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Regional Drei Kunstrasenplätze für Göttingen
Sportbuzzer Sportmix Regional Drei Kunstrasenplätze für Göttingen
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21:53 27.02.2017
Von Mark Bambey
Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GoeSF) will die fast 40 Jahre alten Hartplätze an der Benzstraße in Geismar, am Rehbach in Grone und der BSA am Maschpark umbauen. Quelle: Archiv
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Göttingen

„Das wird ein enormer Impuls für den Fußball in Göttingen sein. Ich freue mich sehr für den Göttinger Sport, dass diese Investition getätigt wird“, betont GoeSF-Geschäftsführer Alexander Frey. Wie bei den bisher entstandenen Kunstrasenplätzen auf der BSA Weende, BSA am Greitweg, Jahnstadion (alle 2006) sowie am SVG-Stadion (2015) beteiligen sich die Klubs an den Baukosten. „Der FC Grone und der RSV 05 haben bereits ihre Zusage gegeben. Mit 1. SC 05 laufen noch Gespräche, weil der Platz im Maschpark auch von anderen Klubs stark genutzt wird. Die Beteiligung beträgt 50 000 Euro“, so Frey.

Der Sportausschuss hat den Investitionen in zwei Lesungen zum Sporthaushalt zugestimmt. Im Haushalt der Stadt Göttingen steht bereits seit einigen Jahren der Bau eines Kunstrasenplatzes im Maschpark. Dieser solle gebaut werden, wenn Teile der BSA am Maschpark an einen Investor verkauft wurden, heißt es. Wie weit die Gespräche über den Verkauf des Maschpark-Teil-Areals sind, teilte die Stadt nicht mit: „Die Verhandlungen wurden wieder aufgenommen, eine Entscheidung durch die politischen Gremien steht aber noch aus. Details zum Verhandlungsstand und die künftigen Vertragspartner kann die Stadt aufgrund schützenswerter Interessen jedoch nicht mitteilen.“

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Es steht etwa die Fläche eines Fußball-Großfeldes zum Verkauf. Die südliche Hälfte des B-Platzes sowie das dahinter liegende Kleinfeld. „Weil der Kunstrasen praktisch immer zur Verfügung steht, gibt es keinen Verlust an Trainingszeiten“, sagt Frey. Die bestehenden Hartplätze waren im Hochsommer und auch bei Frost-Tau-Wetter oft gesperrt. Rasenplätze werden von der GoeSF im Sommer für sechs Wochen gesperrt – ebenso nach Regen- oder Schneefall.

Das Frühjahr soll nun genutzt werden, um das Vergabeverfahren auszuarbeiten. „Wir denken, dass wir den Bauauftrag im September vergeben können. Durch die Vergabe des Auftrags für alle drei Plätze und den frühen Zeitpunkt hoffen wir, ein günstigeres Angebot zu erhalten, als wenn die Plätze einzeln ausgeschrieben werden. Diese Erfahrung hatten wir 2005 gemacht. Im September/Oktober 2018 sollen die Felder ihrer Nutzung übergeben werden“, skizziert Frey. Die GoeSF rechnet mit einem Gesamtvolumen von 1,8 Millionen Euro. „Darin enthalten sind auch etwaige Kosten, um die Flutlichtanlagen und die Banden auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen“, so Frey.

Das sagen die Vereine:

Peter Sprenger, Vorsitzender des FC Grone: "Der Kunstrasenplatz ist für uns lebensnotwendig. Wenn wir bald alle Juniorenklassen doppelt besetzt haben, trainieren 170 bis 180 Jugendliche bei uns. Im unteren Bereich, also bei den ganz Kleinen, haben wir einen Zuwachs von 40 Prozent. Eigentlich haben wir nur unseren Rasenplatz, der Hartplatz, der die einzige Ausweichmöglichkeit ist, ist fast grün vor Moos. Wenn der Kunstrasenplatz im Herbst 2018 fertig gestellt sein wird, liegen wir beim FC Grone voll im Zeitplan. Das wird einen Riesenschub geben. Bei der Selbstbeteiligung muss die Mitgliederversammlung noch zustimmen. 30.000 Euro sind bereits abgesegnet, aber damit werden wir nicht hinkommen."

Burkhard Bartschat, Vorsitzender des RSV 05: "Um auch in Zukunft gute Jugendarbeit zu gewährleisten, ist für uns ein Kunstrasenplatz ganz wichtig. Wir haben knapp 600 Jugendliche und 34 Juniorenmannschaften. Unser Hartplatz ist noch einer der besseren, deshalb hat sich die GoeSF auch lange Zeit schwer getan. Aber wenn ein Hartplatz im Sommer nicht genutzt wird, wird er vernachlässigt. Es wurde jetzt einfach Zeit, dass etwas passiert. Wir sind in Kontakt mit der GoeSF, aber über die Höhe des Eigenanteils haben wir noch nicht abschließend gesprochen. Im Gegensatz zur SVG muss unser Flutlicht nicht komplett erneuert werden. Wie es um die Dränage steht, kann man erst sehen, wenn der Boden abgenommen worden ist. Wir hoffen, dass es für uns nicht so teuer wird."

Thorsten Richter, Vorsitzender des 1. SC 05: "Wir würden einen Kunstrasenplatz im Maschpark absolut begrüßen und uns sehr darüber freuen. Uns interessiert es natürlich sehr, Hauptnutzer zu sein. Wir müssen darüber aber noch im Vorstand und mit den Mitgliedern beraten, denn für uns ist das wie für andere Klubs auch eine ganz schöne Hausnummer. Momentan haben wir sieben verschiedene Trainingsstandorte, und unser Verein ist insbesondere im Winter regelrecht zerrissen. Wenn wir im Maschpark auf Kunstrasen zusammen trainieren könnten, wäre das für unser Zusammengehörigkeitsgefühl ganz wichtig. In jedem Fall freuen wir uns sehr über die Entscheidung des Sportausschusses."