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Regional Göttinger Astrid Reinhardt ist Schiedsrichterin in Kai Pflaume-Show
Sportbuzzer Sportmix Regional Göttinger Astrid Reinhardt ist Schiedsrichterin in Kai Pflaume-Show
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17:46 15.04.2020
"Klein gegen Groß": Astrid Reinhardt und Kai Pflaume. Quelle: R
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Göttingen

Ihre Expertise war in der abendfüllenden ARD-Show „Klein gegen Groß“ unerlässlich – wer am vergangenen Sonnabend gemeint hat, seinen Augen nicht zu trauen, lag doch richtig: Astrid Reinhardt, stellvertretende Vorsitzende des Stadtsportbundes Göttingen und beim TV Roringen Leiterin der Sparte Rope Skipping, war als Schiedsrichterin gefragt.

Für eine Wette eines jungen Rope Skippers – Seilspringers – suchte das Produktionsteam der Sendung jemanden vom Fach, und so kam es, dass kurz nach Weihnachten das Telefon von Astrid Reinhardt klingelte: Es gehe um die Sendung „Klein gegen Groß“ wurde ihr gesagt, ein Junge, der sich gemeldet habe, solle gegen zwei Prominente antreten.

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Gefragt waren Tipps: Was für ein Seil komme in Frage, was müsse man zum Sprungstil wissen? Um die Ratschläge etwas anschaulicher zu gestalten, drehte Reinhardt mit den Roringer Rope Skippern im Training Videos.

Das letzte Wort hatte dann die Aufnahmeleitung, und am Ende trat der Junge, der sogenannte Basic-Sprünge, also Sprünge, bei denen mit beiden Beinen zugleich abgesprungen wird, vollführte, gegen die ehemaligen Boxer Regina Halmich und Henry Maske an. Seine Aufgabe: in zwei Minuten mehr Sprünge zu absolvieren als Hallmich und Maske zusammen in vier Minuten. Als vermeintliche Schwierigkeit wurden den Seilspringern die Augen zugebunden. „Ich persönlich finde es so fast einfacher“, sagt Reinhardt. „Wir trainieren teilweise mit verbundenen Augen, weil das die Koordination Hand-Fuß schult.“

Neben ihrem Expertenrat sollte Reinhardt als Schiedsrichterin fungieren, also in der Show die Sprünge zählen. Und so ging es an einem Sonnabendmorgen im Februar nach Berlin zur Aufzeichnung. Auf zwei Proben, eine Generalprobe mit den Kindern und eine Generalprobe mit den Prominenten, folgte am Nachmittag eine rund siebenstündige Aufzeichnung, die erst abends gegen 21 Uhr endete – und aus der später etwas mehr als drei Stunden TV-Show destilliert wurden.

Nach einer Stunde in der Maske ging es los, und Reinhardt war um einen Job reicher: Auch bei einem zweiten Wettbewerb, bei dem ein Medizinball so oft wie möglich im Bereich über einer Linie an die Wand geworfen werden musste, war sie als Schiedsrichterin gefragt. Nervös sei sie eigentlich nicht gewesen: „Ich fand es spannend, aber ich war ja nicht in der Hauptrolle.“

Was Reinhardt besonders beeindruckte, sei die Professionalität gewesen, mit der das TV-Team mit den Kinder-Kandidaten umging. „Das war total klasse, sie sind super gut auf die Kinder eingegangen“, berichtet die Göttingerin. „Wichtig ist ja, dass sich die Kinder wohlfühlen. Das war mehr als professionell.“

Beeindruckend fand Reinhardt auch den sprichwörtlichen Blick hinter die Kulissen einer Samstagabendshow – zum Beispiel „wie viel Meter Kabel da herumlagen, wie viel Kisten und Kästen benötigt werden“. Als souverän empfand die Mutter zweier erfolgreich beim ASC 46 basketballspielender und beim TV Roringen seilspringender Töchter auch das Krisenmanagement, zum Beispiel wenn etwas zu flicken war: „Bei so einer Show muss auch improvisiert werden, aber da sitzt dann in kürzester Zeit jede Schraube.“

Am Sonntag ging es wieder zurück nach Südniedersachsen, mit vielen neuen Eindrücken im Gepäck und einem gemeinsamen Bild mit Showmaster Kai Pflaume. „Zur Generalprobe kam er in Jogginghose und hat rumgescherzt“, berichtet Reinhardt, die den Moderator als „sehr sympathisch“ beschreibt: „Toll, wie er mit den Kindern umgegangen ist.“ Und überhaupt: „So etwas hat man nicht jeden Tag.“

Von Eduard Warda

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