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Regional Geld aus Konjunkturpaket auch für KGS-Halle?
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18:13 11.03.2009
Soll auf „energetisch akzeptableren Stand“ gebracht werden: die KGS-Sporthalle an der Grätzelstraße. Quelle: Vetter
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„Energetische Totalsanierung“ heißt die Zauberformel, mit der die Stadt Mittel für einen Godehardhallen-Neubau aus dem Konjunkturpaket II loseisen möchte. In Frage kommt die pauschale Zuweisung in Höhe von 7,1 Millionen Euro, die zwar Sanierungsmaßnahmen fördert, jedoch keine Ersatzbauten – ein als „Totalsanierung“ deklarierter Neubau würde dem Rechnung tragen. „Wir sind noch nicht sicher, ob wir die Förderrichtlinien erfüllen, bemühen uns aber, eine Lösung zu finden, denn ein Ersatzbau macht sehr viel mehr Sinn“, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) auf der Sitzung des Sportausschusses im Vereinshaus von Waspo 08. Klarheit soll bis zur Sondersitzung des Rates am 18. März herrschen.

Dass für die marode Godehardhalle ein Ersatzbau benötigt wird, steht parteiübergreifend außer Frage. Nun sollen drei Millionen Euro aus der pauschalen Zuweisung verwendet werden, den Rest der knapp sechs Millionen Euro Baukosten finanziert die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF). Vorteil: Je geringer der GoeSF-Anteil ausfällt, desto niedriger ist die Miete. 

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Baubeginn soll Frühjahr 2010 sein, die Bauzeit beträgt nach den Vorstellungen von GoeSF-Chef Alexander Frey acht bis zehn Monate. Ein Unterrichtsausfall werde vermieden, weil die vorhandene Halle bis zur Fertigstellung der neuen genutzt und erst danach abgerissen werde. Als Standort schwebt Frey die unmittelbare Nachbarschaft der alten Halle vor – „parallel verschoben oder um 90 Grad zum Leinekanal gedreht“. Auch die Möglichkeit des Namenssponsorings, erneut angeregt von Christian Henze (SPD), soll weiter verfolgt werden. Meyer: „Wir müssen alle Möglichkeiten der Finanzierung ausschöpfen.“ 

Fritz Güntzler (CDU) zeigte sich angetan von der Planung. „Das ist eine einmalige Chance, über das Konjunkturpaket noch viel schneller tätig zu werden“, sagte der Ausschussvorsitzende. Meyer wies auf eine „schizophrene Ausgangsposition“ hin: „Wir müssen innerhalb von zwei Jahren hohe Summen ausgeben, haben auf der anderen Seite Einnahmeverluste. Das ist völlig irrsinnig.“

Ebenfalls mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II, allerdings aus dem Förderprogramm für die Sanierung von kommunalen Sportanlagen, sollen nach dem Willen von Verwaltung und GoeSF drei Sporthallen saniert werden – jene der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (KGS) an der Grätzelstraße (550000 Euro veranschlagt), die alte Halle des Theodor-Heuss-Gymnasiums (460000) und die Halle der ehemaligen Jahnschule (661000). „Wir gehen davon aus, dass maximal ein Förderantrag genehmigt wird“, unterstrich Frey. Priorität habe die Halle an der Grätzelstraße, zumal die KGS im Hinblick auf Sanierungsmaßnahmen sowieso in den Fokus gerückt sei. Die Einrichtung soll laut Frey auf einen „energetisch akzeptableren Stand“ gebracht, rund 50 Prozent der Energiekosten eingespart werden. Von Eduard Warda