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Regional Grisanovs will vom Klassenverbleib lesen
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20:30 22.03.2012
Von Michael Bohl
Auge in Auge: Janis Griasanovs überwindet Münsters Torwart Stefan Biermann.
Auge in Auge: Janis Griasanovs überwindet Münsters Torwart Stefan Biermann. Quelle: Kunze
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Duderstadt

Auch wenn es im Kampf um den Klassenverbleib nur noch schwere Aufgaben gebe, so der Lette, besitze die Jahn-Sieben das Potenzial, um das rettende Ufer zu erreichen: „Ich habe schon vor der Saison gesagt, ich will möglichst ein paar Wochen vor Saisonende in der Zeitung lesen: ,Duderstadt hält die Klasse‘“, schmunzelt der 25-jährige Halblinke, der aus dem Ort Vangazi nahe der Hauptstadt Riga stammt.

In seiner Heimat begann Grisanovs seine sportliche Laufbahn – als Volleyballer. „Ich habe ein paar Jahre gespielt, aber auf der Sportschule hieß es dann, ich sei mit 1,60 Meter für Volleyball zu klein“, berichtet der Neu-Duderstädter. Das war in der Pubertät, und da machte Grisanovs innerhalb eines Jahres einen Wachstumssprung von 20 Zentimetern. Inzwischen hatte er sich jedoch für den Handballsport entschieden, wurde dabei zunächst als Linksaußen und später als Mittelmann eingesetzt. Mit zunehmender Körpergröße (mittlerweile misst er 1,95 Meter) etablierte er sich dann allerdings auf der halblinken Position.

Ehemaliger Volleyballer

Der ehemalige Volleyballer spielte richtig gut Handball, wurde in die Jugendauswahlteams seines Heimatlandes berufen und steht jetzt auch im Kader der lettischen Herren-Nationalmannschaft. Bei seinem jüngsten internationalen Einsatz verlor Grisanovs mit seinen Landsleuten im Januar das WM-Qualifikationsspiel gegen Montenegro mit 28:32. Dabei kam er allerdings nicht auf seiner Stammposition zum Zuge, denn die ist durch Aivis Jurdžs (TSV Hannover-Burgdorf) besetzt.

Auch wenn es nicht nach einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2013 aussieht, so hat Grisanovs als Handballer doch schon schon viel von der Welt gesehen. Er war bereits in Island, Griechenland und der Schweiz aktiv. Als schweizerischer Torschützenkönig stieß Grisanovs 2010 zum HC Einheit Halle. Dem Drittligisten von der Salle fehlte er jedoch ein halbes Jahr lang wegen Verletzung  und trat auch in beiden Punktspielen gegen den TV Jahn nicht in Aktion. Im Zuge der Hallenser Insolvenz lotste Jahn-Manager Ekkehard Loest den Letten nach Duderstadt.

Schöne Wohnung im vierten Stock

Hier fühlt sich der Neuzugang wohl: „Duderstadt ist eine kleine Stadt, die Leute sind nett, die Mannschaft ist prima“, sagt Grisanovs, der in der Schuhmarktstraße eine „schöne Wohnung im vierten Stock“ gefunden hat. Ob er sich dort länger einrichten wird, weiß er noch nicht. „Das hängt vom Klassenerhalt ab und auch von den Angeboten, die ich bekomme“, erklärt der Lette. Seine volle Konzentration gelte jetzt aber dem Heimspiel gegen die HSG Pohlheim. „Unsere kritische Phase sind immer die ersten zehn Minuten“, weiß er. Sollte seine Mannschaft aber eine ordentliche erste Halbzeit abliefern, werde sie sich in der zweiten Hälfte durchsetzen und die beiden wichtigen Punkte im Lande behalten, sagt Grisanovs voraus.

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