Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Eichsfelder Tischtennis-Klubs blicken schon auf die Saison 2021/22
Sportbuzzer Sportmix Regional

Eichsfelder Tischtennis-Klubs blicken schon auf die Saison 2021/22

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:00 18.02.2021
Das Warten hat ein Ende: Die Tischtennisteams aus dem Eichsfeld sind froh über die Annullierung der Saison und denken schon an die nächste.
Das Warten hat ein Ende: Die Tischtennisteams aus dem Eichsfeld sind froh über die Annullierung der Saison und denken schon an die nächste. Quelle: imago-images
Anzeige
Eichsfeld

Wie bereits andere Hallensportarten zuvor hat nun auch der Tischtennissport seine Saison 2020/21 aufgrund der unsicheren Lage in der Corona-Pandemie abgebrochen. Der Tischtennisverband Niedersachsen (TTVN) sagte den Punktspielbetrieb in allen niedersächsischen Spielklassen im Erwachsenenbereich mit sofortiger Wirkung ab. Die Saison wird annulliert. Es gibt keine Absteiger, keine Aufsteiger, keine Relegation und keine zurückgezogenen Mannschaften. Alle Mannschaften von der Kreis- bis zur Verbandsebene erhalten in der kommenden Spielzeit 2021/22 das Startrecht in der Liga, der sie zu Beginn der Saison 2020/21 zugehörig waren. Die Entscheidung fällte das TTVN-Präsidium in einer Videokonferenz nach vorherigem Meinungsaustausch mit den Vorsitzenden der Kreis-, Regions- und Bezirksverbände. Dabei sprach sich eine überwältigende Mehrheit für den umgehenden Abbruch aus. Auch bei den Eichsfelder Mannschaften findet der Beschluss große Zustimmung.

„Gesundheit geht vor“

Einen guten Einstand feierten die Aufsteigerinnen des TV Bilshausen in der Bezirksoberliga. Die TVB-Nummer eins und Kapitänin des Teams, Susanne Oppermann, kann den Abbruch nachvollziehen. „Wir hatten mit der Fortsetzung der Saison kaum noch gerechnet und hoffen im Herbst, sollte immer mehr Normalität einkehren, auf einen ähnlich erfolgreichen Saisonauftakt wie im letzten Jahr.“ Mit 10:0 Punkten nach fünf Partien startete im Herbst der TSV Seulingen perfekt in der Bezirksliga Damen in die neue Spielzeit. „Die Gesundheit geht vor, da helfen auch die zehn Punkte nicht weiter“, stimmt die Seulinger Spielführerin Maria Rahlfs der Annullierung zu.

Im Herrenspielbetrieb waren in der Landesliga die SG Rhume und Aufsteiger SG TSV SeuLa nach zwei beziehungsweise drei ausgetragenen Spielen auf dem besten Weg einen Platz im gesicherten Mittelfeld zu festigen. Der Tischtennis-Vereinssprecher der SG Rhume, Holger Diedrich, ist glücklich über die Absage. „Schöner wäre es schon, hätte diese Entscheidung bereits früher getroffen werden können. Mit jeder Verlängerung wurden unsere Bedenken auf eine Fortsetzung der Saison größer.“ Allerdings steht er als Individualsportler der Hallenschließung skeptisch gegenüber.

Verstärkung in Aussicht

Aus sportlicher Sicht bedauert auch SeuLa-Spitzenspieler Marek Kaufmann, dass die Saison aufgrund der Pandemie nicht zu Ende gespielt werden kann. „Die Situation hat uns allerdings nicht geschwächt. Für die neue Saison haben wir eine Top-Verstärkung in Aussicht, sieht der Kapitän der Spielgemeinschaft zuversichtlich in die Zukunft.

Auch beim Bezirksoberligisten TSV Nesselröden ist man froh über den Saisonabbruch. „Der aktuelle Rückgang des Inzidenzwertes kann trügerisch sein, die Erfahrung haben wir ja bereits schon einmal gemacht. Es geht darum, durch Kontaktreduzierung dem Virus eine nicht allzu große Spielfläche zu bieten“, äußert sich der Nesselröder Mannschaftskapitän Christian Kreißl.

Für Bezirksoberliga-Aufsteiger TV Bilshausen ergibt sich nach fünf Niederlagen im letzten Herbst mit der neuen Saison eine zweite Chance auf das Ziel Klassenerhalt. „Natürlich ist es schade, unserem Sport nicht wie gewohnt nachgehen zu können. Dennoch halte ich die Entscheidung für notwendig und richtig", kommentiert Bilshausens Kapitän Jonas Barwich die Situation.

Von Berthold Kopp