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Regional Golflehrer Dominik Grieß möchte Vorurteile ausräumen
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13:00 10.05.2019
Wünscht sich, dass die Klientel beim Golfsport jünger wird: Dominik Grieß Quelle: Christina Hinzmann
Levershausen

Im Alter von zehn Jahren betrat Dominik Grieß erstmals einen Golfplatz. Sein Vater hatte ihn dorthin mitgenommen. Golf wurde für Grieß, der gleichzeitig noch Fußball und Tennis spielte, schnell zum Sport Nummer Eins.

Inzwischen hat der heute 22-Jährige den Golfsport zu seinem Beruf gemacht. Im Oktober vergangenen Jahres schloss er eine dreijährige Ausbildung zum Golf Professional bei der PGA of Germany, dem deutschen Verband für Berufsgolfer, ab. Bestandteil der Ausbildung waren Seminare sowie die praktische Arbeit in einem Betrieb. In seinem Fall die Golfschule Stefan Quirmbach, an der er nun als einer von vier selbstständigen Golflehrern tätig ist.

Irgendwann hat es ihn gepackt

Warum ausgerechnet der Beruf des Golflehrers? Grieß überlegt, so genau könne er das gar nicht sagen. „Ich hatte immer coole Golflehrer und fand den Beruf dadurch interessant. Da ich immer mehr Golf gespielt habe, hat es mich irgendwann gepackt“, sagt er schließlich.

Es gefalle ihm, viele Dinge gut beschreiben und ausdrücken zu müssen, um den Schülern möglichst viel beizubringen. Zudem interessiere ihn „die Verbindung zwischen Körper, Biomechanik und Golftechnik“.

Spaß und Party reinbringen

Ist er mit seinen 22 Jahren eine Ausnahmeerscheinung in diesem Beruf? „Man stellt sich das ja oft so vor: Ein Golflehrer ist ein alter Knacker, der ein bisschen auf der Range rumsteht. Aber so ist es nicht. Und darum geht es mir auch: Ich will den Golfsport lebendiger machen – gerade auch für jüngere Leute“, betont Grieß, der in seinem Lehrjahr zweitjüngster war. Er wolle dem Vorurteil, Golf sei ein Altherrensport, entgegentreten. „Wenn man hier mehr Spaß und Party reinbringt, kann man mit diesem Vorurteil aufräumen“, glaubt er.

Die Zahlen sprechen derweil eine deutliche Sprache: Nach einer Statistik des Deutschen Golf Verbandes spielten im Jahr 2017 insgesamt 644943 Menschen Golf in Deutschland. Die Altersgruppe ab 61 Jahre stellte dabei rund ein Drittel und war somit die mit Abstand größte Gruppe (258676). Bei den 21- bis 26-Jährigen, der Altersklasse von Grieß, spielten dagegen lediglich 20154 Menschen Golf.

Kooperationen mit Schulen und Vereinen

„Diese Zahlen lassen sich so schnell nicht ändern, da dieses Vorurteil vom Altherrensport in den Köpfen rumschwirrt“, gibt Grieß zu. Aber: „Es gibt immer wieder Versuche, die junge Bevölkerung hierher zu holen. Wir tun im Training mit jungen Leuten alles dafür, dass Spiel und Spaß im Vordergrund stehen.“

Um die junge Generation zu erreichen, bestehen bereits Kooperationen mit Schulen, Vereinen und der Universität. Der Public Course des Golfresort ist ohne Mitgliedschaft zugänglich. Da auch die Kostenfrage stets ein wichtiger Faktor ist, hat der Golfclub Hardenberg kürzlich zudem einen Jugendförderverein gegründet, der Teile der Trainingskosten übernimmt. „Eine Saison Golftraining kostet dadurch genauso viel, wie die Mitgliedschaft im Fußballverein“, berichtet Grieß. „Man kann Golf auch spielen, ohne richtig viel Geld auszugeben.“

In der Öffentlichkeit präsenter werden

Entscheidend sei aber, so Grieß, dass der Golfsport in der Öffentlichkeit präsenter werde. Es brauche Identifikationsfiguren, wie einst Boris Becker und Steffi Graf im Tennis. „Es gibt mittlerweile immer mehr Typen im Golf, die junge Leute ansprechen“, gibt sich der junge Golflehrer optimistisch.

Und auch persönlich hat sich der 22-Jährige noch einiges vorgenommen: „Sehr interessant finde ich, einen A-Trainerschein Leistungssport zu machen, um noch in einen anderen Kreis zu kommen und höher spielende Mannschaften trainieren zu können.“ Mit Altherrensport hat das jedenfalls nichts zu tun.

Von Filip Donth

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