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Regional Göttingerin Wiebke Lühmann reist auf dem Rad durch Südamerika
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16:30 24.01.2019
„Ich möchte die Reise genießen und mich nicht abhetzen“: Wiebke Lühmann fährt mit dem Rad 5000 Kilometer durch Südamerika.
„Ich möchte die Reise genießen und mich nicht abhetzen“: Wiebke Lühmann fährt mit dem Rad 5000 Kilometer durch Südamerika. Quelle: r
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„Die Idee, mit dem Rad zu wandern, begeistert mich schon, seitdem ich Rennrad fahre“, erzählt Lühmann, die während ihrer Zeit in Göttingen den Ausdauersport für sich entdeckte, für die LG und den ASC 46 Göttingen sowie diverse Teams der Universität an den Start ging. In der Region entwickelte sich Lühmann schnell zu einer der erfolgreichsten Sportlerinnen, die bei kaum einem Start das Podium verfehlte. Im vergangenen Jahr gewann sie schließlich sogar den Braunschweiger Halbmarathon. Nun hat sie eine neue Herausforderung gefunden: Südamerika.

Eltern erst gar nicht begeistert

Das Besondere am sogenannten „Bikepacken“, also Fahrradfahren durch unterschiedliches, oft unwägbares Gelände, sei, „dass man unmittelbar in der Natur ist und sie viel intensiver wahrnimmt als bei Bus- oder Autoreisen“. Sich dabei zusätzlich fit zu halten und selbst die Entscheidung treffen zu können, wo die Route langführen soll, sei „ein Traum“, schwärmt Lühmann.

Ihre Eltern hingegen waren zunächst wenig begeistert von der Idee, dass ihre Tochter Tausende Kilometer von zu Hause entfernt mit dem Rad Südamerika durchqueren will: „Sie waren beide sehr besorgt, sogar ein bisschen sauer. Mittlerweile freuen sie sich aber für mich“, erzählt die 24-Jährige.

Von ihrer Reise erhofft sich Lühmann, neue Kontakte knüpfen zu können: „Ich habe von der großartigen Gastfreundschaft und der starken Community unter Radfahrern dort gehört und hoffe, dass ich das auch erleben darf“, sagt die Sportlerin. Gleichzeitig wolle sie dabei ihr Spanisch verbessern. Bloß Kilometer mit ihrem zwölf Kilogramm schweren Trekkingrad zurückzulegen, ist also nicht ihr Ziel: „Ich möchte die Reise genießen, mich nicht abhetzen und zwischendurch auch mal länger an einem Ort bleiben.“

Temperaturunterschiede und Wind sind größte Herausforderungen

Zur Vorbereitung auf ihre Reise hat Lühmann viele Blogs von anderen „Bikepackern“ gelesen und sich intensiv mit der Streckenplanung auseinandergesetzt. Auch Impfungen und Gesundheitschecks mussten absolviert werden, bevor sie in den Flieger steigen konnte.

„Um mich an das Fahrgefühl zu gewöhnen, bin ich zudem zuletzt fast ausschließlich Offroad und mit Gepäck auf dem Rücken auf dem Rad unterwegs gewesen“, berichtet sie. Kaum vorbereiten konnte sie sich jedoch auf die wohl größten Herausforderungen, die sie beim Radeln durch Südamerika erwarten: „Die Temperaturunterschiede und der Wind, wenn er aus der falschen Richtung kommt.“

Vor wenigen Tagen ist Lühmann vom Flughafen in Hamburg in Richtung Mexiko aufgebrochen. Von dort aus geht es weiter nach Kolumbien, der ersten Station ihrer Reise. Auf ihrem Instragram-Account @wiebkelueh berichtet die 24-Jährige von ihren Erlebnissen. Bis September ist sie voraussichtlich auf dem Rad durch Südamerika unterwegs – im besten Falle mit ordentlich Rückenwind.

Von Filip Donth

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