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Regional Frauenhandball-Oberliga: Plesse-Hardenberg feiert ersten Auswärtssieg
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19:21 30.09.2013
Quelle: dpa (Symbolfoto)
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SV Garßen Celle II – MTV Geismar 33:20 (19:10). Mit dem Selbstbewusstsein des ersten Saisonsieges wollte der MTV in Celle nachlegen, verpatzte aber den Start in die Partie (1:10). „Das waren zwei unterschiedliche Sportarten, Celle hat Handball gespielt, wir nicht“, kritisierte Dominik Kemke.

Und der Trainer des MTV Geismar lieferte sofort den Grund dafür nach, warum die erste Spielhälfte so schlecht für die Gäste verlief. „So einen klebrigen Ball hab ich beim Frauenhandball selten gesehen“, sagte Kemke zur Beschaffenheit des Spielgeräts. Damit hatten die Geismaranerinnen sehr große Probleme, Passfehler waren schon im Aufbau die Regel.

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Mit zunehmender Spielzeit wurde das Spiel des MTV aber immer besser, und zu Beginn der zweiten Spielhälfte war der Aufsteiger dann vollends in der Partie angekommen. Tor um Tor verringerte die Kemke-Sieben den Rückstand, die Mannschaft glaubte jetzt an sich und hatte in Torfrau Svenja Neumann einen starken Rückhalt.

Bis auf fünf Treffer kam der MTV an die Gastgeber heran. Dann schlichen sich jedoch zwei leichte Fehler ein, die Zweitliga-Reserve lief zwei erfolgreiche Gegenstöße und bei den Gästen gingen die Köpfe wieder nach unten. „Wir sind dann eingebrochen, hatten keine Chance“, so Kemke, „es ist bitter, aber wir müssen lernen, besser mit Patte umzugehen.“

Beim nächsten Spiel wird das aber noch nicht von Nöten sein, denn nach den Herbstferien steht das Derby bei der HSG Plesse-Hardenberg an, dort wird bekanntlich ohne Kleber gespielt.

Tore MTV: Brunke (5), Habermann (4), Gloth (4), Ziegler (1), Plotzki (1), Brauschke (1), Stey (1), Wienecke (1), von Roden (1), Prüter (1).

SG Zweidorf/Bortfeld – HSG Plesse-Hardenberg 25:26 (12:11). Mit leichter, staubedingter Verspätung erreichte die HSG den Spielort, die Zeit reichte aber noch für eine konzentrierte Vorbereitungsphase. Dennoch begann die Partie nicht gut für die Gäste, die recht bald in Rückstand gerieten (5:8).

„Wir wussten, dass die SG viel über den Kreis spielt. Trotzdem haben wir viel zu offensiv agiert“, kritisierte Artur Mikolajczyk. Gleichzeitig lobte der HSG-Coach aber die Offensive. „Da haben wir clever gespielt, unser Ding gemacht. Es fehlte aber die Leidenschaft.“ Es reichte aber, um den Rückstand in Grenzen zu halten und bis zur Pause auf einen Treffer heranzukommen.

In der zweiten Hälfte entwickelte die HSG dann auch die Leidenschaft, die so ein enges Spiel benötigt. Dazu trug auch eine Umstellung in der Abwehr bei. Anja Becker nahm fortan mit Schnepel den Kopf des SG-Angriffs aus dem Spiel, störte damit das Aufbauspiel der Heimsieben erheblich.

Auch vorne lief es jetzt immer besser, neben Becker überzeugten auch Katharina Salam und Marilena Henne auf den Außenpositionen. Beim 22:22 war der Ausgleich geschafft und eine spannende Schlussphase begann. Lisa Sander erzielte in Überzahl das 26:25, aber die Heimsieben hatte noch genügend Zeit.

Die nutzte sie auch, bekam kurz vor dem Abpfiff einen Freiwurf zugesprochen. Schnepel setzte zum Wurf an, der Ball krachte an die Latte, von dort an das Bein von Torfrau Filiz Bühn und von dort ins Toraus. „Da hatten wir das Glück des Tüchtigen“, war Mikolajczyk ob des Auswärtssiegs mehr als erleichtert und lobte das Team: „Alle haben mitgefiebert, die Mannschaft wächst mehr und mehr zusammen.“

Tore HSG: Salam (8), Becker (5), Henne (4), Sander (3), Lath (2), Reimann (1), Herale (1), Strahlke (1), Lapschies (1).

Von Denise Kricheldorf-Mai