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Regional Engelen gewinnt Grand Prix Kür
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09:28 22.08.2011
Überraschungssieger: Marion Engelen und Diego.
Überraschungssieger: Marion Engelen und Diego. Quelle: Pförtner
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Bettenrode

„Ich bin total überrascht über den Sieg“ jubelte die vorab von Kampfrichter Christoph Hess als „eine der erfolgreichsten deutschen jungen Reiterinnen“ angekündigte Dressurreiterin, die einst als Patenkind für Weltmeisterin und Olympiasiegerin Isabell Werth ritt. Dass der Studentin der Wirtschaftswissenschaften der Triumph in einem hochklassig besetzten Feld, dem unter anderem Doppelolympiasiegerin Heike Kemmer angehörte, gelang, ließ den Sieg nur süßer schmecken: „Dass ich gegen so starke Konkurrenz gewonnen habe, freut mich um so mehr“, bestätigte Engelen.

Die Siegprämie von 550 Euro verdiente sich die Reiterin auch durch eine gelungene Musikauswahl, die sie mit Diego zu einem gekonnt-harmonischen Auftritt nutzte, der „nahe am Optimum“ war, wie Kampfrichter Christoph Hess lobte. Die Grundgangarten und die seitlichen Schritte flossen rhythmisch ineinander über, auch schwierige Bewegungsmuster wie Traversale und Piaffe gelangen ohne Abstriche. Für Martina Hannöver-Sternberg blieb trotz einer anspruchsvollen Kür aufgrund „kleiner Unebenheiten“, die Hess ausgemacht hatte, nur der zweite Platz.

Etwas überraschend war die Platzierung von Mitfavoritin Heike Kemmer: Die Welt- und Europameisterin landete auf Quantico im zwölfköpfigen Starterfeld lediglich auf Rang sieben. Mitverantwortlich dafür war auch ein Fauxpas, der ihr bereits vor dem Auftritt im Reitviereck passiert war: Die Berlinerin gab die falsche Musik-CD ab. „Dazu bin ich sonst immer mit einem anderen Pferd geritten. Ich habe mich schon während der Kür geärgert“, räumte Kemmer ein, die in Bettenrode zum zweiten Mal an den Start ging. Für Marion Engelen lief in Bettenrode dagegen alles nach Plan. „Ich fühle mich hier richtig wohl. Die Leute sind herzlich, alles ist toll organisiert“, lobte Engelen, die jetzt „Schritt für Schritt“ in die Zukunft schauen will, aber einen Termin schon fest vorgemerkt hat: „Nächstes Jahr komme ich gerne wieder.“ Dann, um ihren Premieren-Titel in Bettenrode zu verteidigen.

von Christian Roeben