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Regional Göttinger Mannschaften schlagen sich bravourös gegen Top-Teams
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23:18 09.01.2011
Von Michael Geisendorf
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„Es wäre super, wenn wir in diesem Turnier zum dritten Mal das Viertelfinale erreichen. Das letzte Mal haben wir das 2002 geschafft und sind dann im Neunmeterschießen gegen BrØndby Kopenhagen ausgeschieden.“

Dass sein RSV 05 die Zwischenrunden-Gruppe E der Vorrunden-Vierten souverän beherrschen würde, hatte er sich erhofft. Dass es seiner Mannschaft darüber hinaus gelingen würde, im Viertelfinale den FC Basel mit 2:0 aus dem Rennen zu werfen und als erstes regionales Team in der 22-jährigen Turniergeschichte ins Halbfinale einzuziehen, hätten Ehrlich und seine Spieler zu diesem Zeitpunkt sicher nicht für möglich gehalten. Schließlich hatte der Schweizer Erstligist die Göttinger in der Vorrunde noch mit 6:0 vorgeführt. Den Leistungsschub in der Endrunde erklärte der Trainer damit, dass „ich in den vier Tagen alle 20 Spieler eingesetzt habe und heute erstmals unsere stärkste Formation auf dem Feld steht“.

Die Überlegenheit des Lokalrivalen erkannte auch Sparta-Trainer Esmir Muratovic neidlos an: „05 hat verdient gewonnen. Einige meiner Spieler waren zu dieser frühen Stunde wohl noch im Bett.“ Richtig wach waren die Spartaner offenbar auch drei Stunden später noch nicht. Da leisteten sie sich eine 1:2-Schlappe gegen den Kreisligisten SVG und waren endgültig aus dem Viertelfinal-Rennen. Mit dem Auftreten seiner Akteure im Turnier war Muratovic dennoch sehr zufrieden, hatten sie doch in der Vorrunde den späteren Dritten VfL Wolfsburg 3:2 geschlagen und Cup-Verteidiger Mainz 05 ein 1:1 abgerungen.

Für die Kreisligisten SC Hainberg und SVG war schon der Einzug in die Zwischenrunde ein Riesenerfolg. „Wir steigern uns von Spiel zu Spiel“, jubelte Hainbergs Co-Trainer Johann Frosch nach dem 4:0 gegen die SVG, mit dem der SCH den Grundstein für Platz zwei in der Gruppe E legte – vor Sparta, dem das 3:1 gegen Hainberg nichts mehr nutzte. „Wir haben ein turniererfahrenes Team, weil wir in der Winterpause regelmäßig Turniere mit höherklassigen Mannschaften außerhalb der Region bestreiten“, begründete Frosch die starken Vorstellungen wie beim 1:2 gegen Dortmund.

SVG-Coach Alex Ried war vom 0:4 gegen Hainberg ein wenig angefressen, nach dem 2:1 gegen Sparta aber wieder versöhnt: „Wir haben viele junge Spieler, die noch nicht clever genug sind. Die Endrunde zu erreichen, ist aller Ehren wert.“