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Regional Handball-Oberliga: TV Jahn Duderstadt kommt über Remis nicht hinaus
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18:58 29.09.2013
Sprunggewaltig: Matthias Heim vom TV Jahn Duderstadt (l.) nimmt das gegnerische Tor ins Visier. Quelle: Walliser
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Duderstadt

Die Gastgeber präsentierten sich dabei jedoch völlig verunsichert – ihre Unsicherheit zog sich wie ein roter Faden über die gesamten 60 Minuten.

Die völlig unnötige Punkte-teilung entsprach einer gefühlten Niederlage. So entpuppten sich die wenigen ansprechenden Mosaiksteinchen am Ende lediglich als wertloses Stückwerk. „Wir machen einfach den Deckel nicht drauf“, ärgerte sich Rechtsaußen Maximilian Loest, dessen fünf teils sehenswerte Tore nicht zu einem besseren Resultat reichten.

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Immer dann, wenn der TV Jahn Dampf machte und 10:5 (20.) im ersten Durchgang und 19:14 (39.) in der zweite Hälfte führte, geriet das Spiel der Gastgeber in der Folge aus unerklärlichen Gründen plötzlich ins Stocken, sodass der Gegner wieder aufgebaut wurde. „Das ist uns jetzt schon dreimal in der Saison passiert.

So haben wir statt sechs Punkte nur einen Zähler geholt“, mahnte Torwart Christian Schmidt. „Das ist definitiv eine Kopfsache, die wir jetzt so schnell wie möglich rauskriegen müssen.“

Noch schonungsloser analysierte Duderstadts Rechtsaußen Carlos Swoboda die Vorstellung der Jahner: „Es sieht so aus, als ob wir alle keine Lust hätten, hier zu spielen. Das, was wir gezeigt haben, ist dem Publikum nicht zuzumuten. Ich bin daher einfach nur ratlos. Dabei haben wir doch richtig gut trainiert.“

Zu viele technische Fehler

Der gripperkrankte Mark Tetzlaff, der das Spiel von der Tribüne aus verfolgte und beim 6:5 (14.) das 30. Saisontor Janis Grisanovs erlebte, sprach schon zur Pause von „einer völlig verunsicherten Mannschaft“, und TV Jahn-Abteilungsleiter Ekkehard Loest machte zu diesem Zeitpunkt seinem Unmut schon deutlich Luft: „Hohnhorst -Haste spielt schon nicht gut, aber wir spielen einfach nur Mist zusammen - viel zu langsam und behäbig statt Dampf zu machen.“

Auch wenn Rückkehrer Daniel Müller beim 3:3 (9.) sein erstes Heimtor erzielte und den TV Jahn mit 5:4 (13.) erstmals in Führung brachte, so sparte er im Nachhinein nicht mit kritischen Worten: „Wir machen einfach zu viele technische Fehler und schmeißen fast jeden zweiten Ball weg. Die letzten zehn Minuten haben wir keinen vernünftigen Angriff mehr gespielt.“

Besser machten es die Gäste, die drei Minuten vor Schluss in Unterzahl das 27:27 erzielten und 35 Sekunden vor Abpfiff durch Thieme gar in Führung gingen, Ein Glück, dass Heim, der auch schon bessere Spiele gezeigt hat, noch zum Ausgleich traf. Dennoch: Trainer Frank Mai war bedient, saß nach dem Spiel wie versteinert auf der Bank: „Das am Schluss glückliche Ergebnis hätte auch anders ausgehen können“, gab Mai zu.

TV Jahn: Wedemeyer-Kulenkamp, Schmidt  - Nass (2), B. Kreitz (1), F.Kreitz (1), N. Grolig, V. Grolig, Loest (5), Kornrumpf, Grisanovs (4), Swoboda(4), Heim (8/4), Müller (3).

Stationen: 0:2 (4.), 5:4 (13.), 10:5 (20.), 12:9 (26.), 14:12 (30.) – 19:14 (39.), 20:15 (40.), 27:25 (55.), 27:27 (57.),  27:28 (59.), 28;28 (60.).

Von Ferdinand Jacksch