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Regional Göttinger Hockey-Club spielt um Regionalliga-Aufstieg
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20:00 22.02.2019
Die Herren des Göttinger Hockey Clubs spielen gegen Kieler HTC um den Regionalligaaufstieg
Die Herren des Göttinger Hockey Clubs spielen gegen Kieler HTC um den Regionalligaaufstieg Quelle: r
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Göttingen

Mit einem gut besetzten Kader, dessen Spielerinnen überwiegend bereits Bundesligaerfahrung haben, konnte das Damenteam ihrer Favoritenrolle in der Oberliga gerecht werden. Acht Siege und ein Remis führten für den HC zum vorzeitigen Titelgewinn. Gegen den Bezirksmeister, den THK Rissen aus der Nähe von Hamburg, geht es um den Regionalligaaufstieg.

Trainer Johannes Albe setzt insbesondere auf die Unterstützung der Fans: „Die Atmosphäre soll meinen Spielerinnen Auftrieb geben. Mit den zu erwartende 450 Zuschauern wird die Halle kochen“, hofft Albe. Die Damen spielen bereits um 15 Uhr, ehe gegen 17.30 Uhr das Göttinger Herrenteam an den Start geht. Dirk Damm, Vorsitzender des HC Göttingen, freut sich auf den Doppelspieltag: „Mit einem Doppelaufstieg könnten beide Mannschaften Vereinsgeschichte schreiben“, so Damm.

Herrenteam mit vielen Studenten

Die Herrenmannschaft, die überwiegend aus Studenten besteht, lieferte sich in der abgelaufenen Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Club zu Vahr. Das Hinspiel in Bremen verloren die Göttinger noch knapp, allerdings konnte das Rückspiel in heimischer Halle mit 8:5 gewonnen werden. Da beide Teams jeweils nur eine Niederlage kassierten, entschied letztlich das Torverhältnis mit nur zwei Toren Unterschied zu Gunsten des HC Göttingen. Das Team von Trainer Konstantin Mogge trifft im Aufstiegsspiel auf den Kieler HTC.

Der Göttinger Club entwickelte sich nach seiner Gründung 1982 schnell zu einer festen Größe in der Hockey-Oberliga. Zwei Herren-, eine Damen- und sechs Jugendmannschaften hat der Verein aktuell im Spielbetrieb gemeldet. „Das ist ein bisschen davon abhängig, ob wir auf dem Feld oder in der Halle spielen“, sagt Claudia Dillen, Pressesprecherin des HC. Bei den Herrenteams seien überwiegend Studenten aktiv, die in der Feldsaison in Bundesligavereinen in Hannover oder Braunschweig spielen.

Mangelnde Trainingsmöglichkeiten

„Unser größtes Problem sind die mangelnden Trainingsmöglichkeiten. Wir haben keinen festen Kunstrasen und trainieren derzeit auf einem Naturrasen oder auf dem Multifunktionsplatz am Jahnstadion“, klagt Dillen, die erläutert, dass der Kunstrasen für den Feldspielbetrieb spezielle Markierungen benötigt. „Der Verein wird weiterhin dafür kämpfen, auch wenn Hockey in Göttingen noch eine Randsportart ist“, so Dillen weiter.

Der Aufstieg mit beiden Teams wäre für den Verein riesiger Erfolg, scheint aber keinesfalls unrealistisch zu sein. „Wir haben gute Chancen. Natürlich hoffen wir auf die entsprechende Zuschauerresonanz“, berichtet die Pressesprecherin, die seit fünf Jahren in Göttingen wohnt.

Traum Regionalliga

„Eigentlich bin ich nur Mutter von drei Hockey spielenden Kindern. Auf der vergangenen Jahreshauptversammlung bin als Pressesprecherin gewählt worden“, erzählt Dillen. Mit der nötigen Unterstützung bei den Aufstiegsspielen könnten zumindest der Traum Regionalliga für den HC Göttingen schon einmal wahr werden. „Es werden hoffentlich 400 Fans – aus dem Verein können wir noch einiges herausholen“, blickt Dillen in die Zukunft.

Von Jan-Philipp Brömsen

21.02.2019
21.02.2019