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Regional „Funaten Hannover“ holen sich in Göttingen den 13. Gänseliesel-Cup
Sportbuzzer Sportmix Regional „Funaten Hannover“ holen sich in Göttingen den 13. Gänseliesel-Cup
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15:00 26.03.2018
13. Gänseliesel-Cup in Göttingen: Das Team Göttingen (schwarze Trikots) im Spiel gegen das Team Dresden.
13. Gänseliesel-Cup in Göttingen: Das Team Göttingen (schwarze Trikots) im Spiel gegen das Team Dresden. Quelle: Pförtner
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Göttingen

16 Ultimate-Frisbee-Mannschaften hatten beim Gänseliesel-Cup die Kräfte gemessen, wobei Fairness und der respektvolle Umgang mit dem Gegner oberstes Gebot waren. Der Sport kommt ohne einen Unparteiischen aus: sämtliche Akteure – beim Turnier im Felix-Klein-Gymnasium wurde fünf gegen fünf gespielt – sind Spieler und Schiedsrichter zugleich. Sogar bei großen Turnieren wie Weltmeisterschaften sorgen die Spieler selbst für die Einhaltung der Regeln und klären Strittigkeiten unter sich.

Daher wird bei Turnieren wie auch dem Gänseliesel-Cup ein „Spirit-Preis“ an die fairste Mannschaft vergeben. Dieser sei „genauso wichtig wie der Siegerpokal“, sagt Frederic Weidling vom Turnierausrichter, der Ultimate-Frisbee-Abteilung der BG 74. Zur fairsten Mannschaft des Gänseliesel-Cups wurde von den Turnierteilnehmern das Team Sunblocker aus Oldenburg gewählt.

Auch Matthias Kram und Katja Hattermann von „Disc-o-Fever Würzburg“ betonen, dass die Fairness zwischen den Spielern das Besondere an ihrem Sport ist und ihn von anderen Sportarten unterscheidet. „Diese Werte spielen eine zentrale Rolle und werden Kindern sehr früh beigebracht“, sagt Hattermann. Für Kram, der seit 18 Jahren Ultimate-Frisbee spielt, sei dies auch der Grund gewesen, warum er sich gegen Fußball und für Ultimate-Frisbee entschieden hat.

13. Gänseliesel-Cup in Göttingen

In Göttingen kommt Ultimate Frisbee, wie es in Deutschland üblich sei, aus dem Hochschulsport, erzählt Weidling. „Aus Universitäten wird es von jungen Lehrern in die Schulen getragen“, und so wachse der Sport. Auch der diesjährige Gänseliesel-Cup ist gewachsen. Nachdem das Turnier im vergangenen Jahr wegen Unklarheiten bezüglich der Brandschutzordnung an einem Tag durchgeführt worden war, nahmen in diesem Jahr 16 statt der üblichen zwölf Teams teil, und zum ersten Mal wurde parallel in zwei Hallen gespielt.

Die grundlegenden Regeln beim Ultimate Frisbee sind simpel: Ein Punkt wird erzielt, wenn die Frisbeescheibe einem Mitspieler in der gegnerischen Endzone zugespielt wird, ohne dass sie auf den Boden fällt. Außerdem ist der Sport kontaktlos, und der Spieler, der die Frisbeescheibe in der Hand hält, darf das Spielgerät nicht tragen, sondern muss innerhalb acht Sekunden die nächste Anspielstation finden.

Am besten gelang dies den „Funaten“ aus Hannover. Sie setzten sich im Finale nach Verlängerung durch den sogenannten „Universe Point“ gegen das Team Siggi_udrTiger durch. Platz drei ging an die Münsteraner von „Snowmotion“. Von den Göttinger Teams landete die Nachwuchsmannschaft YoungGun7 auf dem vorletzten Platz, während die „Göttinger Sieben“ es auf Rang sechs schafften.

Bilder: gturl.de/Ultimate Frisbee

Von Helmuts Viksna

26.03.2018