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Regional Führungs- und chancenlos: BG unterliegt Bamberg 59:76
Sportbuzzer Sportmix Regional Führungs- und chancenlos: BG unterliegt Bamberg 59:76
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23:20 07.11.2010
Seltene Aktion: Die BG attackierte den Korb nicht oft so konsequent wie Anderson hier.
Seltene Aktion: Die BG attackierte den Korb nicht oft so konsequent wie Anderson hier. Quelle: Pförtner
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Aufgrund der sechsten Niederlage im neunten Match in der Basketball-Bundesliga rutschen die Veilchen auf den 14. Tabellenplatz ab.

Mit hängenden Köpfen schlichen die BG-Akteure gestern um 18:51 Uhr wortlos in die Kabine. Die Enttäuschung war den Veilchen deutlich ins Gesicht geschrieben. Mit seiner Leistung kann das neue Team des Euro-Challenge-Gewinners erneut nicht zufrieden sein. Obwohl es Phasen gab, in denen die BG dem ungeschlagenen Tabellenführer ebenbürtig war, ihn teilweise sogar dominierte, überwogen doch erneut erstaunliche Defizite in der Offensive.

Engagement und Einsatzwille hat bei den Gästen gestimmt. Wie motiviert die Veilchen waren, beschreibt am treffendsten eine Situation in der 14. Spielminute. Dwayne Anderson versucht mit letzter Kraft einen Ball abzufangen, kann dann aber nicht stoppen und muss sich mit einem mächtigen Satz über die Pressetische retten. Doch Einsatzwille und Kampfgeist reichen eben nicht, um beim derzeit überragenden BBL-Team zu gewinnen. Die Veilchen ließen sich von der teilweise harten Verteidigung der Bamberger mächtig einschüchtern. Nach zwei Blocks vom jungen deutschen Nationalcenter Tibor Pleiß an Mike Scott und Trenton Meacham fürchtete die BG die gegnerische Zone wie der Teufel das Weihwasser. Ohne Zug zum Korb war das Offensivspiel der Veilchen von den Bamberger Superstars um Casey Jacobsen und Rayshawn Terry sehr leicht auszurechnen. Lediglich 23 Punkte gestattete der Double-Sieger den Veilchen bis zur Pause.

Im dritten Abschnitt folgte die stärkste Phase der Veilchen, die kurzzeitig ihre Ehrfurcht vor den starken Bamberger Innenspielern ablegten und engagiert den Korb attackierten. Mit 26:19 gewann die BG den Abschnitt, spielte sich zwischenzeitlich auf sechs Punkte heran (47:53/28.). Louis Dale, mit einem freien Dreier, und Dwayne Anderson, mit einem Floater, hatten sogar die Chance, ihre Farben noch näher heran zu bringen.

Im Schlussviertel geriet die BG nach Dreiern von Stuckey und Jacobsen schnell mit 16 Zählern in Rückstand. Die Distanzwürfe waren aber nicht nur schlecht fürs Göttinger Punktekonto, sondern auch fürs Selbstvertrauen. Denn vom Glauben an die eigene Stärke, war nun nichts mehr zu sehen, die BG leistete kaum noch Gegenwehr. „Uns fehlt ein Führungsspieler, der offensiv Struktur in unser Spiel bringt. Phasenweise sind wir in der Offensive herumgelaufen wie ein Haufen kopfloser Hühner. Es ist Zeitverschwendung, so viel zu trainieren, wenn wir vor der Defensive des Gegners nur weglaufen“, ging BG-Headcoach John Patrick mit seinen Akteuren hart ins Gericht.

Von Mark Bambey

BG – Brose Baskets

BG Göttingen: Scott (6/0/3/0/23), Kulawick (9/3/2/0/20), Meacham (9/1/3/4/22), Bailey (2/0/5/0/29), Waleskowski (8/0/2/1/16), Little (2/0/1/1/20), Dale (7/1/1/2/22), Tetzner (0/0/1/0/1), Boone (3/0/7/1/22), Anderson (11/2/6/0/19), Raffington (2/0/0/0/2), Adler (0/0/0/0/2).
Brose Baskets Bamberg: Goldsberry (8/2/3/5/25), Terry (17/0/4/1/18), Suput (9/0/4/1/23), Tadda (1/0/0/1/8), Crowell, Stuckey (6/2/5/3/20), Land, Pleiß (6/0/1/0/23), Jacobsen (14/4/6/4/34), Gavel (7/1/2/1/29), Hinse (8/0/6/0/17)
Teamwerte: Feldwürfe: BG: 21/61 (34%), Bamberg: 24/55 (44%), Dreier: BG: 7/26 (27%), Bamberg: 9/26 (35%), Rebounds: 37:34, Off.-Reb: 12:9, Fouls: 22:29, Assists: 9:16, Ballverluste: 9:13, Freiwürfe: BG: 10/12 (83%), Bamberg: 19/27 (79%).