Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Frauenhandball-Oberliga: MTV Geismar verpatzt Oberliga-Debüt
Sportbuzzer Sportmix Regional Frauenhandball-Oberliga: MTV Geismar verpatzt Oberliga-Debüt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:39 08.09.2013
Premierentorschützin in der Oberliga: Ann-Kathrin Jakobi (r.) vom MTV Geismar. Quelle: SPF
Anzeige
Göttingen

MTV GeismarNortheimer HC 15:19 (7:14). Noch keine Minute war im Auftaktspiel der Oberliga gespielt, da jubelte der Aufsteiger das erste Mal. Ann-Kathrin Jacobi hatte nach einer schönen Kombination vom Kreis getroffen und den ersten Oberligatreffer des MTV erzielt. Bis zum nächsten vergingen dann zwölf weitere Minuten, Northeim traf in dieser Zeit sechsmal.

Nervös agierte die Heimsieben, spielte vor dem Tor fast drucklos und ein bisschen ängstlich. „Uns fehlte das Spiel in die Tiefe, wir hatten keine 1:1-Situationen, haben Northeims Abwehr nicht beschäftigt“, fasste MTV-Trainer Dominik Kemke zusammen. Nach nicht einmal zehn Minuten hatte er bereits eine Auszeit genommen, brachte mit Karen Gebhardt und Melanie Brunke zwei neue Spielerinnen und beorderte Mareike Gloth auf die Rechtsaußenposition. Mit etwas Verspätung trugen diese Maßnahmen Früchte, die restlichen Tore der ersten Hälfte gingen auf das Konto dieses Trio. Bis auf drei Tore schmolz der Rückstand zusammen (6:9, 20.), dann nahm Gäste-Coach Carsten Barnkothe seine Auszeit. Auch hier mit Erfolg, denn zur Pause lag sein Team wieder klar vorne.

Anzeige

Über die zweiten 30 Minuten würden wohl alle Beteiligten am liebsten den Mantel des Schweigens legen. Geismar kämpfte zwar, konnte Northeim aber nicht gefährden. Und das obwohl der letztjährige Dritte das Spielen fast komplett eingestellt hatte und auch eine Fülle von Fehlern produzierte. „Northeim war schlagbar“, erklärte Kemke, „aber wir konnten es nicht ausnutzen. Es war einfach ein schlechtes Oberligaspiel.“

Tore MTV: Brunke (7), Gloth (3), Habermann (2), Jakobi (2), Gebhardt (1).

HSG Plesse-Hardenberg – VfL Wolfsburg 24:22 (12:13). Gegen den letztjährigen Vizemeister, der mit einer jungen, neuformierten Mannschaft anreiste, tat sich die HSG über die gesamte Spielzeit schwer, lag nach der Pause zwischenzeitlich mit drei Toren zurück. „Wolfsburg hatte nichts zu verlieren, aber auch nichts zu verschenken“, erkannte HSG-Coach Artur Mikolajczyk die Leistung der Gäste an. Mit dem Auftreten seiner Mannschaft war nicht ganz so zufrieden. „Es war ein typisches erstes Saisonspiel. Wir waren nervös und konnten nicht befreit aufspielen“, sagte der Trainer und kritisierte vor allem die Offensive. „Das spielerische Element habe ich vermisst und dem Rückraum fehlte die Sicherheit.“ So kam Lisa Sander zwar auf acht Tore, brauchte dafür aber 18 Versuche. Von den anderen Positionen kam wenig bis gar nichts. Lediglich

Anja Becker fiel aus der Kritik heraus, die Linksaußen traf nach ihrer Hereinnahme bei acht Würfen siebenmal, belebte das Spiel deutlich. Gute Noten verdiente sich auch über weite Strecken des Spiels die Abwehr. „Wir haben zwar zu viel spekuliert, aber auch gute Akzente gesetzt“, so Mikolajczyk. Mitentscheidend für den Erfolg war auch die Umstellung auf eine 5:1-Formation mit Julia Herale auf der Spitze in der zweiten Hälfte. Da auch die Einstellung stimmte, reichte es noch für einen knappen Sieg. „Das Spiel hat Nerven gekostet. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt“, war der Trainer nach der Partie einfach nur erleichtert.

Tore HSG: Sander (8), Becker (7), Lapschies (5/4 Siebenmeter), Strahlke (1), Lath (1), Herale (1), Salam (1).

Von Denise Kricheldorf-Mai