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Regional Finale erreicht und Platz drei näher gekommen
Sportbuzzer Sportmix Regional Finale erreicht und Platz drei näher gekommen
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20:54 14.11.2010
Drei Auftritte in Bamberg: Die Göttinger Standardformation erreicht bei der Deutschen Meisterschaft das Finale.
Drei Auftritte in Bamberg: Die Göttinger Standardformation erreicht bei der Deutschen Meisterschaft das Finale. Quelle: Hey
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Das Abschneiden seines Teams bezeichnete Trainer Markus Zimmermann als „absolut o.k.“, zumal die jungen Tänzerinnen und Tänzer im entscheidenden Durchgang „die beste Runde aller drei Auftritte getanzt haben“.

Kurz vor Mitternacht am Sonnabend stand das Ergebnis fest: Der TSV Braunschweig löste mal wieder seinen Dauerrivalen TC Ludwigsburg an der Spitze ab und wurde zum 13. Mal nationaler Meister. Hatte Zimmermann im Vorfeld von „betonierten“ Medaillenrängen gesprochen, so meinte er damit auch die Formation des OTK Berlin, die schon seit Jahren den dritten Platz belegt. Doch die Göttinger haben den Beton ein wenig zum Bröckeln gebracht, wurden von immerhin drei der neun Wertungsrichter auf den dritten Rang gesetzt. „Das ist auch unser Ziel in der Bundesliga-Saison. Wir werden den dritten Platz angreifen“, machte Zimmermann dem Team aus der Bundeshauptstadt eine Kampfansage.
Kritik an der Leistung seiner Schützlinge hatte der Trainer kaum: „Das sind Kleinigkeiten, die man abstellen kann. Unser aktueller Leistungsstand liegt bei 90 bis 95 Prozent. Für eine Wettkampf-Performance war das sehr, sehr schön.“

Eindrücke von den anderen Formationen konnte er kaum sammeln. „Wir haben auch Scouts, die sich die Konkurrenten anschauen. Von deren Seite hieß es, dass der Braunschweiger Sieg absolut in Ordnung geht.“ Während der neue Meister und die Göttinger mit ihrer Romeo-und-Julia-Choreografie ihr Programm im zweiten Jahr tanzten, hatten Ludwigsburg und Berlin ein neues ausgewählt. In der Vor- und Zwischenrunde hatte sich ein Dreikampf zwischen Gastgeber Nürnberg (musste nach Bamberg ausweichen), Göttingen und Berlin um zwei der vier Finalplätze abgezeichnet. Zimmermann freute sich, dass der Heimvorteil der Franken schließlich keiner war und sein Team die Endrunde erreichte.
Zählen konnten die Aktiven wieder einmal auf ihre Fans. „Ich glaube wir hatten einen besseren Zuspruch als Gastgeber Nürnberg“, berichtete er. „Aber wir konnten auch neutrale Zuschauer überzeugen.“ Was gar nicht so einfach ist, weil die 16 teilnehmenden Formationen (acht Standard, acht Latein) sehr viele Zuschauer mitbringen.

Mehr als 24 Stunden waren einige Göttinger Tänzer auf den Beinen, als sie am frühen Sonntagmorgen nach der After-Show-Party ins Bett fielen. Für die kommende Woche und das nächste Wochenende hat Zimmermann der Gruppe erst einmal eine Trainingspause verordnet, ehe dann die am 8. Januar in Ludwigsburg beginnende Bundesligasaison intensiv vorbereitet wird. „Kontinuierliches Training ist schon notwendig, denn nur dann stimmen am Ende auch Linien und Bilder der Choreografie“, sagt der Coach, der dazu anführt: „Wir haben sonst länger Pause gemacht, aber das will die Gruppe nicht.“
Die nächsten nationalen Meisterschaften finden 2011 in Bremen statt. Wieder einmal. Warum nicht in Göttingen? „Für so ein Ereignis braucht man viele, potente Sponsoren. Das Risiko ist groß. So etwas muss ein Verein stemmen können“, gibt Zimmermann zu bedenken.

Von Kathrin Lienig