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Regional Fynn Kunze ist jetzt im Bundeskader
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15:02 18.05.2018
Schwimmer Fynn Kunze vom TWG 1861 wurde in den Bundes-Nachwuchskader berufen. Quelle: Christina Hinzmann
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Göttingen

„Viel ändert sich dadurch nicht“, sagt der 16-Jährige mit den dunkelblonden Haaren zu der Kader-Nominierung. Schon jetzt trainiere er, wenn am Wochenende kein Wettkampf sei, sieben bis acht mal die Woche – „manchmal zweimal am Tag“, sagt Fynn. Denn: „Einmal die Woche ist Ruhetag.“ Hinzu käme zwei mal die Woche Krafttraining. „Jetzt kann ich außerdem noch zu Lehrgängen beim Bundestrainer“, nennt der Schwimmer einen Vorteil der Kadermitgliedschaft. Einmal war er bereits bei einem solchen Lehrgang.

Um in den Nachwuchskader zu kommen, müsse man auf Wettkämpfen an bestimmte Zeiten herankommen, die der Bundestrainer vorgebe. Das hat Fynn geschafft: „Bei den 200 Meter Lagen war ich sogar schneller“, sagt der Schüler, der das Felix-Klein-Gymnasium (FKG) besucht.

Wer denkt, dass die Schule bei so viel Schwimmen leidet, irrt jedoch: „Ich kriege das gut hin“, sagt Fynn. Weil er gute Noten habe, sei es auch kein Problem, für Wettkämpfe von der Schule freigestellt zu werden. Einmal die Woche habe er auch in der Schulzeit Training, ergänzt seine Schwimmtrainerin Kerstin Krumbach. „Der Schulunterricht wird dann als Einzelunterricht nachgeholt“, erklärt sie.

„Ich schwimme eigentlich schon immer“, sagt Fynn. Dabei habe er nie darüber nachgedacht, aufzuhören oder zu einer anderen Sportart zu wechseln. Mit dem Babyschwimmen ging es für ihn los, mit sechs Jahren habe er an den ersten Wettbewerben teilgenommen. „Früher war vielleicht jedes halbe Jahr mal ein Wettkampf, heute auch mal an drei aufeinander folgenden Wochenenden“, erzählt der Nachwuchsschwimmer.

Übernächste Woche stehen die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften wieder an: Neben seinen Hauptstrecken 200 Meter Lagen, 200 Meter Brust, 200 Meter Rücken und 100 Meter Rücken wird er noch auf zwei anderen Strecken an den Start gehen. „Ich will mindestens eine oder auch zwei oder drei Medaillen holen“, benennt er seine Ziele für seine Hauptstrecken. Auch in den anderen beiden Strecken wolle er es ins Finale schaffen.

Wird er da schon etwas nervös? „Ich bin nie so wirklich aufgeregt“, sagt Fynn. Es könnte ein bisschen gleichgültig wirken, aber er meint es einfach so, wie er es sagt. „Ich schwimme beim Wettkampf viel bessere Zeiten als im Training, das ist einfach ein komplett anderes Gefühl“, erzählt er. Und in der Unaufgeregtheit liege auch seine Stärke, meint Trainerin Krumbach: „Viel entscheidet sich im Kopf, Fynn ist da ein Wettkampftyp“, sagt sie.

Sein nächstes Zukunftsziel sind die Jugendeuropameisterschaften für die 16- bis 18-Jährigen. „Jetzt wäre ich da noch der jüngste“, sagt der Schüler, der gerade erst 16 geworden ist, „aber in ein bis zwei Jahren könnte ich an die Zeiten herankommen.“ Den Ehrgeiz hat er schon mal.

Dabei ist beim Wettkampf nicht nur die richtige Einstellung, sondern auch die richtige Badehose wichtig, wie der Schüler erzählt: „Beim Kraul zum Beispiel trägt man eine engere als beim Brustschwimmen.“ Das liege daran, dass man beim Kraulschwimmen die Beine weniger auseinander bewege. Sowieso scheint bis zu einem gewissen Punkt das Motto umso enger, umso besser zu gelten: „In eine gute Wettkampfhose braucht man auch mal zehn Minuten“, sagt Trainerin Krumbach. Fynn scheint das Dilemma zu kennen: Er bestätigt grinsend.

Von Hannah Scheiwe

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