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Regional Handball-Oberliga: TV Jahn Duderstadt offenbart Abwehrschwächen
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22:55 15.09.2013
Von Vicki Schwarze
Wurfgewaltig: Janis Grisanovs (r.) vom TV Jahn Duderstadt trifft insgesamt neunmal. Quelle: Walliser
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Duderstadt

„16 Tore im Deckungsverband in der ersten Halbzeit sind zu viel“, beschönigte Jahn-Coach Frank Mai nichts und benannte dabei ganz klar den Schwachpunkt im Team des Gastgebers. Die Abwehr funktionierte an diesem Tag nicht wie erwartet. Dieses Manko vermochten die Duderstädter auch im zweiten Durchgang nicht abzustellen, kassierten sogar 17 Gegentore.

Über die gesamte Spielzeit allein 13 Mal war Harald Weber von Neuling Himmelsthür über die rechte Rückraumposition erfolgreich. Gegen ihn fanden die Jahner einfach kein probates Mittel, ihn in seinen Aktionen einzuschränken. „Vielleicht hätte ich ihn kurz nehmen lassen sollen“, hinterfragte sich Mai am Ende.

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Alles hatte so vielversprechend begonnen aus Sicht der Heimmannschaft. Die grün-weißen Kontrahenten hatten sich zwar unter anderem mit einem Ritual warmgemacht, dass an den Tanz eines Indianerstammes erinnerte und dem Gegner Furcht einflößen sollte, aber die individuelle Stärke der Duderstädter schien sich durchsetzen zu können.

Vorsprung schmolz Tor um Tor

Zur Pause lagen die Mai-Schützlinge mit 20:16 vorn, der Abend nahm den gewünschten Verlauf. Einen souveränen Part hatten bis zu diesem Zeitpunkt Rückkehrer Mark Tetzlaff sowie Janis Grisanovs und Carlos Swoboda gespielt.

In der Halbzeit muss dann irgend etwas passiert sein, was sich so niemand richtig erklären konnte. Die Himmelsthürer kamen, wenn das überhaupt möglich war, noch motivierter als vorher aus der Kabine. Der komfortabel erscheinende Vorsprung schmolz Tor um Tor.

Es folgten nicht unbedingt nachvollziehbare Schiedsrichterentscheidungen durch Gerald Boese/Detlef Ruhe (Gammellund/Warberg), die allerdings „nicht für unsere Leistung verantwortlich waren“, wie Frank Mai ausdrücklich betonte.

Viel mehr war es so, dass die Gäste von Trainer Michael Nechanitzky bereit waren, das Menschenmögliche zu versuchen, um vielleicht die Überraschung zu schaffen.

Das Team versuchte alles

Das Team versuchte alles, Manndeckungen gegen Grisanovs und Tetzlaff, eine offene Manndeckung, die Auflösung des Torwartes in der Vorwärtsbewegung. Wenn es am Ende auch nicht zum Sieg reichte, die Grün-Weißen fuhren mit dem Gefühl, auch mit vermeintlichen Favoriten, gut mithalten zu können, zurück in die Domstadt.

TV Jahn: Wedemeyer-Kuhlenkamp, Schmidt – N. Grolig (1), V. Grolig (2), B. Kreitz (1), Loest (2), Kornrumpf, F. Kreitz, Grisanovs (9), Swoboda (10), Heim (4), Nass (1), Tetzlaff (6).

Beste Werfer Himmelsthür: H. Weber (13/2), Hollatz (5), Meyer (4).

Stationen: 2:2 (4.), 5:4 (6.), 7:4 (9.), 10:7 (16.), 12:7 (18.), 13:9 (22.), 15:12 ( (26.). 18:14 (28.), 20:16 (30.), 20:18 (34.), 22:20 (38.), 23:23 (40.), 25:24 (42.), 27:27 (45.), 27:28 (47.), 30:30 (52.), 31:31 (53.), 33:31 (55.), 35:32 (58.), 36:33 (60./Endstand).