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Regional HSG Göttingen entscheidet Derby beim MTV Geismar für sich
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11:13 16.12.2018
Umkämpftes Derby: Neele Diek vom MTV Geismar beim Sprungwurf. Quelle: Richter
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Geismar

Für den MTV Geismar, der durch die Pleite weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz verharrt, wird es damit im Kampf um den Oberliga-Klassenerhalt äußerst schwer, wie auch Trainer Lennart Versemann nach dem Spiel einräumte. „Jetzt wird es super schwierig“, sagt er. Die HSGerinnen feierten derweil ausgelassen den Erfolg.

„Derbysieger, Derbysieger“, schallte es durch die Sporthalle der IGS, dazu formierten die lautstark skandierenden Gäste-Spielerinnen einen hüpfenden Siegerkreis. „Zu Beginn war unsere Nervosität bestimmt Derby-bedingt, aber solche Spiele gewinnt man umso lieber“, sagte die HSG-Akteurin Kimberly Schmieding.

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Am Anfang hakt es etwas im HSG-Räderwerk

In der Tat hatte es zu Beginn der Partie etwas gehakt im Räderwerk des HSG-Spiels. Der enorm engagiert und temporeich auftretende Gastgeber ging beim 7:5 in der 14. Minute zum ersten Mal mit zwei Toren Vorsprung in Führung, später, beim 10:7, betrug die Führung sogar drei Treffer (18.).

Doch die favorisierten Gäste ließen sich nicht abschütteln und hatten beim 11:11 wieder ausgeglichen (23.) – und vermochten ihrerseits in der Folge in Führung zu gehen. „Es ist sehr ärgerlich“, sagte MTV-Trainer Versemann später, als die Niederlage feststand. „Wir haben phasenweise sehr gut mitgehalten, waren in der ersten Halbzeit gleich stark und eventuell sogar einen Deut besser. Dann haben wir aber auch immer wieder Phasen, in denen wir keine Cleverness zeigen und uns die Niederlagen durch eklatante Fehler selbst einbrocken. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Saison.“

MTV Geismar handelt sich Fünf-Tore-Rückstand ein

Versemann spielte damit auf die ersten Minuten nach Wiederbeginn an, in denen sich der MTV bis zur 36. Minute einen Fünf-Tore-Rückstand einhandelte, dem er fortan erfolglos hinterher lief. Bei einigen Pfostentreffern war freilich auch etwas Pech dabei, aber letztlich kassierte Geismar viel zu viele einfache Gegentore.

Letztlich kam der Gastgeber vor 100 Zuschauern in der IGS-Sporthalle nicht mehr heran, und entsprechend positiv fiel das Fazit von HSG-Trainer Uwe Viebrans aus: „In der zweiten Halbzeit haben wir deutlich besser gespielt als in der ersten, ein besseres Spiel aufgebaut“, sagte er. „Die Konzentration hat nicht nachgelassen und wir waren, denke ich, auch konditionell besser. Geismar war in der zweiten Halbzeit platter als wir.“

Nach der Halbzeit steht die HSG defensiv besser

In den ersten zehn bis 15 Minuten sei die Partie jedoch an seinem Team „vorbeigegangen. Da haben wir Geismar zu viel Spiel gelassen und aus der Abwehr rausziehen lassen“, unterstrich Viebrans. „In der Halbzeit haben wir drüber gesprochen und dann immer besser gestanden.“ Der MTV habe letztlich seinem hohen Anfangstempo Tribut zollen müssen.

Am Ende zählte nur der Derbysieg. Für Kimberly Schmieding spielte auch eine Rolle, dass die HSG „ein bisschen mehr Oberligaerfahrung“ hat und im Verlauf der Partie einen besseren Zug zum Tor gefunden habe. Und sogar MTV-Trainer Versemann fand noch einen positiven Aspekt: „Die Mannschaft hängt sich trotz der Rückschläge trotzdem rein und sammelt damit herausragende Erfahrungen.“

Tore MTV: Stiens (6), Neuffer (5), Homfeldt (4/4), Popp (2/1), Stielow, Schilling, Diek (je 2), Jurkait (1).

Tore HSG: J. Schmieding (8/1), Rösler (5/1), Bause (5), K. Schmieding (4), Albrecht (3), Meroth, Lieseberg (je 2), Gräser (1).

Die HSG Plesse-Hardenberg trennte sich unterdessen vom TV Hannover-Badenstedt II nach einer nicht mehr für möglich gehaltenen Aufholjagd in der zweiten Hälfte mit 28:28 (13:21).

Von Eduard Warda

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