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Regional HSG Plesse-Hardenberg gewinnt Derby gegen Aufsteiger MTV Geismar
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19:31 21.10.2013
Gegenwehr: Sarah Strahlke (M.) wird von Geismars Mareike Gloth (l.) und Ann-Katrin Jakobi angegangen. Quelle: Pförtner
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Die zahlreichen Zuschauer sahen einen temporeichen Beginn, vom Abtasten hielten die Kontrahenten nichts. Melanie Brunke eröffnete mit einem Siebenmeter den Torreigen für den MTV, im Gegenzug erzielte Lisa Sander den ersten Treffer für die Heimsieben.

Das Tor zum 1:1 war einer von nur vier Rückraumtreffern der HSG in der ersten Hälfte, weil Geismar gut verteidigte und in Christina Neppert eine starke Torhüterin hatte. Im Vorfeld hatte Dominik Kemke davon gesprochen, sich gegen den HSG-Rückraum etwas einfallen lassen zu müssen, es ist dem Trainer gelungen. „Mit der Abwehr bin ich, bis auf die ersten Minuten, zufrieden“, lobte er die Defensivleistung seiner Spielerinnen.

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Wie eine Ziehharmonika rückte der 6:0-Verband gegen den Ballhalter raus und rechtzeitig zurück, um Kreisläuferin Katharina Reimann abzuschirmen. „Wir hätten viel öfter werfen müssen, haben stattdessen zu viel mit dem Kreis gespielt“, bemängelte Artur Mikolajczyk. Denn damit trat das ein, wovor er im Vorgespräch gewarnt hatte, das gute Tempospiel des MTV. Immer wieder kam der Gast zu Toren aus der zweiten Welle.

Der unzufriedene Mikolajczyk hatte in der ersten Viertelstunde bereits sechs verschiedene Rückraumspielerinnen eingesetzt, doch weder diese personellen Maßnahmen noch die Auszeit beim 6:7 (15.) brachten eine Verbesserung. Es blieb weiter ausgeglichen, achtmal stand es in der ersten Hälfte Unentschieden, zur Pause führten die favorisierten Gastgeberinnen knapp. „Da hatten wir ein, zwei unglückliche Aktionen“, ärgerte sich Kemke. „Sonst gehen wir mit einer Führung in die Kabine.“

Als dann ein 16:13 auf der Anzeigentafel aufleuchtete, sprach so einiges für die Heimsieben, zumal Geismar die Aufholjagd mit einem verworfenen Siebenmeter begann. Der war beim 17:16 (43.) durch Chiara von Roden vergessen, der MTV war wieder im Spiel. Fünf Minuten vor dem Abpfiff (20:20) nahte die Entscheidung.

Mikolajczyk brachte Franziska Lath, die nach durchwachsenem Beginn gut 30 Minuten auf der Bank gesessen hatte, auf die Rechtsaußenposition. Mit einer Kreuzbewegung wurde die großgewachsene Linkshänderin in den rechten Rückraum geholt und erzielte von dort das 21:20 und das 23:20. Elena Prüter gelang für den MTV nur noch der Anschlusstreffer zum 21:23.

Mikolajczyk atmete nach der Schlusssirene tief durch. „Wir können besser spielen, waren am Ende cleverer. Das hat heute gereicht“, war der HSG-Trainer nur mit dem Ergebnis zufrieden, nicht aber mit der spielerischen Leistung. Genau anders herum sah das sein Gegenüber auf der MTV-Bank. „Ich bin mit dem Spiel zufrieden, mit dem Ausgang aber nicht.

Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, bilanzierte ein enttäuschter Kemke nach dem ersten Derby in dieser Saison. Das zweite wird am 22. Februar gespielt.

HSG: Bühn, Teuchert – Becker (4/1), Lath (3), Reimann (3), Sander (3), Lapschies (3/1), Henne (2), Herale (2/1), Grünewald (1), Salam (1), Strahlke (1), Dötsch, Gerke. MTV: NeppertBrunke (6/1), Plotzki (4), Prüter (4), Jacobi (3), Gloth (2/2), Habermann (1), von Roden (1), Brauschke, Ziegler, Frölich.