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Regional HSG Plesse-Hardenberg fährt ersten Sieg ein
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15:10 17.12.2017
Stark präsentierte sich die HSG Plesse-Hardenberg gegen den TuS Kriftel. Hier setzt sich HSG-Spielerin Isabel Marienfeld durch.
Stark präsentierte sich die HSG Plesse-Hardenberg gegen den TuS Kriftel. Hier setzt sich HSG-Spielerin Isabel Marienfeld durch. Quelle: Peter Heller
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Zwei Minuten vor dem Ende standen die meisten der knapp 200 Zuschauer und klatschten und klatschten und klatschten. Meike Rombach hatte mit dem 21:14 den Deckel drauf gemacht, Marilena Henne mit dem 22:14 und Nele Röhrs mit ihrem zweiten gehaltenen Siebenmeter das Sahnehäubchen auf den langersehnten Erfolg gesetzt. Der Jubelkreis nach dem Schlusspfiff war laut, die Erleichterung zu spüren. „Das war wichtig. Für die Rückrunde, für die Tabelle, für den Kopf“, sagte Trainer Tim Becker. „Wir wissen jetzt, dass es geht.“

Schon oft hatte die HSG gezeigt, dass sie mitspielen kann in der 3. Liga – zumindest phasenweise. Gegen Kriftel passte die Leistung über 60 Minuten, vor allem in der Defensive. „Das war eine ganz starke Abwehr“, lobte der Trainer. Auch ein Verdienst von Last-Minute-Zugang Anna Katharina Loest.

Der deutliche Erfolg gegen den TuS Kriftel sorgte für Jubel.

Die Tochter von Ex-Duderstad-Manager Ecki Loest stand zuletzt beim Erstligisten Celle unter Vertrag, war nach der Insolvenz vereinslos. Am Mittwoch gab sie Becker ihre Zusage, am Sonnabend kam sie in der siebten Minute für Sarah Strahlke. Und machte genau das, was der Trainer von ihr erwartete. „In der Abwehr war sie mit ihrer Präsenz immens wichtig, und vorne hat sie gerade in der Schlussphase Ruhe reingebracht“, beschrieb Becker die Rolle der erfahrenen Linkshänderin. Vier Tore gelangen ihr auch, doch das Angriffsspiel konnte sie nur bedingt beleben. „Unser Angriffsspiel war von vielen Fehlern durchzogen. Gegen andere Gegner hätte das nicht gereicht“, fand Becker auch kritische Worte. Doch Kriftel war an diesem Tag zu schwach, um die reichlichen Fehler der HSG auszunutzen.

Trotz des ersten Sieges bleibt der Aufsteiger Tabellenschlusslicht, verkürzte den Abstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz auf drei Punkte. Den belegt der TSV Birkenau, der überraschend gegen Fritzlar gewann. „Das wirbelt alles etwas durcheinander“, so Becker. Fritzlar hat in der Weihnachtspause einen Trainerwechsel angekündigt, die scheidende Victoria Marquard saß ein letztes Mal auf der Bank. Verstehen kann das von außen wohl keiner. Fritzlar ist am 13. Januar der nächste Gegner der HSG. Deren Trainer kündigte nach dem Spiel seinen Rückzug an. „Ich höre als Trainer und als Vorstandsmitglied auf, ziehe mich komplett vom Handball zurück“, erklärte Becker. Über seine Gründe und die Zukunft will er später sprechen, zuerst sollte die ganze Aufmerksamkeit der Mannschaft und ihrem ersten Saisonsieg gehören.

HSG: Menn, Röhrs – Rombach (7/6), Marienfeld (4), Loest (4), Henne (3), Hille (1), Strahlke (1), Breiding (1), Kurzbuch (1), Kunze.

Von Denise Kricheldorf-Mai

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