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Regional Handball-Oberliga: Tageblatt-Interview mit Mirko Jaissle
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15:54 10.09.2013
„Ein Platz unter den ersten acht Mannschaften wäre schon ein Erfolg für uns“: HG-Trainer Mirko Jaissle am Spielfeldrand. Quelle: Theodoro da Silva
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HG-Trainer Mirko Jaissle betreut den Oberligisten in der fünften Saison in Folge. Im Tageblatt-Interview spricht der 41-Jährige, der in Kassel wohnt, über die Perspektive des Teams.

Was reizt sie im fünften Jahr in der gleichen Spielklasse am Engagement bei der HG?
Ich mache mein Engagement nicht an der Spielklasse fest, sondern an der Mannschaft und dem Umfeld. Ich fühle mich eben einfach gut aufgehoben inmitten meiner Spieler, die immer fleißig dabei sind und deren Entwicklung ich mit beeinflussen durfte.

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Von Kassel nach Rosdorf zu fahren dauert nicht länger, als wenn ich einmal quer durch Kassel fahren würde, nur dass ich auf der Autobahn noch ein wenig Zeit habe, mir Gedanken für anstehende oder zurückliegende Ereignisse zu machen.

Die dritte Liga ist bei der HG derzeit kein Thema. Nun planen der Handballverband Nieder-sachsen (HVN), dem die Oberliga untersteht, und der Bremer Handballverband (BHV) eine intensivere Zusammenarbeit. Wäre für Sie die Zusammenlegung der Oberligen eine sportliche Option?
Ich glaube nicht, dass die Oberliga dadurch attraktiver wird. Nur die Fahrten werden länger und die Kosten für die Vereine steigen weiter an.

Die HG-Fans müssen umdenken. Elf der 28 Punktspiele stehen zukünftig sonntags mehrheitlich um 17 Uhr an, allein sechs zu Hause. Was ist der Grund?
Der Grund für einige Spielverlegungen ist mit der Tätigkeit von Gerrit Kupzog bei den BG-Basketballern zu begründen, deren Spiele teilweise zeitgleich stattfinden.

Auf Kupzog zu verzichten, würde einen zusätzlichen Qualitätsverlust für unser Spiel bedeuten, den wir in dieser Saison nur schwer kompensieren können. Nicht nur die Fans müssen sich auf die Sonntagsspiele einstellen, auch für die Spieler ist dieser Zeitpunkt natürlich nicht optimal.

Mit Marlon Krebs fällt nach seiner Fußoperation ein wichtiger Rückraumspieler für die nächsten Monate aus. Wie wollen Sie den Verlust kompensieren?
Krebs ist ein ganz besonderer Spieler, der oft unterschätzt wird. Sein Ausfall wiegt besonders schwer, da er auf allen drei Rückraumpositionen einsetzbar ist und mit seiner teilweise unorthodoxen Spielweise den Gegner überraschen kann. Nun müssen andere Spieler versuchen, diese Lücke zu füllen.

Der sechste Platz der vergangenen Saison wird schwer zu erreichen sein. Wird die HG am Saisonende vor dem TV Jahn Duderstadt stehen?
Durch den Ausfall von Marlon Krebs, dem halbjährigen Auslandsaufenthalt von Niklas Knust sowie dem beruflich bedingten Weggang von Christoph Falke wird es schwer werden, an die tolle letzte Saison und Platz sechs anknüpfen zu können.

Ein Platz unter den ersten acht Mannschaften wäre schon ein Erfolg für uns. Duderstadt hat sich mit der Verpflichtung von Mark Tetzlaff noch mal enorm verstärkt und peilt ja auch laut Aussage von Manager Ekkehard Loest eine bessere Platzierung als in der letzten Saison an.

Wer sind Ihre Titelaspiranten?
Soltau, Northeim und Nienburg.

Das Interview führte Ferdinand Jacksch