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Regional Göttinger starten bei der Finalrunde der World University League in China
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18:05 14.11.2018
Das Team der Universität Göttingen vor dem Spielfeld in China: Steffen Teichert, Nick Boakye, Andy Onwuegbuzie, Philipp Sprung, Lennart Stechmann und Gökhan Özbas (v.l.) Quelle: r
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Göttingen

Im chinesischen Xiamen gehen von Donnerstag, 15. November, bis Sonntag, 18. November, Andrew Onwuegbuzie, Nick Boakye und Philipp Sprung (alle ASC 46) sowie Lennart Stechmann (BG 74) als Team „Georg-August-Universität Göttingen“ an den Start. Als Trainer ist Gökhan Özbas dabei, Steffen Teichert ist als Betreuer mitgereist. Der ASCer war auch Spieler, ist jetzt allerdings nicht mehr spielberechtigt, weil das Alterslimit bei 24 Jahren liegt.

Am Sonntag ist die Gruppe von Hannover über Amsterdam nach Xiamen geflogen und hat in einem Viereinhalb-Sterne-Hotel eingecheckt. „Am ersten Tag haben wir uns erst mal ausgeruht, am Dienstag haben wir uns die Innenstadt angeschaut. Mehr Sightseeing wird es dann aber wahrscheinlich erst nach dem Turnier geben“, berichtet Özbas.

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Zeitplan in China

Donnerstag

Eröffnungs-Zeremonie

12 Uhr: Vorrundenspiel gegen University of Costa Rica

17.40 Uhr: Vorrundenspiel gegen Mon-Altius Physical (Mongolei)

Freitag

14.40 Vorrundenspiel gegen Centre University Studies (Mexico)

Sonnabend

Achtelfinale

Sonntag

Viertelfinale, Halbfinale, Finale Männer (17.45 Uhr), danach Siegerehrung und Abschiedszeremonie

Während sich Sprung noch mit einer leichten Erkältung plagt, sind alle anderen Spieler fit. Özbas tut sich schwer einen Favoriten zu nennen. In ihren Vorrundenspielen treffen die Göttinger auch auf das Team Mon-Altius Physical aus der Mongolei – der Titelverteidiger. Allerdings wird in dem zweiten Vorrundenspiel eine vollkommen andere Mannschaft des Vorjahressiegers auf dem Feld stehen als noch beim Gesamtsieg im vergangenen Jahr. „Die Spieler waren alle 24 und mussten aufhören, jetzt sind es vier 18-Jährige, berichtet Özbas, der aufgrund ihrer Physis die Australier zum Favoritenkreis zählt.

Teams von fünf Kontinenten am Start

Mannschaften von fünf Kontinenten haben sich bei den jeweiligen Meisterschaften für die Finalrunde der Universitäten qualifiziert. Aus Europa geht neben dem Vizemeister aus Göttingen auch noch der kontinentale Titelträger aus Litauen und die Türkei an den Start.

Xiamen – Küstenmetropole mit Hafen

Xiamen ist eine Küstenstadt mit einem internationalen Hafen im Südosten der Volksrepublik China und im Süden der Provinz Fujian. Das Zentrum der 3,6 Millionen Einwohner zählenden Metropole liegt auf einer dem Festland vorgelagerten Insel gleichen Namens und verfügt über einen eigenen Flughafen. Zahlreiche Universitäten sind in Xiamen angesiedelt. Zu den führenden Hochschule gehören die Xiamen-Universität, deren am Meer gelegener Campus einer der touristischen Anziehungspunkte der Stadt ist.

Die Metropole gehört zu den ökonomischen Zentren des chinesischen Küstengebietes. Xiamen hat den Beinamen Kranich-Stadt, weil sich angeblich durchziehende Kraniche hier niedergelassen hatten. Das Klima der Stadt ist subtropisch, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 21 °C. Der November ist einer der niederschlagsärmsten Monate des Jahres, die Höchsttemperaturen liegen bei durchschnittlich 23,4 Grad.

Mexico, Brasilien, Argentinien, Costa Rica und Kanada vertreten den amerikanischen Kontinent, Neuseeland und Australien haben sich für Ozeanien qualifiziert. Außerdem sind Team aus Uganda und Nigeria von afrikanischen Universitäten dabei, sowie zwei chinesische Mannschaften und eine aus dem Iran für Asien. Alle spielen in ihren Universitäts-Trikots, nicht im Nationalmannschafts-Outfit.

Von Match zu Match denken

Vorgenommen haben sich die Göttinger, „genau wie bei der Vorrunde in Portugal, es von Spiel zu Spiel anzugehen“. Özbas bezeichnet das Göttinger Team „als eine gute Mischung“. „Wir sind schnell, haben eine gute Größe und können werfen. Wenn wir erst einmal ins Rollen kommen, können wir auch weit kommen“, verbreitet der Trainer Optimismus.

Seit 2010 gibt es offizielle 3x3-Basketball-Wettbewerbe, erste universitäre Wettkämpfe wurden in Serbien (2012) und Brasilien (2014) ausgetragen. Gespielt wird unter freiem Himmel auf einer Platzhälfte, auf einen Korb, ohne Halbzeit und mit viel motivierender Musik. Zehn Minuten dauert eine Partie, zwölf Sekunden hat jedes Team Zeit für einen Angriff, die Punkte zählen einfach, nur Treffer von jenseits der 6,75-Meter-Linie bringen zwei Punkte.

Spieler repräsentieren ihre Stadt

Hat eine Mannschaft vor Ablauf der zehn Minuten Spielzeit 21 Punkte erzielt, hat sie die Partie vorzeitig gewonnen. Beide Mannschaften können pro Spiel jeweils eine Auszeit nehmen. Im Juni 2017 gab das Internationale Olympische Komitee bekannt, dass diese Basketball-Variante bei den Sommerspielen 2020 in Tokio ins olympische Programm aufgenommen wird.

„Wir sind aufgeregt, weil die Georg-August-Universität erstmals beim Finale der World University League dabei ist“, hatte Özbas im Vorfeld gesagt. „Ich freue mich für meine Spieler. Sie repräsentieren ihre Stadt und ihre Universität nicht täglich auf einem so hohen Niveau.“ Sprung freut sich darauf, die Kultur Chinas , wie die Menschen dort leben, ihre Gewohnheiten und ihr Essen kennenzulernen. Er liebt das Kulinarische. Bis auf Stechmann werden alle Göttinger Spieler noch ein paar Tage Urlaub dranhängen,, die sie nutzen werden um Land und Leute sowie die chinesische Küche kennenzulernen.

Von Kathrin Lienig