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Regional Führerscheine weg: Profis fahren Rad
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19:54 20.03.2009
Quelle: CR
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Für die meisten deutschen Teenager ist es ein Traum, ein Jahr an einer US-amerikanischen High School verbringen zu können. Denn mit der Erweiterung des eigenen Horizonts ist meistens auch der Erwerb eines Führerscheins verbunden. Der ist in den USA wesentlich günstiger und zudem meist mit weitaus weniger Lernaufwand zu bekommen. Doch nicht alle US-Lizenzen haben in Deutschland mehr als sechs Monate Gültigkeit.
„Ich war schockiert, als ich vor zwei Monaten hörte, dass ich noch einmal eine theoretische und praktische Prüfung machen muss“, sagt Jason Boone. „Ich weiß: Wer in New York unfallfrei fahren kann, der kann das auch hier. Die Regeln sind die gleichen.“ In seiner Collegezeit spielte er an der New York University für das dortige Team, das als „Violets“, also Veilchen bekannt ist.

Boone hat das Pech, seinen Führerschein in einem der 27 US-Bundesstaaten gemacht zu haben, deren Schulungs- und Prüfungsverfahren dem des deutschen als nicht gleichwertig angesehen werden. Nur bei Gleichwertigkeit ist die Umschreibung eines US-Führerscheins ohne theoretische und praktische Fahrprüfung möglich. Und selbst dann gelten bisweilen noch Einschränkungen.
„Das ist schon recht kurios, aber nächste Woche werde ich wieder Autofahren dürfen. Ich lerne jetzt seit fast zwei Monaten, nächste Woche habe ich endlich meinen Prüfungstermin“, berichtet Boone selbstbewusst. Auf den Test habe er sich akribisch vorbereitet, büffelte sogar bisweilen zusammen mit Teamkollege Charles Lee.
Keine Schlüssel konfisziert
Bis zur Prüfung wird man den stets gutgelaunten MEG-Center also noch oft auf einem der von Erstliga-Lizenzträger Starting five frisch angeschaffenen Fahrräder sehen – ebenso Boones Teamkollegen Charles Lee, Rocky Trice, Chris Oliver und Kyle Bailey, deren Lizenzen ebenfalls nicht mehr gültig sind. „Fahrradfahren ist doch okay. Das Wetter wird ja immer besser, da macht Radfahren doch Spaß“, schmunzelt der 23-Jährige.

Etwas Positives gewinnt auch MEG-Headcoach John Patrick diesem nicht ganz freiwilligen Umstieg von vier auf zwei Rädern ab. „Radfahren hält ja bekanntlich fit“, sagt er schmunzelnd. Er selbst habe seinen Führerschein in Japan gemacht. „In japanischer Sprache. Die Prüfung dort ist der in Deutschland sehr ähnlich. Deswegen wurde mein Führerschein ohne Probleme umgeschrieben“, sagt Patrick.

Pressesprecher Björn-Lars Blank wies darauf hin, dass die Starting five „frühzeitig“ über die „Regelungen in Deutschland informiert und vor mehr als zwei Monaten Theorie-Bücher verteilt“ habe. Dass die Starting five als Vorsichtsmaßnahme Autoschlüssel konfisziert habe, sei „ein Gerücht“.

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