außerdem ist er im Winterhalbjahr als Futsal-Schiedsrichter tätig.

Der FC Merkur Hattorf hat Lara Schirmer zum „Fußballhelden 2017“ vorgeschlagen. Neben der Betreuung der E-Juniorinnen ist Schirmer immer zur Stelle, wenn anderweitig Hilfe im Verein gesucht wird. Weiterhin ist sie selbst als Torfrau in der Landesliga bei der FSG Eisdorf/Hattorf aktiv.

Die Ehrungen und Auszeichnungen wurden von Kreisehrenamtsbeauftragten Thomas Hellmich gemeinsam mit dem Kreisvorsitzenden Hans-Dieter Dethlefs, Kreisgeschäftsführer/Schriftführer Gerhard Lüer und Schatzmeister Günter Lehne vorgenommen.

Von Finn Lieske

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