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Regional Fünf Tage Reitsport bis zum Grand-Prix-Niveau auf Hof Bettenrode
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09:00 06.07.2019
Bettenröder Dressurtage 2018: Ann-Christin Wienkamp auf Daley Thompson. Quelle: Heller
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Hof Bettenrode

Für einen guten Zweck haben Organisatoren, Reiter, Zuschauer und Sponsoren bei den Bettenröder Dressurtagen schon immer gespendet. Im vergangen Jahr wurde Geld gesammelt für die Aktion „Reiten gegen den Hunger“. Das Hilfsprojekt zugunsten der Welthungerhilfe wurde von Gudrun Bauer von der Bauer Media Group und Ulrich Kasselmann, Ausrichter des Reitsport-Events Horses & Dreams in Münster, initiiert. Dieses Projekt sei so gut angekommen, dass auch in diesem Jahr bei den Bettenröder Dressurtagen Geld für die Welthungerhilfe gesammelt werden soll, sagt Ilse Hess, Mutter des Hof-Betreibers Philipp Hess. Und auch im Sport wird viel geboten.

Wie kam es dazu, im Landkreis Göttingen ein großes Dressursport-Event zu etablieren?

„Der Hof gehörte meinem Großvater Ulrich Diebig“, berichtet Dressur-Profi Philipp Hess. „Er hatte vier Töchter, doch keine wollte das Anwesen weiterführen, also bin ich als Enkel schließlich aus Warendorf hierher gezogen und habe den Hof übernommen. Ich wollte den Dressursport voranbringen, aber auch etwas für die Region tun. Wir haben mit einem kleinen Turnier angefangen. Heute zeigen wir Prüfungen auf Weltklasse-Niveau mit internationalen Gästen. Das macht sich auch in der Region bemerkbar.“

Was gibt es bei den Bettenröder Dressurtagen zu sehen?

„Wir haben mehrere Prüfungen der Klasse S, darunter die Qualifikation zum Finale Nürnberger Burg-Pokal“, nennt Philipp Hess die Highlights. „Mit dem Tag der jungen Pferde fällt am Mittwoch der Startschuss. Hier werfen vor allem Reiter und Züchter ein Auge auf dem Pferdenachwuchs“, sagt Meike Gerhard vom Organisationsteam. Klaus Storbeck, Vorsitzender des Pferdezuchtvereins (PZV) Südhannover und sportlicher Leiter bei den Dressurtagen, erklärt außerdem: „Es werden einige Prüfungen zu weiteren Qualifikationen stattfinden. Unter anderem geht es um die Qualifikation zum Bundeschampionat 2019 der 5- und 6-jährigen Dressurpferde und um den Siegerpreis des Bezirksverbandes Hannoverscher Warmblutzüchter Braunschweig für 3- bis 6-jährige Dressurpferde.“

Was ist neu im Programm?

„Mit der Prüfung Klasse S für Nachwuchsreiter und Nachwuchspferde führen wir ein Pilot-Projekt durch. Dabei werden zwei Abteilungen – eine U 25, und eine Ü 25 – gebildet. Es wird also jede Platzierung doppelt besetzt, jeweils aus der Altersgruppe U 25 und Ü 25“, erklärt Storbeck.

Lässt sich mit Dressurreiten ein großes Publikum begeistern?

„Dressur ist für Laien nicht so leicht zu verstehen wie Springreiten. Deshalb moderiert der internationale Richter Christoph Hess die Prüfungen. Das wurde bisher vom Publikum gut angenommen und ist auch ein gutes Feedback für die Reiter. Unser Ziel ist mehr Transparenz im Dressursport“, sagt Storbeck.

Welche Rolle spielt faires Reiten bei den Dressurtagen?

„Zur Tradition in Bettenrode gehört der Ulrich-Diebig-Gedächtnispreis. Dafür werden die Reiter über mehrere Turniertage im Umgang mit dem Pferd auch vor und nach der eigentlichen Prüfung beurteilt“, erklärt Gerhard. „Außerdem nehmen wir teil am neuen FN-Förderprojekt ,Fair geht vor’. Eine junge Jury im Alter von 17 bis 27 Jahren beurteilt den respektvollen Umgang der Reiter mit ihrem Pferd, auch nach dem Ritt“, sagt Praktikantin Laura Tröger, die sich um die Durchführung des neuen FN-Projekts kümmerte.

Wie wird beim Turnier Geld für die Welthungerhilfe gesammelt?

„Pro Eintrittskarte wird ein Euro an die Welthungerhilfe abgegeben“, erklärt Gerhard. „Wir verkaufen hochwertige Glücksbringer-Hufeisen in einer Geschenk-Box. Außerdem wird am Freitag ein Sponsorenabend veranstaltet, bei dem wieder ein buntes Kunststoffpferd versteigert wird. Und beim Turnier werden Spendendosen aufgestellt. Im vergangenen Jahr sind 10000 Euro für die Welthungerhilfe zusammengekommen. Die Marke wollen wir knacken“, zeigt sich die Mit-Organisatorin optimistisch.

Das Programm und die vorläufige Zeiteinteilung gibt es online hier

Von Claudia Nachtwey

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