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Regional Für die SVG zählt in der Oberliga nur Platz acht
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21:52 05.07.2009
Neuzugänge und „Funktionsteam“: Coach Knut Nolte, Kotrainer Christian Constein, Torwart Clemens Zöllner, Florian Müller, Torwart Cord Behrens, Torwarttrainer Dennis Uhlendorff, Betreuer Rainer Schmidt, Abteilungsleiter Thorsten Tunkel, Daniel Kornet, Florian Evers, Erkan Coskun und Rückkehrer Josef Maffenbeier. Es fehlten am Sonnabend Yusuf Beyazit und Mike Strauß.
Neuzugänge und „Funktionsteam“: Coach Knut Nolte, Kotrainer Christian Constein, Torwart Clemens Zöllner, Florian Müller, Torwart Cord Behrens, Torwarttrainer Dennis Uhlendorff, Betreuer Rainer Schmidt, Abteilungsleiter Thorsten Tunkel, Daniel Kornet, Florian Evers, Erkan Coskun und Rückkehrer Josef Maffenbeier. Es fehlten am Sonnabend Yusuf Beyazit und Mike Strauß. Quelle: Swen Pförtner
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Göttingen. Für Kampfansagen ist der Spielermund zuständig: Derselbe Platz wie in der Vorsaison soll es für die SVG sein, sagte Rückkehrer Josef Maffenbeier bei seiner Vorstellung – ergo der Oberliga-Titel. Das ging ein wenig in Richtung der Aussage von RSV-05-Neuzugang Mehdi Mohebieh, der am Vortag als Ziel formuliert hatte, 05 „auf Dauer zur Nummer eins in Göttingen“ zu machen. Funktionäre würden sich in der Regel eher die Zunge abbeißen, als etwa vom Titel zu reden. Platz acht und damit der Klassenverbleib in Form der Qualifikation für die eingleisige Oberliga ist das Ziel der SVG, und nicht mehr – da waren sich am Sonnabend sämtliche Verantwortlichen einig. 

Im Hinblick auf die Investitionen – der Etat hat sich um 30 Prozent erhöht – sind die Schwarz-Weißen ein wenig zum Erfolg verdammt. „Sonst hätte der Kraftakt nicht sein brauchen“, verdeutlichte Reinhold Napp, 2. Vorsitzender. Ein „finanzielles Abenteuer“ sei man jedoch nicht eingegangen, ergänzte Geschäftsführer Joachim Lüdecke. „800 Euro im Monat für einen Spieler“ sei für die SVG „gar nicht machbar“. 

22 Spieler umfasst der Kader, laut Lüdecke komme „vielleicht noch einer dazu“. Ob allerdings Jan Hoffmann bleibt, steht noch in den Sternen. Die Verhandlungen stocken, Hoffmann hat um ein Gespräch mit dem Vorsitzenden Gulz gebeten. „Ich glaube nicht, dass die SVG nur aus Jan Hoffmann besteht“, schimpfte Lüdecke, der andererseits hofft, dass aus der Verpflichtung des Leinefelders Martin Wiederhold etwas wird. Nicht mehr berücksichtigt ist Francesco Pietroluongo, der an einem Bandscheibenvorfall laboriert und lange ausfällt. Trainer Knut Nolte hält jedoch am Stürmer fest: „Ich habe ihn nicht abgeschrieben.“ Im Übrigen hält Nolte die Mannschaft, die im NFV-Pokalspiel am 4. August gegen Eintracht Northeim zum ersten Mal aufläuft und am 9. August bei Hansa Lüneburg zum Punktspielauftakt antritt, für oberligatauglich. „Gegen die neuen Gegner wird man sich steigern, und außerdem sind wir Druck gewohnt“, so Nolte.

Müller und Maffenbeier schnell

Die SVG-Spieler mussten sich zu diesem Zeitpunkt bereits einem Leistungstest unterziehen. Thorsten Reinhold – ehemaliger Spieler von 05 und SVG, nun Mitarbeiter des Unternehmens Activiteam – bat die Schwarz-Weißen zum Sprungkraft-, Schnelligkeits- und Ausdauertest. Beim 30-Meter-Sprint kamen die Neuzugänge Florian Müller und Josef Maffenbeier der 4-Sekunden-Grenze und damit dem Bereich der Profis am nächsten, beim 30-Minuten-Lauf in drückender Hitze Philipp Käschel und Marius Ehlert, die beide knapp über sieben Kilometer schafften. In sieben Wochen werden die Tests wiederholt. „Sie sind aussagekräftig und gleichzeitig wie ’ne Trainingseinheit“, verdeutlichte Reinhold, der bereits die Verfassung der Wolfsburger Bundesligaprofis überprüft hat. Für die SVG und andere Teams aus der Region gab es einen Angebotspreis in Höhe von 400 Euro.

Was die Resonanz auf die Teamvorstellung betrifft, hatte der RSV 05 mit 150 Zuschauern im Vergleich zu den rund 50 Zuschauern der SVG die Nase vorn – sportlich hat sich das Blatt mit dem Aufstieg der Schwarz-Weißen gewendet. „Wir sind die Nummer eins in Göttingen, und das wollen wir nächstes Jahr auch bestätigen“, konterte Lüdecke die Aussage von Mohebieh. Gleichzeitig beklagte er sich darüber, dass aus Richtung der Benzstraße noch keine Glückwünsche für den Titel am Sandweg eingetroffen seien. Man selbst habe dem damaligen Bezirksligameister RSV 05 mit einem Blumenstrauß gratuliert. Einig sei er sich mit RSV-Teammanager Jan Steiger jedoch in einem Punkt: „Spieler, die bereits zugesagt haben, würde ich nie ansprechen.“ Wenn Spieler allerdings – so seine Rechtfertigung auf Vorwürfe Steigers – Gesprächsbereitschaft signalisieren, „ist das ’ne andere Frage“.

Einen Bericht zum SVG-Testspiel lesen Sie am Dienstag.

Von Eduard Warda 

03.07.2009
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