Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Regional Handball-Oberliga: TV Jahn treibt Umbruch voran
Sportbuzzer Sportmix Regional Handball-Oberliga: TV Jahn treibt Umbruch voran
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:39 20.06.2013
Hatten nach Meinung der Verantwortlichen in der Vergangenheit zu wenig Anlass zum Jubeln: Die Handballer des TV Jahn Duderstadt.
Hatten nach Meinung der Verantwortlichen in der Vergangenheit zu wenig Anlass zum Jubeln: Die Handballer des TV Jahn Duderstadt. Quelle: Kunze
Anzeige
Duderstadt

Kehrseite der Punkteteilung: Lokalrivale HG Rosdorf-Grone zog in der Tabelle noch am Team von Frank Mai vorbei.

In der Endabrechnung landeten die Jahner auf Rang sieben – eine Platzierung, die Trainer Frank Mai und Manager Ekkehart Loest nicht zufriedenstellte. „Die Mannschaft hat über die Saison hinweg zwei Gesichter gezeigt. Zu Hause haben wir gerade gegen die Spitzenmannschaften gute Leistungen abgeliefert, auswärts aber viele Punkte leichtfertig liegenlassen“, resümierte der vor der Saison gekommene Mai, der die sportlichen Geschicke des Oberligisten auch in der kommenden Spielzeit leiten wird (Tageblatt berichtete).

Platz unter den Top vier klar verfehlt

Vor der Saison gab Manager Loest eine Platzierung im oberen Drittel aus. Doch durch temporäre mangelnde Einsatzbereitschaft, die Loest als Übel ausmachte, wurde ein Platz unter den Top vier letztendlich klar verfehlt. „Für unsere Ansprüche ist das zu wenig“, betonte er und sprach von einer „durchwachsenen Saison“. „Kein so leichtes Jahr“, hatte auch Trainer Mai ausgemacht. „Wir haben nicht immer mit der nötigen Konsequenz gespielt“, beklagte der Jahn-Coach.

In der kommenden Spielzeit, kündigen die Protagonisten an, soll der Einbau junger Spieler weiter forciert werden. Valentin und Nikolas Grolig haben sich in der ersten Mannschaft etabliert, der 17-jährige Sergej Rollheuser, der in der Saison-Endphase bereits Oberliga-Luft schnuppern durfte, sei definitiv „ein Mann für die Zukunft“, lobt Coach Mai. Trainer und Manager arbeiten daran, den Kader noch zu verjüngen. Mit drei Spielern „zwischen 18 und 21 Jahren“ sei man bereits einig, berichtet Loest, will die Namen der Neuen jedoch noch nicht preisgeben.

Kader sieht "schon gut aus"

Der Kader für 2013/14 sehe jedenfalls „schon gut aus“, freut sich Mai. Der Mix aus Talenten und gestandenen Leistungsträgern wie Janis Grisanovs und Torwart Christian Wedemeyer-Kuhlenkamp soll den Duderstädtern im Idealfall zu frischem Schwung und konstanten Leistungen befähigen. Zeit, fordert Loest, müsse man dem dann neu formierten Team gleichwohl einräumen. Der Verlust von Grazvydas Sereicikas, der in seine Heimat Litauen zurückkehrt (Tageblatt berichtete), muss erst kompensiert werden, auch der Verbleib von Daniel Müller ist ob der beruflichen Situation des Kreisläufers noch offen. Jan Knöchel nahm bereits während der Saison Abschied.

"Eine neue Mannschaft aufbauen"

Einen Umbruch strebt der ehemalige Drittligist deshalb nun an. „Wir wollen in den nächsten zwei oder drei Jahren eine neue Mannschaft aufbauen“, kündigt Manager Loest noch den einen anderen personellen Wechsel an. Mindestens so wichtig wie die Aufstellung sei – ob zuletzt oder zukünftig –  jedoch auch die Einstellung. „Wir müssen immer so geschlossen auftreten wie zum Beispiel gegen Soltau“, fordert Frank Mai. Eine ähnliche Attitüde wie beim finalen Auftritt gegen die Soltauer wünscht sich Mai von seinen Akteuren öfter.

Diese wurden für einen couragierten Auftritt vom Publikum gefeiert. „Wenn die Mannschaft den Startschuss gibt, dann geht auch das Publikum mit“, ist sich Mai sicher. Würden Einsatz und Leidenschaft stimmen, würden die Fans auch Fehler verzeihen: „Das ist menschlich, wir sind ja keine Maschinen.“

Von Christian Roeben